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13.02.2020 17:30

Ex-Chef von Ölkonzern Pemex kommt in Spanien in U-Haft

MADRID (dpa-AFX) - Der frühere Direktor des staatlichen mexikanischen Ölkonzerns Pemex, Emilio Lozoya, kommt in Spanien hinter Gitter. Der zuständige Richter am Nationalen Staatsgerichtshof in Madrid habe für Lozoya am Donnerstag Untersuchungshaft angeordnet, da Fluchtgefahr bestehe, teilte die spanische Justiz mit. Der 45-Jährige wird in seinem Heimatland der Korruption beschuldigt und war vor seiner am Mittwoch bekanntgegebenen Festnahme im Süden Spaniens monatelang auf der Flucht gewesen.

Mexiko habe die Auslieferung des früheren Pemex-Chefs beantragt, hieß es. Lozoya würden "Geschäfte mit Mitteln illegaler Herkunft" zur Last gelegt, was in Spanien der Geldwäsche entspreche. Dafür könne er zu einer Haftstrafe von bis zu 15 Jahren verurteilt werden.

Wie die spanische Polizei am Mittwoch mitteilte, wurde Lozoya in der Nähe des Nobelbadeorts Marbella per internationalem Haftbefehl festgenommen. Er sei in einem Taxi unterwegs gewesen. Dabei habe der Mexikaner als einziges Ausweisdokument einen Führerschein mit seinem Foto, aber mit falschem Namen bei sich gehabt.

Nach Angaben der mexikanischen Generalstaatsanwaltschaft half bei der Suche nach Lozoya in Europa auch die deutsche Polizei. Der frühere Ölmanager ist mit einer Deutschen verheiratet, gegen die in Mexiko ebenfalls ein Haftbefehl vorliegt.

Lozoya soll Bestechungsgelder in Höhe von bis zu zehn Millionen US-Dollar von dem brasilianischen Bauunternehmen Odebrecht angenommen haben. Zudem wird ihm vorgeworfen, an der Spitze von Pemex den Kauf einer Düngerfabrik zu einem überhöhten Preis genehmigt zu haben und dafür weitere 3,7 Millionen Dollar an Schmiergeldern kassiert zu haben. Sein Anwalt Javier Coello sagte im TV: "Wir verfügen über alle Mittel, um ihn zu verteidigen."

Der brasilianische Baukonzern Odebrecht steht im Zentrum des wohl größten Korruptionsskandal Lateinamerikas. In der ganzen Region wird gegen Hunderte Politiker, Beamte und Geschäftsleute ermittelt. Insgesamt sollen 785 Millionen Dollar Schmiergeld geflossen sein./er/DP/eas

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