Drägerwerk: Ruhe nach dem Sturm
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Nach dem Sturm auf das neue Jahreshoch bei knapp 100 Euro steht die Vorzugsaktie von Drägerwerk aktuell auf der Verliererseite. Bewertungsseitig sieht es besser aus.
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Drägerwerk, Spezialist für Medizin- und Sicherheitstechnik, ist stark in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Im ersten Quartal kletterte der Umsatz auf Basis vorläufiger Zahlen um 3,5 Prozent auf 756 Mio. Euro, wobei die Steigerung währungsbereinigt 6,9 Prozent betrug. Das EBIT verbesserte sich sogar auf rund 18 Mio. Euro. (Q1 2025: 0,4 Mio. Euro). Im Vorjahresquartal belastete unter anderem noch eine tarifliche Einmalzahlung das Quartalsergebnis.
Devise: Vorsicht
Mit den vorläufigen Zahlen übertrifft das Unternehmen die Ergebniskennziffern aus dem Startquartal 2025 spürbar. Das gilt auch für die EBIT-Marge, die auf rund 2,4 Prozent (Q1 2025: 0,1 Prozent) kletterte. Wenngleich die Richtung stimmt, bleiben die Ziele für das Gesamtjahr 2026 zunächst unangetastet: Demnach soll der Umsatz um 1,0 bis 5,0 Prozent (währungsbereinigt: 2,0 bis 6,0 Prozent) wachsen und die EBIT-Marge 5,0 bis 7,5 Prozent betragen.
Unsicherheit hoch
Das macht Sinn, denn Q1 hat zwar das Vorjahr klar getoppt, stellt für den weiteren Jahresverlauf jedoch nur einen ersten Indikator dar. Hinzu kommen die geopolitischen Unsicherheiten: Die Lage am Golf scheint sich zwar zu entspannen, die ausgehandelte Feuerpause steht jedoch auf wackligen Beinen. Dementsprechend bleibt die Zielrange beim Umsatz – nachvollziehbar – weit gefasst.
Fazit
Die Bäume wachsen auch bei Drägerwerk nicht in den Himmel. Der Auftragseingang stieg währungsbereinigt zwar um 3,4 Prozent, nominal waren es jedoch nur 0,5 Prozent. Gelingt es jedoch, die Geschäftsziele in der Mitte oder am oberen Ende des Prognosekorridors zu erreichen, dürfte der Gewinn/Aktie die Marke von 8 Euro (GJ 2025: 7,48 Euro) leicht erreichen. Auf Basis eines Aktienkurses von 97 Euro errechnet sich ein KGV von 12. Das lässt noch Luft nach oben. Gelingt es, im Rahmen einer gesunden Konsolidierung, die Marke von rund 94 Euro im Chart zu halten, ist bei stabilen Aktienmärkten ein neues Jahreshoch drin.
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Erstellung am 20.04.26 um 17:45 Uhr.
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