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10.09.2018 10:20
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Commerzbank: Das Leben nach dem DAX

Euro am Sonntag: Commerzbank: Das Leben  nach dem DAX | Nachricht | finanzen.net
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Der Rauswurf der Commerzbank aus dem Leitindex ist ein Imageschaden für den Frankfurter Finanzkonzern, aber auch die Chance auf einen Neustart.
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von Sven Parplies, Euro am Sonntag

Am Ende war es nur noch eine Formalität: Die Deutsche Börse hat entschieden, die Commerzbank am 24. September in den MDAX zu degradieren. Eines der Gründungsmitglieder des DAX wird zweitklassig.


Der Abstieg wird Nachteile bringen: Indexfonds, die den DAX abbilden, müssen die Aktie verkaufen. Einige Investoren aus dem Ausland werden das Papier womöglich meiden. Das alles ist zu verkraften, weniger Aufmerksamkeit wird vermutlich sogar ein Vorteil sein für einen Konzern in einer schwierigen Umbruchphase und einer für Eitelkeiten bekannten Branche. Commerzbank-Chef Martin Zielke hat vor allem eine Botschaft: "Für unsere Kunden und unser Geschäft ändert sich nichts."


Die Historie zeigt: Das Leben nach dem DAX ist gar nicht so schlimm. Über die vergangenen zehn Jahre sind zwölf Unternehmen aus dem Leitindex verbannt worden. Immerhin zwei davon schafften ein Comeback: Infineon und Continental. Wichtiger für Anleger ist die Wertentwicklung der Aktie: Sechs der zwölf Absteiger haben sich in den zwölf Monaten nach der Indexentscheidung besser entwickelt als der DAX.

Ob es die Commerzbank auf die Gewinnerseite schafft, wird davon abhängen, wie weit Zielke seine Strategie mit dem Fokus auf Privat- und Unternehmenskunden einerseits sowie auf große Firmenkunden andererseits umsetzen kann.

Die harte Realität

Das Umfeld bleibt schwierig: Die Digitalisierung haben viele Häuser zu lange vernachlässigt. Die niedrigen Zinsen machen es schwer, im Kreditgeschäft Rendite zu erwirtschaften. Der von den USA provozierte Handelsstreit belastet das Geschäftsklima in der Wirtschaft. Das spiegelt sich im Kurs der Commerzbank-Aktie wider, die seit Jahresbeginn zu den schlechtesten Werten im DAX zählt.

Es besteht aber auch Anlass, an eine bessere Zukunft zu glauben: Die Akquise neuer Privatkunden, einer der Eckpfeiler in Zielkes Strategie, kostet zunächst Geld, soll sich aber mit einer Verzögerung von etwa 18 Monaten positiv in der Bilanz niederschlagen. Die Europäische Zentralbank dürfte spät in der zweiten Jahreshälfte erstmals seit der großen Finanzkrise den Leitzins anheben und den Banken damit im Kreditgeschäft wieder etwas Luft verschaffen.

Auch Zielke will ein Zeichen setzen: Aktionäre der Commerzbank sollen im kommenden Jahr eine Dividende erhalten, 20 Cent für jedes Papier. Zumindest für einige An­leger dürfte das wertvoller sein als der Platz im DAX.


Bildquellen: Julia Schwager/Commerzbank AG, Bocman1973 / Shutterstock.com, Commerzbank AG

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