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04.10.2021 15:10

Vonovia sichert sich Mehrheit an Deutscher Wohnen - Aktien uneins

Erste Frist endet heute: Vonovia sichert sich Mehrheit an Deutscher Wohnen - Aktien uneins | Nachricht | finanzen.net
Erste Frist endet heute
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Die größte Übernahme am deutschen Immobilienmarkt ist in trockenen Tüchern: Gut eine Woche vor dem Ende der ersten Annahmefrist des Übernahmeangebots für die Deutsche Wohnen hat sich Vonovia eine Mehrheit an dem Berliner Wettbewerber gesichert.
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Die Gesamtzahl der Deutsche-Wohnen-Aktien, die dem Bochumer Branchenprimus angedient wurden, die er besitzt oder auf die er Zugriff hat, habe am Freitagabend rund 50,49 Prozent der Stimmrechte betragen, teilte Vonovia am Montag mit. Damit ist auch eine Kapitalerhöhung bei der Deutschen Wohnen vom Tisch, die Vonovia notfalls gebraucht hätte, um die Mehrheit zu untermauern. Die erste Frist der Übernahme-Offerte endet am 4. Oktober um Mitternacht. Vonovia bietet 53 Euro je Deutsche-Wohnen-Aktie.

Vonovia hatte die Mindestannahmeschwelle seiner rund 19 Milliarden Euro schweren Kaufofferte für den kleineren Rivalen über Bord geworfen - damit wollte der Konzern einen erneuten Fehlschlag verhindern. "Die Transaktion kann nicht mehr an Bedingungen scheitern", hatte Vonovia-Chef Rolf Buch gesagt. Den beiden im Leitindex DAX gelisteten Immobilienriesen gehören zusammen rund 550.000 Wohnungen im Wert von mehr als 80 Milliarden Euro, der größte Teil davon in Deutschland. Das Immobilienportfolio der Deutsche Wohnen liegt vor allem in Berlin. Der Konzern seht in der Hauptstadt stark in der Kritik, die Berliner sprachen sich am Sonntag in einem Volksentscheid für eine Vergesellschaftung von Wohnungen großer Konzerne aus. Das Votum ist indes rechtlich nicht bindend.[nL8N2QP49V]

Die letzte Übernahmeofferte Vonovias für die Deutsche Wohnen war Ende Juli an der Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent gescheitert, die Bochumer hatten nur 47,6 Prozent der Anteile einsammeln können. Nun hat sich Buch die Mehrheit an dem Berliner Konkurrenten gesichert. Damit läuft auch eine Klage des Londoner Hedgefonds Davidson Kempner ins Leere - dieser hatte beim Landgericht Berlin eine Einstweilige Verfügung gegen eine mögliche Kapitalerhöhung von Deutsche Wohnen und den Verkauf eigener Aktien an Vonovia beantragt. Beide Schritte würden aber nicht benötigt, machte eine Vonovia-Sprecherin deutlich: "Wir ziehen die Option der Kapitalerhöhung und der Treasury Shares nicht."

Vonovia will nach Volksentscheid konstruktive Lösung in Berlin

Der Immobilienriese Vonovia fordert nach dem Votum der Berliner für eine Enteignung von Wohnungsbeständen großer Konzerne konstruktivere Lösungen.

"Vonovia steht bereit, um mit einer neuen Landesregierung und den relevanten gesellschaftlichen Akteuren der Stadt die Herausforderungen auf dem Berliner Wohnungsmarkt kraftvoll anzugehen", erklärte Vonovia-Chef Rolf Buch am Montag. Enteignungen lösten die Probleme auf dem Berliner Wohnungsmarkt nicht. Es seien konstruktivere Lösungen angezeigt, um die Sorgen "vieler Berlinerinnen und Berliner aufgreifen, sich ihre Wohnung in Zukunft nicht mehr leisten zu können", sagte der Vonovia-Chef, dessen Konzern vor der Übernahme des Berliner Konkurrenten Deutsche Wohnen steht.

Vor allem dieses Unternehmen steht in Berlin wegen Sanierungen und hoher Mieten in der Kritik. Die Konzerne versuchen dagegen, Bedenken zu entkräften. Vonovia und Deutsche Wohnen hatten im Zuge ihrer Fusionspläne bereits 14.750 Wohnungen an kommunale Wohnungsunternehmen verkauft. Im nächsten Schritt wollen sie ihre Mieten in Berlin freiwillig für die nächsten fünf Jahre begrenzen. Darüber hinaus sind sie bereit, rund 13.000 neue Wohnungen in Berlin zu bauen. Buch sprach sich für ein "neues Bündnis für das Wohnen" aus.

Die von der Gruppe "Deutsche Wohnen & Co enteignen" angeschobene Initiative in Berlin fordert die Enteignung von Wohnungskonzernen mit mehr als 3000 Wohnungen in Berlin. Dabei sollen mehr als 240.000 Wohnungen gemäß der Vorlage der Initiative in den Besitz einer Anstalt des öffentlichen Rechts überführt werden. Das Referendum ist aber rechtlich nicht bindend. Die SPD-Spitzenkandidatin für die Abgeordnetenhaus-Wahl in Berlin, Franziska Giffey, sprach sich am Morgen gegen eine Vergesellschaftung aus.

Für Aktien von Vonovia geht es im XETRA-Handel am Montag zeitweise 0,99 Prozent nach unten auf 52,26 Euro. Papiere von Deutsche Wohnen zeigen sich daneben unbewegt bei 52,98 Euro.

Düsseldorf (Reuters)

Bildquellen: Vonovia SE

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17.12.2018Vonovia SE (ex Deutsche Annington) UnderperformCredit Suisse Group
14.06.2018Vonovia SE (ex Deutsche Annington) UnderperformCredit Suisse Group
23.01.2018Vonovia SE (ex Deutsche Annington) UnderperformCredit Suisse Group
08.06.2017Vonovia SE (ex Deutsche Annington) SellGoldman Sachs Group Inc.
25.05.2017Vonovia SE (ex Deutsche Annington) SellGoldman Sachs Group Inc.

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