16.05.2018 17:09
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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 16.05.2018

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ROUNDUP: Italienische Regierungsbildung sorgt für Finanzmarktturbulenzen

MAILAND/ROM - Die sich abzeichnende Bildung einer populistischen Regierung in Italien hat am Mittwoch für Turbulenzen an den Finanzmärkten gesorgt. Vor allem ein sehr euroskeptischer Entwurf des Koalitionsvertrages zwischen den Fünf Sterne und der Lega brachte italienische Anleihen und Aktien unter Druck. Der Eurokurs sank auf den tiefsten Stand seit Dezember 2017.

ROUNDUP 2: In EU-Kritik vereint: Sterne und Lega wettern gegen Brüssel

ROM - Die neue Regierung in Italien ist noch nicht ernannt, da gehen ihre Protagonisten schon auf Konfrontationskurs zu Brüssel. "Sorge in Europa, Sorge in Washington, Sorge in Berlin, Sorge in Paris: Wenn die Machtzentralen, die entschieden haben, dass unsere Kinder in Unsicherheit und Angst leben, und (...) die unsere Zukunft massakriert haben, besorgt sind, dann bedeutet das, dass wir etwas richtig machen", sagte der Chef der rechtspopulistischen Lega, Matteo Salvini, am Mittwoch.

ROUNDUP: EU meldet mögliche Vergeltungszölle gegen USA bei WTO an

BRÜSSEL - Im Handelstreit mit den USA treibt die EU die Vorbereitungen für mögliche Vergeltungszölle weiter voran. Die zuständige EU-Kommission beschloss am Mittwoch, die Welthandelsorganisation (WTO) über ihre Planungen zu informieren. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass Vergeltungszölle auf US-Produkte wie Whiskey, Motorräder und Jeans wirklich verhängt werden können. Die sogenannte Notifizierung solle am Freitag erfolgen, hieß es in Brüssel aus Kommissionskreisen.

ROUNDUP: CSU fordert Senkung des Arbeitslosenbeitrags um 0,5 Punkte

BERLIN - CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt dringt auf eine Senkung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung um 0,5 Prozentpunkte. SPD-Arbeitsminister Hubertus Heil warnte vor einer Plünderung der Kasse der Arbeitslosenversicherung durch eine zu starke Senkung. Union und SPD hatten sich in ihrem Koalitionsvertrag auf eine Senkung um 0,3 Punkte auf 2,7 Prozent des Bruttolohns verständigt.

USA: Industrieproduktion steigt dritten Monat in Folge

WASHINGTON - In den USA hat die Industrieproduktion im April weiter zugelegt. Sie sei im Vergleich zum Vormonat um 0,7 Prozent gestiegen, teilte die US-Notenbank Fed am Mittwoch in Washington mit. Dies ist der dritte Anstieg in Folge, nachdem die Produktion im März um revidiert ebenfalls 0,7 Prozent (zuvor 0,5 Prozent) und im Februar um 1,0 Prozent im Monatsvergleich gestiegen war.

USA: Baubeginne fallen stärker als erwartet

WASHINGTON - Die US-Bauwirtschaft hat im April einen Dämpfer bekommen. Sowohl die Zahl der neu begonnenen Bauten als auch die Genehmigungen für Neubauten gingen zurück, wie aus Zahlen des Handelsministeriums vom Mittwoch hervorgeht.

Gericht: Belgien darf katalanische Politiker nicht ausliefern

BRÜSSEL - Die von Spanien beantragten Europäischen Haftbefehle gegen drei katalanische Ex-Minister in Belgien sind nach Ansicht eines Brüsseler Gerichts nicht vollstreckbar. Es gebe keine entsprechenden nationalen Haftbefehle, befand das zuständige Gericht am Mittwoch in Brüssel. Gegen die Entscheidung kann noch Berufung eingelegt werden.

ROUNDUP: Türkische Zentralbank stemmt sich gegen Lira-Verfall

ANKARA - Die türkische Zentralbank stemmt sich gegen den anhaltenden Wertverfall ihrer Landeswährung Lira. Man beobachte die "ungesunde Preisbildung" an den Märkten genau, teilte die Notenbank am Mittwoch in Ankara mit. "Notwendige Schritte werden unternommen, auch unter Berücksichtigung der Auswirkungen dieser Entwicklungen auf die Inflationsaussichten."

ROUNDUP: Japans Wirtschaft schrumpft erstmals seit zwei Jahren

TOKIO - In Japan ist die längste Aufschwungphase seit Jahrzehnten zu Ende gegangen. In den ersten drei Monaten des Jahres ist die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt erstmals seit zwei Jahren wieder geschrumpft. Im ersten Quartal sei die Wirtschaftsleistung (BIP) im Quartalsvergleich um 0,2 Prozent geschrumpft, wie die Regierung am Mittwoch in Tokio mitteilte. Experten gehen davon aus, dass der Dämpfer zum Jahresauftakt nur eine Ausnahme war und Japans Wirtschaft in den kommenden Monaten wieder wachsen dürfte.

Italien: Inflationsrate geht deutlich zurück

ROM - In Italien hat sich die Inflation im April merklich abgeschwächt. Die Verbraucherpreise, gemessen am europäischen Verbraucherpreisindex HVPI, sind im April im Vergleich zum Vorjahr nur noch um 0,6 Prozent gestiegen, wie das Statistikamt Istat am Mittwoch in Rom laut einer zweiten Schätzung mitteilte. Im Vormonat hatte die Inflationsrate noch bei 0,9 Prozent gelegen. Mit den Zahlen wurde eine erste Schätzung bestätigt.

FPÖ in Österreich stimmt nun doch dem Freihandelsabkommen Ceta zu

WIEN - Die FPÖ in Österreich hat ihren einst vehementen Widerstand gegen das Freihandelsabkommen Ceta aufgegeben. Die FPÖ stimmte im Ministerrat als Koalitionspartner der konservativen ÖVP dem Abkommen zwischen der EU und Kanada am Mittwoh zu. Wesentliche Bedenken zum Beispiel bei den Umwelt- und Sozialstandards seien inzwischen ausgeräumt, meinte FPÖ-Vize Norbert Hofer. Außerdem habe die ÖVP ein "Ja" zu Ceta zur Koalitionsbedingung gemacht gehabt.

Eurozone: Inflation sinkt - Kernrate auf tiefstem Stand seit März 2017

LUXEMBURG - Die Inflation im Euroraum hat sich trotz einer ultralockeren Geldpolitik im April abgeschwächt. Die Verbraucherpreise legten nur noch um 1,2 Prozent zum entsprechenden Vorjahresmonat zu, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg laut einer zweiten Schätzung mitteilte. Im März hatte die Jahresinflationsrate noch bei 1,3 Prozent gelegen. Mit den Zahlen wurde eine erste Schätzung wie von Volkswirten erwartet bestätigt.

ROUNDUP/Deutschland: Inflation verharrt im April bei 1,6 Prozent

WIESBADEN - Die Inflation in Deutschland hat im April trotz gestiegener Energie- und Nahrungsmittelpreise eine Pause eingelegt. Die Jahresteuerungsrate lag wie schon im März bei 1,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit vorläufige Angaben. Im Februar hatte die Inflation bei 1,4 Prozent gelegen. Von März auf April des laufenden Jahres blieben die Verbraucherpreise den Angaben zufolge unverändert.

Arbeitskosten in Deutschland über dem EU-Schnitt

WIESBADEN - Der Faktor Arbeit ist in der deutschen Privatwirtschaft teurer als im europäischen Durchschnitt. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, kostete eine Arbeitsstunde im vergangenen Jahr durchschnittlich 34,50 Euro. Das waren 31 Prozent mehr als der EU-Schnitt von 26,30 Euro. Deutschland lag innerhalb der Europäischen Union (EU) auf Rang sechs. Dänemark hatte mit 43,60 Euro die höchsten Arbeitskosten je Stunde, Bulgarien mit 4,90 Euro die niedrigsten.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jsl

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