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30.06.2020 13:31

DIHK fordert mehr Gelder für Firmen zur Abwendung von Insolvenzwelle

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Von Andrea Thomas

BERLIN (Dow Jones)--Die deutsche Wirtschaft fordert von der Bundesregierung mehr Gelder, um den Mittelstand mit Eigenkapital zu versorgen und so vor einer möglichen Pleitewelle zu schützen. Besonders über die Situation im Herbst zeigte sich der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) besorgt.

"Im Herbst kann die Situation sich negativ zuspitzen", erklärte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. Wenn sich dann in den Hauptabsatzmärkten die Corona-Situation nicht substantiell verbessere, die Grenzen wieder öffneten und die Wirtschaft in den Hauptkundenmärkten anlaufe, werde es für die Firmen schwierig und fehlendes Eigenkapitial zum Problem.

Daher sei es wichtig, dass die Bundesregierung ihren Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) in Richtung Mittelstand erweitere, so der DIHK. Der Fonds gewährt Unternehmen nicht nur Kredite und Bürgschaften, sondern wie im Falle der Lufthansa auch mit Eigenkapital.

Der DIHK schlug vor, der WSF sollte so ausgelegt werden, dass sich neben dem Staat auch private Kapitalgeber wie etwa Lebensversicherungen und Fonds in der Krise bei den Unternehmen engagieren können.

Der DIHK gehe davon aus, "dass der Staat sich mittelbar und unmittelbar auch an mehr Unternehmen wird beteiligen müssen", so Wansleben. Aber der Staat können "nicht alles richten".

"Wie soll der das alles steuern? Wir müssen ein bisschen aufpassen, dass wir den Staat nicht überfordern", so Wansleben. "Aber viele Unternehmen werden im Hinblick auf ihre Eigenkapitalsituation ganz klar in Handlungsdruck kommen."

Allerdings attestierte er der Bundesregierung Problembewusstsein. Die Gespräche zwischen der Wirtschaft und der Bundesregierung sehen "hoch komplex", liefen aber gut.

Kontakt zur Autorin: andrea.thomas@wsj.com

DJG/aat/jhe

(END) Dow Jones Newswires

June 30, 2020 07:31 ET (11:31 GMT)

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