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08.05.2019 13:00
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Deutsche Börse sieht sich weiter auf Wachstumskurs

Deutsche Börse sieht sich weiter auf Wachstumskurs | Nachricht | finanzen.net
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Von Manuel Priego Thimmel

FRANKFURT (Dow Jones)--Auch wenn die Wachstumsraten aus dem vergangenen Jahr wohl nicht zu erreichen sein werden, sieht sich die Deutsche Börse auch 2019 auf Wachstumskurs. Die strukturellen Wachstumstreiber blieben in intakt, erklärte der Vorstandsvorsitzende Theodor Weimer auf der Hauptversammlung in Frankfurt am Mittwoch und bestätigte die Prognosen für das laufende Jahr. Diese sehen ein organisches Wachstum der Erlöse von 5 Prozent und ein Gewinnwachstum von 10 Prozent vor.

"Die Straße, auf der wir fahren, wird kurvenreicher", so Weimer. Die Prognosen für das Wachstum wiesen nach unten, das gelte sowohl für die Realwirtschaft wie auch die Finanzbranche. "Ein Jahr, das so gut lief wie das letzte, lässt sich nicht mal eben so toppen", das heiße aber nicht, dass es nicht wieder "ganz ordentlich" werden könne.

Erfreut äußerte sich Weimer zur Entwicklung im Euro-Clearing, das bis 2018 fast ausschließlich in London verrechnet worden sei. In der Zwischenzeit liege der Marktanteil der Eschborner bei 14 Prozent. Trotz der Brexit-Verschiebung sieht sich der Börsenbetreiber auf Kurs und hält an seinen Zielen fest. Die Deutsche Börse hat in der Vergangenheit mehrfach gesagt, einen Marktanteil von 25 Prozent anzustreben.

Faber legt 2020 sein Amt als Aufsichtsratschef nieder

Wachsen will der Konzern auch durch Zukäufe. Weimer verwies in seiner Rede auf die Übernahmen von Swisscanto, GTX und den jüngsten Axioma-Kauf: Letzterer sei unter Schonung der Barreserven gelungen. Wachstumspotenzial sieht Weimer zudem in neuen Technologien wie der Blockchain, dem Handel mit digitalen Vermögenswerten und der Cloud. Unlängst ist die Deutsche Börse eine Partnerschaft mit Microsoft zur Nutzung der Cloud-Plattform der Amerikaner eingegangen.

Während Theodor Weimer vor allem von der Zukunft sprach, zog Aufsichtsratschef Joachim Faber in der Hauptsache Bilanz. Faber bestätigte seine Entscheidung, sich mit Beendigung der kommenden Hauptversammlung im Jahr 2020 aus dem Gremium zurückzuziehen und sein Amt vorzeitig niederzulegen. Bereits auf der Hauptversammlung im vergangenen Jahr hatte es sich Faber vorbehalten, einen Übergang im Vorsitz des Aufsichtsrats in der laufenden Wahlperiode vorzubereiten.

Den Zeitpunkt für diesen Übergang sieht Faber im nächsten Jahr für gekommen. Der Vorstand sei neu aufgestellt und leiste gute Arbeit, das Unternehmen befindet sich mit angepasster Strategie auf Wachstumskurs. "Nun bleibt uns noch genügend Zeit, meine Nachfolge zu regeln und einen geordneten Übergang sicherzustellen", so Faber. Faber war im Zusammenhang mit der gescheiterten Fusion mit der LSE und dem damit verbundenen Insiderverfahren gegen den ehemaligen Börsenchef Carsten Kengeter schwer in die Kritik geraten.

Ära Kengeter ist Geschichte

Faber begründete erneut, warum die Deutsche Börse den Bußgeldbescheid zur Beilegung des Ermittlungsverfahrens akzeptierte, auch wenn das Unternehmen die Vorwürfe unverändert als unbegründet ansieht. "Unter anderem hat hierbei eine Rolle gespielt, dass die Fortsetzung des Verfahrens aller Voraussicht nach mit massiven Kosten und einem erheblichen, zeitlich andauernden Aufwand für das Management sowie einer fortlaufenden Belastung der Reputation des Unternehmens verbunden gewesen wäre", so der Aufsichtsratsvorsitzende.

Für die Aktionäre ist die Insideraffäre längst abgeschlossen. Sie erfreuten sich im vergangenen Jahr vielmehr an der starken Entwicklung des Aktienkurses der Deutschen Börse in einem sehr schwierigen Gesamtmarkt. Die Deutsche Börse sei zurück auf der in der Erfolgsspur, weil endlich wieder das operative Geschäft und die Kunden im Fokus stünden, so Union Investment, einer der großen Aktionäre der Deutschen Börse.

Die Ära Kengeter sei jetzt Geschichte, die Schockstarre überwunden und es herrsche wieder Aufbruchsstimmung, wie dies die glänzenden Geschäftszahlen bewiesen, so Union Investment. Die Union machte klar, dass sie eine mögliche Akquisition der Devisenplattform FXall unterstützen werde, aber nicht zu jedem Preis. Anlässlich der Bekanntgabe der Erstquartalszahlen hatte die Deutsche Börse mitgeteilt, in den kommenden Wochen über den Verlauf der Verhandlungen mit Refinitiv, dem Besitzer von FXall, zu informieren.

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/cbr

(END) Dow Jones Newswires

May 08, 2019 07:00 ET (11:00 GMT)

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