Investieren Sie bis Ende des Jahres in vermietete US-Immobilien. Mit dem aktuellen Jamestown 31. Jetzt mehr erfahren!-w-
30.09.2017 08:00

Ökonomen-Barometer: Klarer Plan, klares Ende

Euro am Sonntag-Meldung: Ökonomen-Barometer: Klarer Plan, klares Ende | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag-Meldung
Folgen
Die Europäische Zentralbank zögert beim Abbau ihres Mega-Anleihekaufprogramms. Volkswirte raten zu einem zügigen und transparenten Finale.
Werbung
€uro am Sonntag
von Wolfgang Ehrensberger, €uro am Sonntag

Die EZB diskutiert derzeit einen Abbau oder eine "Neujustierung" ihres vor allem in Deutschland umstrittenen Mega-Anleihekaufprogramms, das nach ursprünglicher Planung Ende 2017 ausläuft. Bereits auf der nächsten Ratssitzung Ende Oktober könnten Entscheidungen fallen.


Die im Ökonomen-Barometer von €uro am Sonntag und dem Nachrichtensender n-tv befragten Volkswirte sprechen sich in der September-Umfrage nicht nur für einen zügigen und deutlichen Abbau des EZB-Kaufprogramms aus, sie raten der EZB vielmehr auch zu einer transparenten Kommunikation der einzelnen Schritte mit verbindlichem Programmende.


Die Zentralbank hält sich allerdings alle Optionen offen. Man wolle eine "Überreaktion" der Märkte auf ihre Erklärung vermeiden, erklärte Chefvolkswirt Peter Praet am Donnerstag in Berlin. "Wie umsichtig wir vorgehen sollen, darüber debattiert der EZB-Rat", sagte Praet, der von einer "Neujustierung" des Programms sprach, nicht von einem "Ausstieg". Insidern zufolge streben einige Vertreter im Rat an, für das billionenschwere Kaufprogramm ein verbindliches Abschlussdatum festzulegen. Andere setzen darauf, eine Reduzierung des Volumens der monatlichen Käufe von derzeit 60 Milliarden Euro anzukündigen und den Zeitpunkt der Beendigung offen zu lassen. Offen ist auch, wie stark das Kaufvolumen in einem ersten Schritt gesenkt werden könnte.

"Chance wird verstreichen"
Die im Ökonomen-Barometer Befragten fordern eine zügige Reduzierung der Anleihekäufe. Fast ein Drittel der Befragten ist sogar dafür, das derzeit laufende Programm wie ursprünglich geplant bereits Ende 2017 komplett auslaufen zu lassen. Weitere 37 Prozent votieren noch mal für eine Verlängerung um sechs Monate, aber mit Reduzierung auf monatlich 20 Milliarden Euro. Eine Verlängerung um neun Monate befürworten nur neun Prozent. Einen Abbau auf zunächst 40 Milliarden Euro für weitere sechs Monate halten zwölf Prozent für sinnvoll. "Die EZB wird weiterhin zu vorsichtig agieren und die Chance auf ein schnelles Zurückfahren der ultraexpansiven Geldpolitik verstreichen lassen", bringt Postbank-Chefvolkswirt Marco Bargel zahlreiche Meinungsäußerungen der führenden Volkswirte in der September-Umfrage auf den Punkt.

Insidern zufolge soll EZB-Chef Mario Draghi auch in den jüngsten Sitzungen von einer "Neujustierung" gesprochen haben und nicht von einem Auslaufen. Damit könne die EZB gleichzeitig die Erwartungen auf eine Zinserhöhung weiter in die Zukunft verschieben. Außerdem könne die Notenbank so flexibler auf die Euro- und Inflationsentwicklung reagieren. Die Zentralbank sorgt sich vor allem um den Dollar-Anstieg und die nach wie vor als zu gering angesehene Inflation.
Bildquellen: Jorg Hackemann / Shutterstock.com

Jetzt noch kostenlos anmelden!

Haben Sie Ihren Wunschzettel für das Weihnachtsfest bereits fertig? Dann sollten Sie die Liste unbedingt noch mit Aktien ergänzen! Im Trading-Seminar heute um 18 Uhr verraten Ihnen zwei Börsenexperten exklusiv die Favoriten für das Jahr 2022 - und bereiten allen Teilnehmern eine vorzeitige Weihnachtsüberraschung!
Jetzt noch schnell anmelden!
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

DAX mit leichter Erholung -- Asiens Börsen letzlich fester -- NIO feiert neuen Auslieferungsrekord -- LEG erhöht Gewinnprognose für 2022 -- Salesforce enttäuscht -- Merck & Co im Fokus

Fresenius Medical Care passt Vorstand an neue Struktur an. HeidelbergCement verkauft Geschäft in Sierra Leone. Sanofi kauft Biotech-Unternehmen. Erdogan schickt Lira auf neues Rekordtief. BioNTech-Chef: Haben noch harte Monate vor uns. Daimler-Geschäft mit Lkw und Bussen wird unabhängig. VW-Standort Osnabrück mit Chance auf E-Cabrio.

Umfrage

Wie bewerten Sie die Verhandlungsergebnisse und künftigen Pläne der Ampelkoalition?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln