28.11.2021 15:07

Deutschland fehlen mindestens 35.000 Kranken- und Altenpfleger

Folgen
Werbung

BERLIN (Dow Jones)--Bundesweit fehlen mindestens 35.000 Fachkräfte in der Pflege. Das zeigten neue Berechnungen, die das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (Kofa) am Institut der deutschen Wirtschaft im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums erstellt habe, berichtet Welt am Sonntag.

"In keinem anderen Beruf sind die Engpässe so groß wie bei Kranken- und Altenpflegern", sagte Kofa-Forscherin Susanne Seyda der Zeitung. Seit 2011 ist die Zahl der offenen Stellen um knapp 40 Prozent gewachsen. Helfer sind hier nicht inbegriffen.

Tatsächlich dürfte der Mangel noch dramatischer sein. Denn die vom Kompetenzzentrum kalkulierte Fachkräftelücke markiere nur die Untergrenze. Die Forscher ermittelten ihre Werte, indem sie Arbeitslose und offene Stellen ins Verhältnis setzten. Dafür rechneten sie Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) für Arbeit hoch.

Eine klare Antwort auf die Frage, was gegen den Personalmangel am besten helfen würde, gibt es nicht. "Den Haupthebel zu identifizieren ist nahezu unmöglich", sagte Gabriele Meyer der Zeitung. Sie ist Professorin an der Universität Halle und Mitglied im Sachverständigenrat Gesundheit. "Überall da, wo Berufe in einer Mangelsituation sind, werden auch bessere Gehälter vereinbart. Nur in der Pflege ist dies offensichtlich nicht selbstverständlich".

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/gos

(END) Dow Jones Newswires

November 28, 2021 09:08 ET (14:08 GMT)

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

US-Börsen letztlich uneins -- DAX geht schwächer ins Wochenende -- WACKER CHEMIE übertrifft Erwartungen 2021 -- SAP zieht Tempo im Cloudgeschäft an -- JPMorgan, Citigroup, Wells Fargo, DWS im Fokus

AT&T und Dish geben Milliarden für Frequenzen für 5G-Dienste aus. Corona-Impfstoff von Novavax soll ab 21. Februar verfügbar sein. Drägerwerk mit Umsatzeinbußen. Wechsel im AUDI-Aufsichtsrat. Nagarro will Umsatz 2022 um fast ein Drittel steigern. Siemens-Kunden müssen wohl auf Steuerungs-Chips warten. EZB: Lagarde rechnet mit Inflationsrückgang 2022. Streit um Zukunft von Generali-Chef eskaliert im Verwaltungsrat.

Umfrage

Wo steht der DAX zum Jahresende 2022?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln