finanzen.net
14.06.2018 14:07
Bewerten
(0)

EZB beendet Anleihekäufe zum Jahresende 2018

DRUCKEN

Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Europäische Zentralbank (EZB) will ihre Geldpolitik ab Ende dieses Jahres vorerst nicht weiter lockern, wenn sich an ihrem aktuellen mittelfristigen Inflationsausblick nichts ändern sollte. Wie die EZB nach Beratungen des EZB-Rats außerdem mitteilte, will sie außerdem ihre Leitzinsen mindestens bis Ende des Sommers 2019 auf dem aktuellen Niveau lassen. Die EZB will ihre Anleihebestände demnach ab 2019 nicht mehr vergrößern, sondern nur noch durch die Reinvestition von Fälligkeit stabil halten.

Die EZB bestätigte, dass sie ihre Anleihebestände bis Ende September weiterhin um monatlich 30 Milliarden Euro erhöhen wird. Ab Oktober soll der Zuwachs auf 15 Milliarden Euro reduziert werden - "falls die hereinkommenden Daten den mittelfristigen Inflationsausblick des Rats bestätigen", wie es in der Erklärung heißt. Zum Jahresende sollen die Käufe dann gänzlich eingestellt werden.

Ihre Leitzinsen ließ die EZB wie erwartet unverändert. Der Hauptrefinanzierungssatz liegt bei 0,00 Prozent, der Spitzenrefinanzierungssatz bei 0,25 Prozent und der Satz für Überschusseinlagen der Banken bei minus 0,40 Prozent.

Wörtlich heißt es zur weiteren Entwicklung der Leitzinsen: "Der EZB-Rat erwartet, dass die Leitzinsen noch mindestens bis zum Ende des Sommers 2019 auf dem aktuellen Niveau bleiben werden - auf jeden Fall aber so lange, wie nötig ist, um die Inflationsentwicklung auf dem gegenwärtig erwarteten Anpassungspfad zu halten." Aktuelle EZB-Stabsprojektionen zu Inflation und Wachstum wird EZB-Präsident Mario Draghi in der gegen 14.30 Ihr beginnenden Pressekonferenz vorstellen.

Laut EZB werden die Zentralbanken des Euroraums die Tilgungsbeträge der im Rahmen des Programms zum Ankauf von Vermögenswerten (APP) erworbenen Wertpapiere nach Abschluss des Nettoerwerbs von Vermögenswerten "für längere Zeit und in jedem Fall so lange wieder anlegen, wie erforderlich ist, um die Liquiditätsbedingungen günstig und den Akkommodationsgrad der Geldpolitik hoch zu halten".

Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/apo

(END) Dow Jones Newswires

June 14, 2018 08:08 ET (12:08 GMT)

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Fünf deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten!

Das Gute liegt oft so nah. Heimische Internet-Unternehmen rollen den Markt auf. Im neuen Anlegermagazin erwartet Sie ein Special über deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten.
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX über 11.200 Punkten -- Dow fester -- HelloFresh legt 2018 stärker zu als erwartet -- Tesla streicht Stellen -- Netflix: Umsatz unter Erwartungen -- Lufthansa, MorphoSys im Fokus

Daimler ändert Methodik seiner Prognosen ab Geschäftsjahr 2019. Sinkende Profitabilität bei Drägerwerk. US-Justiz verklagt vier ehemalige Audi-Manager im Diesel-Skandal. S&T kündigt Aktienrückkauf an. BMW erhält von Brilliance-Aktionären grünes Licht für Anteilserhöhung. Versicherung macht Gewinnplanung von WACKER CHEMIE zunichte. Telecom Italia erfüllt 2018 Gewinnerwartung.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Erster Job
Wo Absolventen am meisten Geld verdienen
Abschlüsse der DAX-Chefs
Diese Studiengänge haben die DAX-Chefs absolviert
Die Performance der DAX 30-Werte in 2018.
Welche Aktie macht das Rennen?
Das sind die reichsten Länder Welt 2018
USA nicht mal in den Top 10
Die Performance der Rohstoffe in in 2018.
Welcher Rohstoff macht das Rennen?
mehr Top Rankings

Umfrage

Wie viele Zinserhöhungen der US-Notenbank erwarten Sie 2019?

finanzen.net Brokerage

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Wirecard AG747206
Aurora Cannabis IncA12GS7
CommerzbankCBK100
Amazon906866
BASFBASF11
Apple Inc.865985
Netflix Inc.552484
TeslaA1CX3T
Allianz840400
SteinhoffA14XB9
BayerBAY001
Siemens AG723610
Deutsche Telekom AG555750