30.06.2022 09:06

Deutscher Einzelhandel macht bessere Geschäfte - Textilhandel erholt sich

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WIESBADEN (dpa-AFX) - Nach einem Umsatzrückgang im April haben Deutschlands Einzelhändler im Mai wieder bessere Geschäfte gemacht. Bereinigt um Saison- und Preiseffekte (real) stiegen die Erlöse gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Einschließlich Preiserhöhungen (nominal) betrug der Anstieg 2,0 Prozent. Der Bekleidungs- und Textilhandel, der besonders stark unter den Corona-Beschränkungen gelitten hatte, erreichte fast das Vorkrisenniveau. Der Lebensmitteleinzelhandel verbuchte hingegen Umsatzrückgänge.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai 2021 verzeichnete der Einzelhandel insgesamt ein reales Umsatzminus von 3,6 Prozent, nominal dagegen ein deutliches Plus von 4,1 Prozent. Die Differenz spiegele die hohen Preissteigerungen im Einzelhandel wider, erläuterte die Wiesbadener Behörde.

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln verbuchte im Vergleich zum Vormonat April bereinigt um Preiserhöhungen (real) einen Umsatzrückgang von 0,6 Prozent. Gegenüber dem starken Mai 2021 gab es sogar ein Minus von 9,5 Prozent. Der reale Rückgang im Mai sei vermutlich vor allem den erneut deutlich gestiegenen Preisen für Lebensmittel geschuldet, erklärte die Behörde. Besonders Metzgereien (minus 9,7 Prozent) und Fischläden (minus 13,1 Prozent) setzen im Vergleich zum Vormonat deutlich weniger um.

Der Handel mit Nicht-Lebensmitteln wuchs real um 2,9 Prozent gegenüber dem Vormonat. Der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren erzielte ein deutliches Plus von 10,6 Prozent zum Vormonat und von 59,8 Prozent zum Vorjahresmonat. Damit lagen die Umsätze den Angaben zufolge nur noch 1,1 Prozent unter dem Vorkrisenniveau vom Mai 2019. Die Internethändler verbuchten gegenüber dem Vormonat dagegen einen Umsatzrückgang von 2,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren die Erlöse sogar um 14,1 Prozent geringer./mar/DP/jkr

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