finanzen.net
02.12.2019 16:09
Bewerten
(0)

EZB: APP-Anleihebestand wächst im November kräftig

Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Zentralbanken des Eurosystems haben ihre Anleihebestände im Rahmen des Anleihekaufprogramms APP im November kräftig ausgeweitet. Nach Mitteilung der EZB nahmen die Anleihebestände insgesamt um 24,109 (Oktober: plus 1,181) Milliarden Euro auf 2.546,883 Milliarden Euro zu, wobei Papiere über 14,020 (32,807) Milliarden Euro fällig wurden. Die EZB will ihre Anleihebestände um 20 Milliarden Euro pro Monat vergrößern. Allerdings macht sie ihre Käufe auch von der Marktliquidität abhängig.

So wird sie ihre Tätigkeit über den Jahreswechsel völlig einstellen, weshalb für die angrenzenden Monate eine etwas höhere Aktivität zu erwarten ist. Außerdem haben die an dem Programm teilnehmenden Zentralbanken des Euroraums bis zu ein Jahr Zeit, die Erträge fällig gewordener Anleihen wieder anzulegen. Auch das kann zu Schwankungen der Nettokäufe führen.

Die Bestände an öffentlichen Anleihen erhöhten sich im November um 14,478 (minus 0,698) Milliarden auf 2.082,106 Milliarden Euro. Die Bestände an Unternehmensanleihen stiegen um 5,917 (plus 0,159) Milliarden Euro auf 177,096 Milliarden und die an Covered Bonds um 2,448(plus 0,559) Milliarden Euro auf 260,755 Milliarden Euro. Die ABS-Bestände nahmen um 1,265(plus 1,160) Milliarden auf 26,925 Milliarden Euro zu.

Nach Angaben der EZB werden in den nächsten zwölf Monaten im Rahmen des APP angekaufte Papiere für 257,774 (245,119) Milliarden Euro fällig, darunter Staatsanleihen für 201,327 (193,476) Milliarden Euro. Im November wurden öffentliche Anleihen für 10,669 (29,024) Milliarden Euro, Covered Bonds für 1,720 (1,590) Milliarden Euro, ABS für 0,944 (0,565) Milliarden Euro und Unternehmensanleihen für 0,688 (1,629) Milliarden Euro fällig.

Die Bestände der Deutschen Bundesbank an im Rahmen des APP erworbenen Bundesanleihen lagen Ende November bei 526,405 (520,772) Milliarden Euro, ihre durchschnittliche Restlaufzeit betrug 6,31 (6,36) Jahre. Die Bundesbank hielt damit 26,9 (26,8) Prozent der im Rahmen des Programms zum Ankauf von Staatsanleihen (PSPP) gekauften öffentlichen Anleihen.

Die Anteile der einzelnen Länder am PSPP-Portfolio sollen sich zumindest längerfristig am Anteil des Landes am eingezahlten Kapital der Europäischen Zentralbank (EZB) orientieren. Deutschlands Anteil beträgt 26,4 Prozent, Frankreichs 20,4 Prozent, Italiens 17,0 Prozent und Spaniens 12,0 Prozent.

Frankreichs tatsächlicher PSPP-Anteil betrug im November 21,5 (21,6) Prozent, Italiens 18,6 (18,7) Prozent und Spaniens 13,2 (13,2) Prozent. Zusammen mit dem Ankauf von Anleihen supranationaler Organisationen diente der erhöhte Ankauf dieser Papiere dazu, den Mangel an Staatsanleihen kleinerer Staaten und solcher Länder auszugleichen, die sich nicht am APP beteiligen dürfen.

Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/jhe

(END) Dow Jones Newswires

December 02, 2019 10:09 ET (15:09 GMT)

Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX schließt im Plus -- US-Handel endet fester -- Fed legt Zinspause ein -- Aramco feiert Mega-Börsengang -- Shortseller belasten Wirecard -- Chevron, BVB, HORNBACH, HSB im Fokus

Einigung gescheitert - USA stürzen WTO in größte Krise seit 25 Jahren. Daimler baut Antrieb für Elektroautos künftig in Stuttgart selbst. JPMorgan: HelloFresh nach kometenhaftem Aufstieg hoch bewertet. Bundesregierung will Thomas-Cook-Kunden finanziell helfen - Umsetzung unklar. Deliveroo-Investment von Amazon gerät in Fokus von Wettbewerbshütern.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Performance der DAX 30-Werte im November 2019.
Welche Aktie macht das Rennen?
Die Performance der Rohstoffe in in KW 49 2019.
Welcher Rohstoff macht das Rennen?
Das hat sich geändert
Diese Aktien hat George Soros im Depot
Das sind die reichsten Länder Welt 2019
Deutschland gerade noch in den Top 20
Hohe Gehälter:
Welche Arbeitgeber am meisten zahlen
mehr Top Rankings

Umfrage

Was wünschen Sie sich von der Großen Koalition?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Aramco (Saudi-Aramco)A2PVHD
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
EVOTEC SE566480
NEL ASAA0B733
Microsoft Corp.870747
Apple Inc.865985
BVB (Borussia Dortmund)549309
BASFBASF11
K+S AGKSAG88
Deutsche Telekom AG555750
Varta AGA0TGJ5
Amazon906866
Ballard Power Inc.A0RENB