07.03.2014 10:10

Energieversorger EnBW stöhnt auch unter Branchenkrise

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Die Branchenkrise setzt dem Energieversorger EnBW Energie Baden-Württemberg weiter zu.
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Vor allem wegen der zunehmenden Konkurrenz durch Strom aus Wind und Sonne schrumpfte das um Sonder- und Bewertungseffekte bereinigte operative Ergebnis (adjusted EBITDA) im Gesamtjahr 2013 um 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf rund 2,22 Milliarden Euro. Die Entwicklung blieb damit im Rahmen der konzerneigenen Prognose. EnBW hatte nämlich für 2013 schon früher vorausgesagt, operativ zwischen 5 und 10 Prozent weniger als im Vorjahr zu verdienen.

   Für das laufende Jahr rechnet der Konzern mit einem Wert auf dem gleichen Niveau oder bis zu fünf Prozent darunter. Die Aktionäre sollen für 2013 eine Dividende von 0,69 Euro je Aktie erhalten, nach 0,85 Euro im Jahr zuvor.

   Unter dem Strich blieb zwischen Januar und Dezember nur noch ein auf die Aktionäre der EnBW AG entfallender bereinigter Konzernüberschuss von 463 Millionen Euro übrig, nach 652 Millionen Euro im Vorjahr. Gleichwohl erhöhte sich der Umsatz von 19,32 im Vorjahreszeitraum auf 20,54 Milliarden Euro.

   Im Stromgeschäft allerdings musste EnBW einen immer größeren Anteil der Erlöse dem Staat überweisen: In der Sparte Erzeugung und Handel belastete etwa das Ende der freien Zuteilung von CO2-Zertifikaten. Deshalb und wegen schrumpfender Großhandelsstrompreise erwirtschaftete der Versorger in dem Konzernteil, der den größten Teil zum operativen EnBW-Ergebnis beiträgt, im Gesamtjahr nur noch 835 Millionen Euro und damit 26 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Anteil des Segments am operativen EBITDA des Konzerns ging von 48,1 Prozent im Vorjahr auf 37,7 Prozent im Jahr 2013 zurück. Auch die Ergebnisse der Sparte Erneuerbare Energien und des Vertriebs schrumpften deutlich.

   Bei den Netzen verbesserte der Konzern das operative Ergebnis um 24,4 Prozent auf 962 Millionen Euro. Die positive Ergebnisentwicklung ist laut EnBW vor allem auf den Entfall von Netzentgeltrückgaben im Vorjahr zurückzuführen. Daneben wirkten sich witterungsbedingt höhere Durchleitungsmengen im Gasbereich und damit gestiegene Erlöse aus der Netznutzung sowie geringere Gemeinkosten positiv auf das Ergebnis aus.

   EnBW leidet besonders deutlich unter der Energiewende, weil der Konzern in der Vergangenheit stärker als die deutschen Konkurrenten auf Atomkraft gesetzt hat. Zudem sich auch Gas- und Kohlekraftwerke auf absehbare Zeit keine Gewinnbringer: Konventionell erzeugter Strom lässt sich wegen des Vorrangs für Elektrizität aus Erneuerbaren Energien immer seltener und nur zu schrumpfenden Preisen am Markt absetzen. Die traditionellen Geschäftsmodelle der großen Versorger "tragen nicht mehr", hatte EnBW-Chef Frank Mastiaux im Sommer 2013 gesagt.

   Der Vorstandschef kündigte vor dem Hintergrund an, den Konzern "komplett umzubauen". Bis zum Jahr 2020 will er EnBW vom Opfer zum Profiteur der Energiewende machen und dazu rund 7 Milliarden Euro investieren. Im angestammten Geschäft betreibt EnBW Schadensbegrenzung. Der Versorger kündigte Anfang Juli an, vier konventionelle Kraftwerksblöcke mit einer Gesamtleistung von 668 Megawatt außer Betrieb nehmen zu wollen. Ähnlich reagieren Konkurrenten: Auch E.ON und RWE wollen Kraftwerke stilllegen.

DJG/cbr/sha

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08.12.2010EnBW holdSociété Générale Group S.A. (SG)
14.09.2010EnBW Energie Baden-Württemberg holdSociété Générale Group S.A. (SG)
01.07.2010EnBW "hold"Société Générale Group S.A. (SG)
21.04.2010EnBW "hold"Société Générale Group S.A. (SG)
17.09.2009EnBW buySociété Générale Group S.A. (SG)
17.09.2009EnBW buySociété Générale Group S.A. (SG)
08.12.2010EnBW holdSociété Générale Group S.A. (SG)
14.09.2010EnBW Energie Baden-Württemberg holdSociété Générale Group S.A. (SG)
01.07.2010EnBW "hold"Société Générale Group S.A. (SG)
21.04.2010EnBW "hold"Société Générale Group S.A. (SG)
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