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24.05.2019 10:57
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Europas Börsen am "May-Day" auf Erholungskurs

DRUCKEN

Frankfurt (Reuters) - Nach dem jüngsten Kursrutsch nutzen einige Anleger die Gelegenheit zum Wiedereinstieg in die europäischen Aktienmärkte.

Dax und EuroStoxx50 gewannen am Freitag jeweils 0,9 Prozent auf 12.055 und 3358 Punkte, nachdem sie am Donnerstag knapp zwei Prozent verloren hatten. Die Haupt-Aufmerksamkeit der Börsianer richtete sich zunächst allerdings auf Großbritannien, wo die Tage von Theresa May als Premierministerin endgültig gezählt scheinen.

Sowohl britische Medien als auch Politiker aus Mays konservativer Partei rechneten damit, dass die Regierungschefin im Tagesverlauf ihren Rücktritt bekanntgibt. "Für die Börsen ist jetzt entscheidend, wie es politisch in Großbritannien weiter geht und welche Brexit-Varianten damit am wahrscheinlichsten werden", sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. "Aktuell liegen alle Optionen von Neuwahlen über ein zweites Referendum bis hin zu einem Exit vom Brexit auf dem Tisch." Das Pfund Sterling hielt sich knapp im Plus bei 1,2681 Dollar. Der Euro stagnierte ebenfalls und kostete 1,1191 Dollar.

ANLEGER GEBEN HOFFNUNG AUF HANDELSDEAL NICHT AUF

Beim zweiten Dauerbrenner-Thema, dem Zollstreit zwischen den USA und China, schöpfen Anleger Hoffnung aus der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, der Streit wegen des Netzwerk-Ausrüsters Huawei könnte im Rahmen eines Handelsabkommens zwischen den USA und China beigelegt werden. "Oberflächlich erscheinen diese Töne versöhnlicher", sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. "Dennoch sind wir einer Lösung keinen Schritt näher." Der Disput werde sich voraussichtlich den gesamten Sommer hinziehen.

Auch am Rohölmarkt trieben Schnäppchenjäger die Kurse. Brent verteuerte sich um 1,3 Prozent auf 68,64 Dollar je Barrel (159 Liter). Dennoch steuerte die Ölsorte aus der Nordsee auf den größten Wochenverlust seit etwa einem Jahr zu, da die Furcht vor den Folgen des Zollstreits auf die Weltwirtschaft und steigende US-Rohölbestände auf die Stimmung drückten.

VOM MAUERBLÜMCHEN ZUM ANLEGER-LIEBLING

Zu den Favoriten am deutschen Aktienmarkt gehörten diejenigen Werte, die in den vergangenen Tagen unter die Räder gekommen waren. Hierzu gehörten vor allem die Autobauer BMW, Daimler und Volkswagen, deren Titel sich um bis zu 1,5 Prozent verteuerten. Die Papiere des Zulieferer Continental gewannen 1,3 Prozent.

In Paris steuerten die Aktien von Casino mit einem Kursplus von zeitweise knapp 17 Prozent auf den größten Tagesgewinn der Firmengeschichte zu. Anleger reagierten erleichtert auf den Gläubigerschutz für Rallye, dem Mehrheitsaktionär des französischen Einzelhändlers, Rallye-Titel brachen um mehr als 60 Prozent ein und waren mit 2,80 Euro so billig wie noch nie.

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