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04.12.2019 17:19
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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 04.12.2019 - 17.15 Uhr

Von der Leyen besorgt über mögliche Einschnitte in EU-Haushalt

BRÜSSEL - Angesichts möglicher Einschnitte im mittelfristigen EU-Haushalt ist die neue EU-Kommissionspräsidentin besorgt. Der Kompromissvorschlag der finnischen EU-Ratspräsidentschaft zeige, wie schwierig die Verhandlungen über den Haushaltsrahmen zwischen 2021 und 2027 seien, sagte von der Leyen am Mittwoch in Brüssel. "Ich bin besorgt über die schwerwiegenden Einschnitte, die es in diesem Vorschlag im Vergleich zum Vorschlag der EU-Kommission gibt."

USA: Stimmung im Dienstleistungssektor trübt sich überraschend deutlich ein

TEMPE - Die Stimmung der US-Dienstleister hat sich im November überraschend deutlich eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) sei um 0,8 Punkte auf 53,9 Zähler gefallen, teilte das Institut am Mittwoch in Tempe mit. Analysten hatten mit einem Rückgang auf 54,5 Punkte gerechnet.

ROUNDUP/Trump: USA behalten sich weiter Sanktionen wegen Nordstream 2 vor

WATFORD - Im Streit um die deutsch-russische Gaspipeline Nordstream 2 behalten sich die USA laut Präsident Donald Trump weiter Sanktionen vor. "Wir haben das noch nicht wirklich entschieden", sagte Trump am Mittwoch im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Watford bei London. Die beiden nahmen dort am Nato-Gipfel teil. Trump sagte, Nordstream 2 sei ein Problem. "Aber es ist ein Problem, das Deutschland lösen muss", sagte Trump.

Finanzminister Scholz meidet öffentlichen Auftritt in Brüssel

BRÜSSEL - Nach seiner Niederlage beim Mitgliederentscheid um den SPD-Vorsitz hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) einen öffentlichen Auftritt in Brüssel gemieden. Beim Treffen der Euro-Finanzminister am Mittwoch fand seine sonst übliche öffentliche Stellungnahme vor Journalisten nicht statt. Eine offizielle Begründung gab es nicht, aus Regierungskreisen hieß es, er sei wegen eines früheren Termins früher angekommen.

ROUNDUP 2/Nato-Streit vertagt: Merkel spricht von Einigkeit bei Jubiläumsgipfel

WATFORD - Nach heftigem internen Streit versucht die Nato, ihre Risse zu kitten und nach vorn zu blicken. Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump zogen am Mittwoch eine demonstrativ positive Bilanz des Londoner Gipfels zum 70. Geburtstag der Allianz. Doch ist der Konflikt wohl nur vertagt: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron beharrt auf seiner Einschätzung zum "Hirntod" der Nato und verlangt eine Strategiedebatte. Auf deutsche Initiative hin wird nun immerhin ein "Reflexionsprozess" angestoßen.

Schäuble zur großen Koalition: 'Kann auf Dauer nur schiefgehen'

HAMBURG - Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat sich skeptisch gegenüber einer andauernden großen Koalition geäußert. "Eine immerwährende große Koalition kann auf Dauer nur schiefgehen", sagte der CDU-Politiker der Wochenzeitung "Die Zeit" (Mittwoch). "Die große Koalition dürfte immer nur eine Notlösung sein. 2005 ging's wohl nicht anders, 2013 ist sie passiert, und 2017 war sie auch eher aus der Not geboren."

USA: Privatwirtschaft schafft deutlich weniger Stellen als erwartet - ADP

WASHINGTON - Die Privatwirtschaft der USA hat im November deutlich weniger Stellen geschaffen als erwartet. Es kamen 67 000 Arbeitsplätze hinzu, wie der Arbeitsmarktdienstleister ADP am Mittwoch in Washington mitteilte. Analysten hatten im Mittel mit 135 000 neuen Stellen gerechnet. Außerdem wurde der Stellenaufbau im Vormonat von 125 000 auf nur noch 121 000 nach unten revidiert.

Britische Dienstleister wieder pessimistischer

LONDON - Die Stimmung britischer Dienstleister hat sich im November wieder eingetrübt, wenn auch nicht so stark wie zunächst befürchtet. Der vom Forschungsunternehmen Markit erhobene Einkaufsmanagerindex fiel zum Vormonat um 0,7 Punkte auf 49,3 Zähler, wie Markit nach einer zweiten Schätzung am Mittwoch in London mitteilte. In einer ersten Runde war noch ein Wert von 48,6 Zähler ermittelt worden.

Eurozone: Unternehmensstimmung deutet leichtes Wachstum an

LONDON - Die Unternehmensstimmung in der Eurozone deutet nach wie vor auf ein leichtes gesamtwirtschaftliches Wachstum hin. Der von dem Forschungsunternehmen Markit erhobene Einkaufsmanagerindex betrug im November wie im Vormonat 50,6 Punkte, wie Markit nach einer zweiten Erhebungsrunde am Mittwoch in London mitteilte. Eine Erstschätzung hatte noch einen etwas niedrigeren Wert von 50,3 Punkten ergeben. Oberhalb von 50 Punkten deutete der Indikator Wirtschaftswachstum an.

Stimmung chinesischer Dienstleister hellt sich weiter auf

PEKING - In China gibt es weitere Hinweise auf einen wieder stärkeren Aufschwung in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Im November hat sich die Stimmung von Einkaufsmanagern im Bereich Dienstleistungen überraschend stark verbessert. Der vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" ermittelte Stimmungsindikator stieg von 51,1 Punkten im Vormonat auf 53,5 Zähler. Der Indexwert, der die Stimmung in eher kleineren und mittleren Unternehmen aus dem Bereich Dienstleistungen abbildet, erreichte den höchsten Stand seit vergangenen April.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jsl

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