Lufthansa-Aktie dreht ins Plus: Kühne Holding könnte Beteiligung weiter aufstocken

Die Kühne Holding des Logistik-Milliardärs Klaus-Michael Kühne schließt eine weitere Erhöhung ihres Anteil an Lufthansa nicht aus.
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Die Firma mit Sitz in Schindellegi ist mit 20 Prozent größter Einzelaktionär des Flugkonzerns.
"Wir beobachten die Marktentwicklungen und die operative Entwicklung der Lufthansa weiterhin aufmerksam und schließen den Erwerb weiterer Aktien innerhalb der nächsten zwölf Monate nicht aus", sagte Kühne-Verwaltungsratspräsident Karl Gernandt der "Neuen Zürcher Zeitung" laut einem am Sonntag online veröffentlichten Artikel. Die Lufthansa-Beteiligung diene der "Umsetzung der strategischen Ziele der Kühne Holding AG."
Der Kühne-Präsident, der auch einen Sitz im Lufthansa-Aufsichtsrat hat, signalisierte gegenüber der Zeitung auch Unterstützung für ein im vergangenen Jahr gestartetes Sanierungsprogramm der Kernmarke Lufthansa Airlines. Lufthansa hatte Anfang Woche in einer Stimmrechtsmitteilung bekanntgegeben, dass Kühne seinen Anteil am deutschen Lufthansa-Konzern von 15 auf 20 Prozent erhöht hatte.
So reagiert die Lufthansa-Aktie
Aktien von Lufthansa sind am Montag im XETRA-Handelsverlauf mit dem Gesamtmarkt ins Plus gedreht. Im Nahost-Krieg zeichnet sich eine vage Annäherung zwischen den USA und dem Iran ab. Obendrein wurde in einem Medienbericht der mögliche Ausbau der Beteiligung durch den Logistik-Milliardär Klaus-Michael Kühne thematisiert. Die Lufthansa-Papiere zogen am Nachmittag um 1,59 Prozent auf 7,81 Euro an. Der gesamteuropäische Sektorindex Stoxx Europe 600 Travel & Leisure stand nach schwachem Wochenstart mittlerweile ebenfalls deutlich im Plus.
Gestützt wurde das Branchenumfeld von Berichten über neue Verhandlungsvorschläge im Iran-Krieg. Iranischen Medien zufolge sollen die USA dazu bereit sein, Ölsanktionen gegen das Land vorübergehend zu lockern. Die Ölpreise gaben daraufhin nach, blieben aber auf hohem Niveau. Das bereitet gerade Fluggesellschaften wegen der verteuerten Treibstoffe große Sorgen. Die Unsicherheiten führten am Montag auch dazu, dass sich der irische Billigflieger Ryanair keine Gewinnprognose für das laufende Jahr zutraut.
Experten von JPMorgan und Bernstein Research gehen davon aus, dass nach den Nachrichten bei Ryanair mit sinkenden Analystenerwartungen zu rechnen ist. Die Titel des Billigfliegers schnellten in Dublin nach schwachem Start mit dem tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr zuletzt dennoch um mehr als sechs Prozent nach oben. An der Londoner Börse gewannen easyJet 1,3 Prozent, Wizz Air gaben dagegen um 0,7 Prozent nach.
Was die Anteile der Kühne Holding an der Lufthansa betrifft, wurde auf ein Gespräch von Verwaltungsratspräsident Karl Gernandt der "Neuen Zürcher Zeitung" verwiesen. Dieser schließt den Erwerb weiterer Aktien innerhalb der nächsten zwölf Monate nicht aus. Ein Händler sah darin aber keine Überraschung. Die aktuell 20 Prozent große Beteiligung diene der Umsetzung strategischer Ziele, hieß es. Die Holding ist bereits größter Einzelaktionär der Lufthansa.
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