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13.03.2014 17:38
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Diskussionsrunde zum "Jenke-Experiment: Drogen": Grünen-Politiker Ströbele will CSU für Gesetzesvorlage zur eingeschränkten Cannabis-Freigabe gewinnen

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Köln (ots) - Der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele will gemeinsam mit der CSU eine überfraktionelle Initiative zur teilweisen Legalisierung von Cannabis starten. Im Rahmen einer Diskussionssendung zum Thema "Wie gefährlich ist Kiffen wirklich?" von RTL und n-tv schlug er Stephan Mayer, dem innenpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion vor, "dass wir eine Gesetzesvorlage einbringen, dass das jedenfalls im medizinischen Bereich schon mal legalisiert wird und dass man das normal in der Apotheke kaufen kann." Der überraschenden Ankündigung war der Hinweis des CDU-Politikers Mayer vorausgegangen, dass es im Bundes-Gesundheitsministerium ganz konkrete Überlegungen gäbe, im Rahmen einer Öffnungsklausel für Gesetzliche Krankenversicherungen die Abgabe von Cannabis aus medizinischen Gründen zu ermöglichen. "Es ist ein Thema in der Medizin, was Multiple Sklerose anbelangt, was die Krebsforschung anbelangt. Da hilft es sektoral und da muss man mit Sicherheit auch weitergehende Schritte vornehmen." Er selbst fände es in Ordnung, so Mayer, wenn jede gesetzliche Krankenversicherung selbst entscheiden kann, ob sie den Patienten die Kosten erstattet oder nicht. Eine generelle Freigabe sei mit ihm jedoch nicht zu machen, ergänzte Mayer einschränkend: "Ich bin durchaus dafür, mehr zu tun für Aufklärung und Prävention. Aber wir müssen, was das Strafrecht anbelangt, schon weiter auf dem jetzigen Standpunkt verharren." Anders Ströbele: "Wer was für Kinder und Jugendlich tun will, der muss legalisieren. Wer die ganze kriminelle Szene austrocknen will, die um den ganzen Drogen- und vor allem Haschichhandel drum herum ist, der muss legalisieren." Weitere Teilnehmer an der von Ilka Eßmüller moderierten Diskussionsrunde waren Dr. Edelhard Thoms, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uni Leipzig und der Jugendrichter Andreas Müller. Käme es tatsächlich zu einer Legalisierung von Cannabis im medizinischen Bereich, würde das die Mehrheit der Deutschen begrüßen. Laut einer aktuellen und repräsentativen Umfrage von Forsa im Auftrag von RTL sind 54 Prozent der Bundesbürger für den Verkauf und Konsum von Cannabis als Arzneimittel. 17 Prozent der Befragten (14-29-Jährige: 31 %) sind danach sogar für eine generelle Freigabe von Cannabis, während 28 Prozent (14-29-Jährige: 23 %) dies ablehnen. Laut Forsa-Umfrage haben 18 Prozent der Deutschen (30 - 44-Jährige: 29 %) angegeben, dass sie irgendwann schon einmal Cannabis, Marihuana oder Haschisch ausprobiert haben. 81 Prozent (30 - 44-Jährige: 70 %) und damit die überwältigende Mehrheit hat danach noch nie gekifft.

Anlass für die Diskussion, die am 18. März um 22.10 Uhr bei n-tv gezeigt wird, ist die 1. Folge der neuen Staffel "Das Jenke-Experiment" am kommenden Montag bei RTL (17.3., 21.15 Uhr). Dort befasst sich der RTL-Reporter Jenke von Wilmsdorff intensiv mit dem Thema Drogen. Um am eigenen Leib zu erfahren, wie Cannabis wirkt, zieht er in einem Selbstversuch für fünf Tage in einen niederländischen Coffee-Shop und konsumiert Cannabis in verschiedenen Darreichungsformen. Nach den dort gemachten Erfahrungen und nach vielen Gesprächen mit Suchtexperten und Betroffenen im Laufe seiner Recherchen sprach sich von Wilmsdorff in der TV-Sendung gegen eine Stigmatisierung und Kriminalisierung von Cannabis-Konsumenten aus. Bei Jugendlichen sei der einzig vernünftige Ansatz, eine vernünftige Cannabis-Aufklärung zu entwickeln, "die den Jugendlichen ernst nimmt und wieder dazu bringt, dass er mit seinen Eltern spricht, weil es nicht so stigmatisiert ist und wir nicht sagen, Cannabis ist verboten und illegal."

Ob eine Legalisierung von Cannabis hierzulande Chancen auf Erfolg hat, ist allerdings mehr als fraglich. Im "Jenke-Experiment": Drogen" lässt der RTL-Reporter dazu auch die neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, zu Wort kommen. Und deren Position ist eindeutig: "Alkohol ist zwar ein legales Suchtmittel, hier versuche ich als Drogen- und Suchtbeauftragte auch massiv auf die Bremse zu treten. Auf der anderen Seite kann ich da nicht bei Cannabis und anderen illegalen Drogen massiv aufs Gaspedal treten. Die Auswirkungen können so massiv gesundheitsgefährdend sein, dass alles andere mit mir nicht zu machen ist und auch nicht mit der Bundesregierung." Sendehinweise: "Das Jenke-Experiment: Drogen", Montag, 17.3., 21.15 Uhr bei RTL; Wiederholung am 18.3. um 21.05 bei n-tv; Talk-Spezial "Wie efährlich ist Kiffen wirklich?" am 18.3., um 22.10 Uhr bei n-tv Rückfragen: Matthias Bolhöfer, RTL Kommunikation, Tel.: 0221/4567 4227

OTS: RTL Television GmbH newsroom: http://www.presseportal.de/pm/7847 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_7847.rss2

Pressekontakt: RTL Television GmbH Programmpresse, Serien, Shows Anke Eickmeyer Telefon: 0221 / 4567 4244 Fax: 0221 / 456 4291 anke.eickmeyer@rtl.de

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