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21.06.2018 17:12
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Künstliche Intelligenz - Das Internet bekommt eine neue DNA

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Maschinen, die selbst lernen, immer klüger werden und auch eigenständig Entscheidungen treffen - eine beängstigende und gleichzeitig faszinierende Vorstellung.
Tatsächlich ist diese Form der Künstlichen Intelligenz längst in unserem Alltag angekommen - und verspricht atemberaubende Fortschritte für Produktion und Dienstleistungen. Lesen Sie in der neuen Ausgabe von CK-Trends, welche Unternehmen von diesem neuen Zukunftsmarkt profitieren.

Viele Erfindungen verändern die Gesellschaft, aber kaum eine hat es je so tiefgreifend getan, wie es die Entwicklung der künstlichen Intelligenz tun wird. Bislang haben uns Maschinen viel der täglichen Arbeit abgenommen. Computer mit ihren bisherigen Schaltkreisen haben uns beim Rechnen und organisieren von Daten unterstützt. Doch die künstliche Intelligenz wird für uns eine wesentliche Eigenschaft des Menschen übernehmen …. Das Denken.

Künstliche Intelligenz bedeutet, dass der Computer selbständig Situationen analysiert und mit einer sich verändernden Lage interagiert. Dabei lernt er ständig dazu um seine Analysen und Reaktionen zu perfektionieren. Die heute bereits bestehenden Beispiele faszinieren und geben einen hoffnungsvollen, aber zugleich beängstigenden Eindruck von dem, was uns in naher Zukunft erwartet.

Kürzlich hat der Datenkrake Google mit seiner KI Google Duplex ein erstaunliches Experiment vorgestellt. Duplex ruft in einem Restaurant an und bestellt mit einer Stimme, die von der eines echten Menschen kaum mehr zu unterscheiden ist. Das Programm hat im Dialog mit dem menschlichen Gegenpart im Restaurant keinerlei Probleme mit dessen vernuschelter Aussprache und Halbsätzen. Die KI imitiert dabei sogar die menschlichen Sprachfloskeln, Denkpausen und Füllelemente wie "hmmm" beim simulierten Nachdenken. Ein wunderbarer Service.

Man ruft "Alexa, bestell mir einen Tisch für 4 Personen im Knossos für 18 Uhr" und das dafür nötige Telefonat samt Eintrag in den Kalender erledigt der digitale Assistent. Schöne neue Welt, die uns tatsächlich große Möglichkeiten erschließt. Doch kombiniert mit der heute bereits nahezu perfekten Möglichkeit jede beliebige Stimme zu simulieren, lassen sich die Möglichkeiten des Missbrauchs bereits ansatzweise erahnen.

Weiter geht es mit militärischen Kampfmaschinen. Die ersten vollständig autonomen Systeme sind gerade in der Erprobungsphase. Sie bewegen sich selbständig im Kampfgebiet, analysieren die Lage und treffen völlig autonom die Entscheidung über Leben und Tot. Wir sind der einst für Science-Fiction gehaltenen Welt des Terminators bedenklich nahe. Sollen wirklich intelligente Maschinen darüber entscheiden dürfen einen Menschen zu töten?

Es gibt einen winzigen Augenblick in der Zukunft der Menschheit, vor dem den größten Wissenschaftlern große Angst haben. Es ist jener Moment der Singularität. Heute werden Computer von Menschen programmiert und setzen ihr vorgefertigtes Programm um. In kleinen Details ist das Programm in der Lage zu lernen und sich zu optimieren. Doch im Augenblick des Erreichens der technologischen Singularität wird eine künstliche Intelligenz die Möglichkeit erreicht haben sich in seiner ganzen Existent rasant selbst zu verbessern und zu perfektionieren.

Da dies bei Computern in einer bekanntermaßen eindrucksvollen Geschwindigkeit geschieht und das Programm auch diese Geschwindigkeit immer schneller optimiert befürchten viele Wissenschaftler, dass diese künstliche Intelligenz schon wenige Sekunden nach dem Erreichen der Singularität sich selbst soweit perfektioniert haben wird, dass es die Dominanz über den Menschen ergreift.

Eine wahre Intelligenzexplosion, die zu einem Geisteslevel führt, den kein Mensch auf biologischer Weise je erreichen könnte. Welche Antwort würde eine solche perfekte und unbestechliche Intelligenz auf die sich sofort aufdrängende Frage "Wer stellt das größte Risiko für mich (und die Umwelt) da?" geben? Der Mensch. Was wäre die logische Konsequenz, die die Maschine daraus ziehen würde?

Und schon sind wir mitten im Science-Fiction -Bild der Terminator-Trilogie. Stephen Hawking, Bill Gates und Elon Musk eint genau diese Sorge, weshalb wir gut beraten sind, das nicht als unrealistische Option abzutun. Die Schätzungen, wann dieser Zeitpunkt erreicht sein wird gehen weit auseinander. Aktuell wird das Jahr 2045 herumgereicht. Doch die Wissenschaftler sagen, dass der Zeitpunkt völlig unklar ist und selbst für jene überraschend kommen wird, die daran arbeiten.

Es wird plötzlich passieren, mit allen völlig unklaren Konsequenzen. Hawkins, Musk und Gates warnen daher eindringlich davor rechtzeitig Sicherungsmechanismen einzuprogrammieren. Viele von uns werden wohl noch erleben, ob es gelungen sein wird. Wie immer ist es am Ende das, was wir aus neuen technologischen Möglichkeiten machen, das darüber entscheidet, ob es die Menschheit voranbringt oder belastet. So könnte künstliche Intelligenz…so lange sie beherrschbar bleibt… uns bei der Lösung zahlloser kleiner und größerer Probleme auch jenseits einer Tischreservierung helfen.

Die KI wird in immer schnellerer Abfolge Jobs übernehmen, die bisher dem Menschen vorbehalten waren. Das geht vom Rechtsanwalt über den Ingenieur bis zum Anlageberater. Vielleicht sind die handwerklichen Berufe eines Wasserinstallateurs, Fliesenlegers oder Elektrikers, deren Automatisierung man sich auch mit viel Phantasie nicht vorstellen kann, eines Tages die letzten Arbeitsmonopole der Menschen.

Bei aller berechtigten Sorge um die Gefahren - die jede neue Technologie bislang mit sich brachte- , sollten wir uns doch auch auf die Chancen und Vorteile konzentrieren und wie wir davon profitieren können.

Welche das sind hat Dr. Wenzel - ganz mit menschlicher Intelligenz - für uns zusammengestellt.

Dirk Müller ist Deutschlands bekanntester Wirtschafts- und Börsenexperte, mehrfacher Spiegel-Bestseller Autor, Politikberater und Initiator des Dirk Müller Premium Aktien Fonds. Als erfolgreicher Internet- und Medienunternehmer gründete er das Finanzinformationsportal Cashkurs.com und die Börsenbriefe Cashkurs-Trends.de und Cashkurs-Gold.de. Er gilt als "Dolmetscher zwischen den Finanzmärkten und den Menschen außerhalb der Börse". Heute ist er das bekannteste Gesicht des Börsenparketts. Von vielen Medien wird er daher auch gerne "Mr. DAX" genannt.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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