10.08.2022 17:04

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 10.08.2022 - 17.00 Uhr

Folgen
Werbung

ROUNDUP: Inflation in den USA schwächt sich überraschend deutlich ab

WASHINGTON - In den USA hat die Dynamik des Preisanstiegs im Juli stärker als erwartet nachgelassen. Die Inflation schwächte sich auf 8,5 Prozent ab, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Im Juni hatte die Teuerung in der größten Volkswirtschaft der Welt noch bei 9,1 Prozent gelegen und damit auf dem höchsten Stand seit über 40 Jahren.

GESAMT-ROUNDUP: Deutsche Teuerung geht erneut leicht zurück - Inflation über 7 %

WIESBADEN - Die Inflation in Deutschland hält sich trotz Entlastungen durch 9-Euro-Ticket und Tankrabatt hartnäckig über der Marke von sieben Prozent. Höhere Teuerungsraten schmälern die Kaufkraft von Verbraucherinnen und Verbrauchern, weil sich diese für einen Euro weniger leisten können. Die Menschen müssen einer Analyse zufolge rechnerisch inzwischen länger arbeiten als noch vor zwei Jahren, um bestimmte Produkte kaufen zu können. Hoffnung auf eine anhaltenden Rückgang der Inflation können sich die Verbraucher Ökonomen zufolge vorerst nicht machen - im Gegenteil.

US-Verteidigungsminister bekräftigt Beistand für Ukraine

RIGA - US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hat der von Russland angegriffenen Ukraine bei einem Besuch in Lettland die anhaltende Unterstützung der Vereinigten Staaten zugesichert. "Wir sind entschlossen, der Ukraine zu helfen, der Ukraine die Ausrüstung und Fähigkeiten bereitzustellen, die es ihr ermöglichen, ihr Hoheitsgebiet zu verteidigen", sagte der Pentagon-Chef am Dienstag in Riga nach einem Treffen mit dem lettischen Verteidigungsminister Artis Pabriks. Dies werde so lange wie nötig erfolgen. Austin betonte zugleich, dass nicht nur die USA, sondern auch viele andere Nato-Verbündete und Länder Waffen an Kiew lieferten.

Grünen-Chef zurückhaltend zu Steuerplänen Lindners

BERLIN - Grünen-Chef Omid Nouripour hat sich zurückhaltend zu Steuerplänen von Finanzminister Christian Lindner (FDP) geäußert. Nouripour sagte am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur: "Für Herbst und Winter braucht es ein Maßnahmenpaket, das insbesondere Menschen mit wenig Geld, mit kleinen und mittleren Einkommen entlastet - gerade wenn der Staat nicht unbegrenzt entlasten kann. Selbstverständlich kann der Finanzminister Vorschläge machen. Wir werden am Ende in der Koalition gemeinsam darüber beraten, welche Maßnahmen sinnvolle und gezielte Entlastungen sind."

ROUNDUP: Kabinett benennt neue 'Wirtschaftsweise' - Gremium wieder komplett

BERLIN - Das Bundeskabinett hat neue "Wirtschaftsweise" benannt - damit ist das Beratergremium nun nach längerer Zeit wieder komplett. Neu im fünfköpfigen Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sind der Ökonom Martin Werding und die Finanzmarktexpertin Ulrike Malmendier, wie das Wirtschaftsministerium am Mittwoch mitteilte.

ROUNDUP 2: Lindner verspricht Steuerentlastung für 48 Millionen Bürger

BERLIN - Finanzminister Christian Lindner will 48 Millionen Bürger bei der Steuer entlasten. Insgesamt sollen sie im kommenden Jahr mehr als zehn Milliarden Euro sparen, wie der FDP-Politiker am Mittwoch in Berlin sagte: "Rentnerinnen und Rentner, sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, Selbstständige: In der ganzen Breite der Gesellschaft sind Menschen davon betroffen."

ROUNDUP: Kompromiss bei Transit von russischem Öl über Ukraine

BRATISLAVA - Der seit einigen Tagen unterbrochene Transit von russischem Öl über den Südstrang der Pipeline Druschba (Freundschaft) nach Ungarn, Tschechien und in die Slowakei könnte bald wieder aufgenommen werden. Der Sprecher der slowakischen Raffinerie Slovnaft, Anton Molnar, sagte am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur, sowohl die Ukraine als auch Russland hätten einem Kompromissvorschlag zugestimmt. Demnach würden der ungarische Mineralölkonzern MOL und die Slowakei-Tochter Slovnaft vorerst die Transitgebühren an die Ukraine bezahlen. Slovnaft habe eine erste Zahlung bereits überwiesen, erklärte Molnar.

ROUNDUP/IW: Mehr Produkte für Stunde Arbeit - Zuletzt Verluste durch Inflation

KÖLN/BERLIN - Die Menschen in Deutschland müssen vielfach weniger lang arbeiten als vor 30 Jahren, um dieselben Produkte und Dienstleistungen bezahlen zu können. Das ergaben Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Für eine Stunde Arbeit konnten sich die Menschen im Juni 2022 im Durchschnitt demnach einen Kinobesuch, 500 Gramm Bohnenkaffee, eine Briefmarke für einen Standardbrief, ein Kilogramm Mischbrot und eine Flasche Bier leisten. 1991 mussten die Menschen dafür noch sieben Minuten länger arbeiten.

Chinas Inflation steigt auf höchsten Stand seit zwei Jahren

PEKING - In China hat sich der Anstieg der Verbraucherpreise etwas beschleunigt. Im Juli habe die Inflationsrate bei 2,7 Prozent gelegen, wie das Statistikamt am Mittwoch in Peking mitteilte. Damit erreichte die Rate den höchsten Wert seit dem Juli 2020. Im Juni waren die Verbraucherpreise in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt nur um 2,5 Prozent im Jahresvergleich gestiegen. Analysten hatten im Schnitt mit einer etwas höheren Teuerungsrate gerechnet und waren für Juli von 2,9 Prozent ausgegangen.

Griechenland wird finanzpolitisch wieder Selbstbestimmung erlangen

ATHEN - Griechenland soll vom 20. August an erstmals seit der Schuldenkrise nicht mehr verstärkt von der EU-Kommission überwacht werden. Dies teilte am Mittwoch der griechische Finanzminister Christos Staikouras in Athen mit. Die Entlassung aus dem Kuratel sei neben den Finanzministern der Euroländer nun auch vom zuständigen Finanzkommissar Paolo Gentiloni genehmigt worden, teilte der griechische Finanzminister weiter mit.

ROUNDUP 2: China verkündet Abschluss von Militärübungen rund um Taiwan

PEKING - In der seit Jahrzehnten schwersten Krise um Taiwan hat China seine Militärübungen rund um Taiwan nach rund einer Woche vorerst für abgeschlossen erklärt. Man habe "verschiedene Aufgaben erfolgreich erledigt", teilte das östliche Kommando der Volksbefreiungsarmee am Mittwoch mit. Durch gemeinsame Militäroperationen der Streitkräfte im See- und Luftraum rund um die Insel Taiwan sei die Kampffähigkeit der Armee "effektiv getestet" worden.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jsl

Werbung
Werbung
Werbung
Neue Funktionen als Erstes nutzen
Sie nutzen finanzen.net regelmäßig? Dann nutzen Sie jetzt neue Funktionen als Erstes!
Hier informieren!
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

Zahlreiche Schwankungen: DAX schließt etwas tiefer -- ifo-Index sinkt stärker als befürchtet -- Monopolkommission äußert Bedenken wegen Uniper-Verstaatlichung -- Vonovia, Varta, VW im Fokus

IPO: Porsche Sportwagen-Aktien dürften bei Börsengang offenbar oberes Ende der Spanne erreichen. Deutscher Marktplatz verzeichnete in Corona-Krise ein schnelles Wachstum. VERBIO-Aktie: Gewinnrückgang für 2022/23 erwartet. Nord Stream 2: Gaspipeline verzeichnet Druckabfall - Mögliches Leck. Lagarde: Zinserhöhungen für die nächsten Ratssitzungen erwartet.

Umfrage

Sollte Deutschland Kampfpanzer und weitere schwere Waffen an die Ukraine zu liefern

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln