25.10.2021 09:37

Ministerium - Sudan mit Militärputsch konfrontiert

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Khartum (Reuters) - Im Sudan hat es offenbar einen Militärputsch gegeben.

Soldaten nahmen am Montag Medienberichten und Insidern zufolge die meisten Kabinettsmitglieder sowie zahlreiche führende Parteipolitiker fest, die die Regierung unterstützen. Ministerpräsident Abdalla Hamdok sei unter Hausarrest gestellt worden, meldete der Sender Al-Hadath unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Quellen. Ein Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters sah, wie Militärkräfte und paramilitärische Einheiten auf den Straßen Khartums Stellung bezogen. Demonstranten stecken an verschiedenen Stellen der Hauptstadt Reifen in Brand. Der Flughafen wurde laut einem Bericht des TV-Senders Al-Arabiya geschlossen und internationale Flüge wurden ausgesetzt.

Das Informationsministerium erklärte, der Sudan sehe sich mit einem umfassenden Militärputsch konfrontiert. "Gebündelte militärische Streitkräfte" hätten zivile Mitglieder des Souveränen Rats und Regierungsmitglieder festgenommen und an einen unbekannten Ort gebracht. Das Ministerium forderte die sofortige Freilassung und rief die Bevölkerung dazu auf, sich den Bemühungen des Militärs, den demokratischen Übergang zu blockieren, zu widersetzen.

Das Militär äußerte sich zunächst nicht. Der Außenbeauftragte der Europäischen Union, Josep Borrell, erklärte, er verfolge die Geschehnisse mit "größter Besorgnis". Der US-Sondergesandte Jeffrey Feltman teilte mit, sein Land sei alarmiert durch Berichte über eine Machtübernahme des Militärs.

Nach dem Sturz von Präsident Omar al-Baschir im April 2019 hat das nordafrikanische Land einen demokratischen Übergangsprozess begonnen. Geleitet werden soll diese Phase vom Souveränen Rat, dem sowohl Militärangehörige als auch Zivilisten angehören. Allerdings schwelen tiefgreifende Konflikte in dem Land weiter. Zudem gibt es den Behörden zufolge immer wieder Versuche von Baschirs Anhängern, die Regierung zu schwächen oder zu stürzen. Im September war ein Putschversuch gescheitert. Im März vergangenen Jahres war Hamdok nach staatlichen Angaben einen Attentatsversuch überlebt.

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