Evotec: Das zeigt das Potenzial!
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Evotec meldete einen unerwarteten Geldzufluss: Der Pharmakonzern Gilead Sciences übernimmt das Biotech-Unternehmen Tubulis, an dem Evotec als Frühinvestor beteiligt ist. Dadurch kassiert das Hamburger Unternehmen rund 100 Mio. Dollar.
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Die Nachricht kam mit bemerkenswertem Timing: Gilead Sciences übernimmt Tubulis, einen Entwickler sogenannter Antikörper-Wirkstoff-Konjugate, also Krebstherapien, bei denen ein Antikörper gezielt einen zellgiftigen Wirkstoff direkt zum Tumor transportiert. Evotec hält über seine Ventures-Aktivitäten eine Beteiligung von 3,14 Prozent an Tubulis und erwartet daraus Voraberlöse von rund 100 Mio. Dollar beim Abschluss der Transaktion, der voraussichtlich im zweiten Quartal 2026 erfolgt. Hinzu kommen potenzielle Meilensteinzahlungen von bis zu rund 58 Mio. Dollar, abhängig vom weiteren klinischen Fortschritt der Tubulis-Programme.
Für Evotec ist das die vierte erfolgreiche Realisierung von Beteiligungswerten aus dem eigenen Investitionsportfolio, und sie kommt zu einem Zeitpunkt, an dem frisches Geld strategisch wertvoll ist. Denn der nun erzielte Rückfluss ist nicht nur ein finanzieller Erfolg, sondern auch ein Beleg dafür, dass das Ventures-Modell von Evotec funktioniert: frühzeitig in aussichtsreiche Biotech-Unternehmen investieren, wissenschaftliche Begleitung leisten und beim Exit überproportional profitieren.
Morgen zählen die Zahlen
Dennoch wird dieser Coup die Aufmerksamkeit der Märkte nur kurz ablenken können. Denn morgen, am 8. April 2026, legt Evotec die vollständigen testierten Jahresergebnisse für 2025 vor, samt detaillierter Guidance für das laufende Jahr. Die vorläufigen Zahlen sind zwar seit Wochen bekannt, doch der Markt wartet auf den Managementkommentar und vor allem auf Klarheit darüber, wie konkret das Restrukturierungsprogramm „Horizon" voranschreitet.
Die Ausgangslage ist bekannt und unbequem: Der Konzernumsatz für 2025 lag bei 788 Mio. Euro, nach 797 Mio. Euro im Vorjahr. Das Discovery-Segment, das klassische Herzstück des Unternehmens, verlor 16 Prozent auf 529 Mio. Euro. Der Lichtblick ist die Biologics-Sparte „Just Evotec Biologics", die um 40 Prozent auf 259 Mio. Euro zulegte. Das bereinigte operative Ergebnis verbesserte sich auf 41 Mio. Euro, nach 22,5 Mio. Euro im Vorjahr, ein echter Fortschritt, der jedoch sofort vom eingetrübten Ausblick überlagert wird.
Ausblick bleibt vorerst trüb
Für 2026 stellt das Management einen Umsatz zwischen 700 und 780 Mio. Euro in Aussicht, also selbst im besten Fall weniger als im Vorjahr. Beim bereinigten EBITDA droht ein Rückfall auf eine Spanne zwischen null und 40 Mio. Euro. Evotec etikettiert das Jahr ausdrücklich als Übergangsjahr, in dem die operativen Verbesserungen aus dem Programm „Horizon" erst in der zweiten Jahreshälfte vollständig greifen sollen. Mittelfristig peilt das Unternehmen ein jährliches Umsatzwachstum von 8 bis 12 Prozent sowie bereinigte EBITDA-Margen von über 20 Prozent an, Ziele, die ambitioniert klingen und es auch sind.
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Erstellung am 07.04.26 um 15:03 Uhr.
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