07.07.2018 14:00
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Neuemissionen: Turbulente Märkte erschweren den Start

Euro am Sonntag-Meldung: Neuemissionen: Turbulente Märkte erschweren den Start | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag-Meldung
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Strebt ein Unternehmen an die Börse, ist es auf stabile Märkte angewiesen. Nach einem hervorragenden ersten Halbjahr wird das Umfeld anspruchsvoller - nicht jeden schreckt das.
€uro am Sonntag
von Sonja Funke, €uro am Sonntag

Frischer Wind soll auf dem Frankfurter Parkett wehen: Die Vorbereitungen für die ersten Börsengänge nach der Sommerpause sind bereits in vollem Gange. Der Mittelstandsfinanzierer Creditshelf wagte sich in dieser Woche als Erster aus der Deckung: 15 bis 20 Millionen Euro will das Fintech-Unternehmen im dritten Quartal mit der Ausgabe neuer Aktien einsammeln. "Die Nachfrage nach unseren Produkten steigt stetig, und wir wollen jetzt Kapital aufnehmen, um den Ausbau des Geschäfts voranzutreiben", sagte Vorstandschef Tim Thabe.
Üblicherweise vergehen von der Ankündigung bis zur Erstnotiz rund vier Wochen - Creditshelf könnte sein Debüt also noch Ende dieses Monats feiern.


Damit alles glatt läuft, setzt das Unternehmen zur Sicherheit auf die Unterstützung seines Großaktionärs Rolf Elgeti: Der Aufsichtsratschef von TAG Immobilien will Aktien für bis zu 15 Millionen Euro zeichnen, falls sie nicht von anderen Investoren erworben werden.


Als ein weiterer Börsenkandidat für das dritte Quartal gilt der Lkw-Zulieferer Knorr-Bremse. Nach einem hervorragenden ersten Halbjahr dürfte der Sprung aufs Parkett in den kommenden Monaten für die Debütanten jedoch herausfordernder werden. "Im Moment schwächelt der Aktienmarkt leicht wegen der Sorge vor einem eskalierenden Handelskrieg und der anstehenden Sommerpause", sagte Bastian Schiedat, Kapitalmarktchef der Berenberg Bank.

Weltweit ist die Zahl der Neu­emissionen von ­April bis Juni verglichen mit dem Vorjahreszeitraum bereits um 26 Prozent auf 325 gesunken, ermittelte die Unternehmensberatung EY. Das Emissionsvolumen ging um 19 Prozent auf 45 Milliarden Dollar zurück. Laut einem Zeitungsbericht stehen nun gar die Pläne für den größten Börsengang aller Zeiten, den des Ölkonzerns Saudi Aramco, auf der Kippe. In Deutschland sagte der Wissenschaftsverlag Springer Nature seinen milliardenschweren Börsengang im Mai in letzter Minute komplett ab, mehreren anderen Unternehmen gelang die Emission nur nach Zugeständnissen.

Timing ist enorm wichtig

Die Risiken blieben: Je nervöser die Investoren an den Weltbörsen, desto stärker schwanken die Aktienkurse. So könnte etwa eine Eskalation des Handelskonflikts die Börsenpläne der Kandidaten jederzeit durchkreuzen. "Bei einem Börsengang ist das Timing wichtig", sagte Listing-­Experte Martin Steinbach von EY. Er hält die zu Jahresbeginn von ihm prognostizierten 18 Börsengänge in Deutschland aber nach wie vor für rea­listisch: "Die Zinsen sind weiterhin sehr niedrig, und das Bewertungsniveau ist trotz des jüngsten Kursrückgangs hoch", sagt er. Ähnlich äußert sich Anwalt Michael Schlitt, Partner der Wirtschaftskanzlei Hogan Lovells: "Wenn die Märkte halbwegs mitspielen, bleiben die Aussichten auf die zweite Jahreshälfte auch positiv, sodass man mit einer Vielzahl weiterer Transaktionen rechnen kann."

Bestes Halbjahr seit 2007

Die erste Jahreshälfte war mit 13 Erstemissionen nach Angaben der Deutschen Börse das beste Halbjahr für Börsengänge seit 2007, gemessen am Gesamt­emissionsvolumen von 5,9 Milliarden Euro sogar das stärkste seit dem Jahr 2000. Zu verdanken ist dies dem starken Jahresauftakt mit den beiden milliardenschweren Börsengängen von Siemens Health­ineers und der DWS. Während die Medizintechniktochter von Siemens mit einem Emissionsvolumen von 4,2 Milliarden Euro seit ihrer Erstnotiz knapp 20 Prozent zulegte, kam die Deutsche-Bank-Tochter mit einem Minus von mehr als 20 Prozent unter die Räder.

"Wir rechnen auch im zweiten Halbjahr wieder mit größeren Platzierungen in Deutschland und in anderen europäischen Märkten", sagte Berenberg-­Experte Schiedat. "Selbst wenn es nicht ganz so viele werden sollten wie in der ersten Jahreshälfte, dürften die Monate September und Oktober sehr geschäftig werden - vorausgesetzt, der Handelskrieg eskaliert nicht und die Börsen bleiben stabil. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren."



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