06.10.2022 16:52
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DEUTSCHE TELEKOM: Trotz Rücksetzer weiter spannend

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Der Telekommunikations-Gigant kommt bei seiner strategischen Umsetzung voran und erhöhte im Sommer bereits zum wiederholten Male die Gewinnprognose.

 

Sehr erfolgreiche Beteiligung an T-Mobile US

Aktien aus dem Telekommunikationssektor werden in unsicheren Börsenzeiten als defensive Anker gesucht. Die Bewertungen sind meist moderat, die Dividendenrenditen hoch. Die Deutsche Telekom konnte sich lange als Leader am deutschen Aktienmarkt präsentieren, die Aktie musste im September in einem schwachen Gesamtmarktumfeld jedoch ebenfalls Federn lassen. Darin liegen Chancen. Die Beteiligung am US-Mobilfunk-Carrier T-Mobile US entwickelt sich sehr erfreulich und soll weiter ausgebaut werden. T-Mobile US ist in den USA führend beim Ausbau des 5G-Netzes. Dies ermöglicht einen deutlichen Zuwachs bei den Mobilfunknutzerzahlen. Im 2. Quartal konnte T-Mobile US dank seiner starken Positionierung im Discount-Segment mit Tarifen unter 20 US-Dollar, bei Family-Bundle-Angeboten und bei Premium-Tarifen einen unerwartet deutlichen Anstieg von 1,7 Millionen Vertragskunden (davon 723.000 Neukunden inklusive Smartphone) vermelden. Das Unternehmen punktet auch mit dem neu ausgerollten 5G-basierten Internet-Angebot „Internet Freedom“, indem das Unternehmen den Nutzern eine lebenslange Preisgarantie für 50 US-Dollar pro Monat bietet und zusätzlich die Kosten für den Wechsel von einem Konkurrenzanbieter übernimmt. Im September gab das Unternehmen ein neues Aktienrückkaufprogramm über 14 Milliarden US-Dollar bis 30. September 2023 bekannt. Dies sollte auch der Deutschen Telekom zugutekommen.

Weitere Beschleunigung beim Glasfaserausbau

Ein weiterer Treiber für die Deutsche Telekom soll das Geschäft mit Highspeed-Internet werden. Dazu ist der Glasfaserausbau in vollem Gange. Fiber to the Home (FTTH), also die Glasfaser bis ins Haus, ist der Standard für die Zukunft. Dafür werden allein in Deutschland jährlich rund 5,5 Milliarden Euro investiert. Die Schlagzahl wird jetzt erhöht: Die Telekom startete in dieser Woche (4. Oktober) mit der Vermarktung von weiteren mehr als 180.000 Glasfaser-Anschlüssen in 27 Kommunen in Deutschland. Für das Jahr 2022 hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, 2 Millionen FTTH-Anschlüsse zu bauen. Bis Ende 2028 sollen auf dem Land reine Glasfaser-Anschlüsse an 4 Millionen deutschen Haushalten verfügbar gemacht werden. Die Nutzung ist bisher noch überschaubar, daher vermietet das Unternehmen seine Leitungen. Mit dem Konkurrenten Vodafone wurde im Sommer ein 10-Jahres-Vertrag zur Glasfasernutzung geschlossen. Langfristig werden Unternehmen, aber auch Privatkunden, verstärkt auf High-Speed-Internetverbindungen umsteigen, was der Deutschen Telekom in diesem Segment attraktive Wachstumschancen verspricht. Neue Tarife im Mobilfunkgeschäft sollen in Deutschland für zusätzliches Wachstum sorgen. Die Deutsche Telekom will sich seit Jahresmitte mit höherem Datenvolumen und zusätzlichen Preisvorteile durch ein attraktives Zusatzkarten-Angebot Wettbewerbsvorteile verschaffen. Die Telekom bringt jetzt auch wieder eigene Smartphones auf den Markt und will mit den Geräten vor allem die 5G-Mobilfunktechnologie für möglichst viele Nutzer zugänglich machen. Die Smartphones sollen ab dem 5. Oktober in den ersten europäischen Ländern, in denen der Konzern aktiv ist, zu haben sein. Das T Phone soll 199 Euro kosten, das T Phone Pro 249 Euro.

Verkauf der Funkturmsparte eröffnet Spielraum für Erhöhung der T-Mobile-US-Beteiligung

Aufgrund der exzellenten Perspektiven bei T-Mobile US hat die Deutsche Telekom ihre Beteiligung an der US-Mobilfunktochter in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht. Erst kürzlich hatte die Bonner Konzernmutter ihre T-Mobile-US-Beteiligung durch den Kauf von weiteren 21,2 Millionen Anteilsscheinen auf 48,4 % aufgestockt und will seinen Anteil auch in den kommenden Jahren weiter ausbauen. Dank des kürzlich erfolgten Verkaufs der Mehrheitsbeteiligung an der Funkturmsparte verfügt die Deutsche Telekom über den notwendigen finanziellen Spielraum, um sich noch vor 2024 die Mehrheit an der US-Mobilfunktochter zu sichern. Zwar erlöste die Deutsche Telekom aus dem Verkauf von 51 % der Anteile der Funkturmsparte GD Towers an das Bieterkonsortium Brookfield/DigitalBridge mit einem Enterprise Value von 17,5 Mrd. Euro etwas weniger als erhofft. Dennoch dürfte sich der Verkauf für die Deutsche Telekom bezahlt machen. Zum einen kann die Deutsche Telekom ihre Konzernverschuldung mit dem Erlös weiter reduzieren, während man gleichzeitig mit seinem 49%igen Anteil an der starken operativen Entwicklung des Funkturmgeschäfts, das 2021 einen bereinigten operativen Gewinn von 640 Mio. Euro eingefahren hatte, partizipiert.

Jahresprognose erhöht – KGV24e von unter 10

Im August hatte das Unternehmen starke Q2-Zahlen vermeldet: Der Konzernumsatz stieg um 5,9 Prozent auf 28,2 Milliarden Euro. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen after leases (EBITDA AL) konnte um 5,0 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro zulegen. Der Free Cashflow AL lag bei 2,8 Milliarden Euro. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2022 wurde erneut angehoben: Das bereinigte EBITDA AL soll bei rund 37 Milliarden Euro (zuvor: mehr als 36,6 Mrd. Euro) landen. Der Free Cashflow AL wird auf dem bereits zuvor erhöhten Niveau von mehr als 10 Milliarden Euro prognostiziert. Das Unternehmen will sich zur Cashflow-Maschine entwickeln. Bis 2024 soll der Free Cashflow auf 18 Milliarden Euro. Euro gesteigert werden. Im vergangenen Jahr lag dieser noch bei 8,8 Milliarden Euro, im Jahr zuvor bei 6,3 Milliarden Euro. Die Aktie bleibt mit einem auf FactSet-Daten erwarteten Gewinn je Aktie für das laufende Geschäftsjahr von 1,55 Euro und einem daraus resultierenden KGV22e von rund 12 attraktiv bewertet. Bis 2024 soll der bereinigte Gewinn je Aktie auf 1,89 Euro ansteigen, womit das KGV auf Basis der Schätzungen für 2024 auf unter 10 fallen würde.

Produktidee: Discount-Zertifikat Classic auf Deutsche Telekom AG.

Eine attraktive Alternative zur Direktanlage in die Aktie sind Discount-Zertifikate. Anlegern steht eine Auswahl an entsprechenden Produkten auf den Basiswert Deutsche Telekom AG. zur Verfügung. Ein Beispiel ist ein Discount-Zertifikat, das am 20.12.2023 fällig wird (Rückzahlungstermin) und mit einem Discount zum Kurs der Aktie der Deutsche Telekom AG. notiert. Der Anleger erhält keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und hat keine weiteren Ansprüche aus dem Basiswert. Die Höhe der möglichen Rückzahlung wird durch den Cap bei 18,00 EUR begrenzt.

Für die Rückzahlung des Zertifikats gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Liegt der Schlusskurs des Basiswerts Deutsche Telekom AG an der maßgeblichen Börse am 12.12.2023 (Referenzpreis) auf oder über dem Cap, erhält der Anleger den EUR-Gegenwert des Höchstbetrags von 18,00 EUR.

2. Liegt der Referenzpreis unter dem Cap, erhält der Anleger einen Rückzahlungsbetrag, der dem EUR-Gegenwert des Referenzpreises multipliziert mit dem Bezugsverhältnis entspricht.

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Referenzpreis null ist. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

Das vorliegend beschriebene Discount-Zertifikat richtet sich an Anleger, die einen Anlagehorizont bis zum 20.12.2023 haben und davon ausgehen, dass der Basiswert Deutsche Telekom AG am 12.12.2023 auf oder über 18,00 EUR liegen wird.

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 05.10.2022, DZ BANK AG / Online-Redaktion

DISCOUNT 18 2023/12: BASISWERT DEUTSCHE TELEKOM

DW44WR
Quelle: DZ BANK: Geld 06.10. 14:57:02, Brief 06.10. 14:57:02
15,75 15,77 -0,76 Basiswertkurs: 17,756 EUR
Geld in EUR Brief in EUR Diff. Vortag in % Quelle: Xetra , 14:42:44
Max Rendite 11,54% p.a. Max Rendite in % p.a. 11,54
Discount in % 11,11 Cap 18,00 EUR
Abstand zum Cap in % 1,40 Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

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Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals (Totalverlust) ist möglich. Sie sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit der DZ BANK ausgesetzt (Emittentenrisiko).

Die Informationen richten sich ausschließlich an Personen, die ihren Wohn-/Geschäftssitz in Deutschland haben.

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Ihr DZ BANK Sales Team

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