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11.07.2018 22:05
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EZB macht Banken Vorgaben zur Reduzierung bestehender NPL

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Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Europäische Zentralbank (EZB) will den Banken des Euroraums künftig Vorgaben zur Reduzierung schon länger bestehender notleidender Kredite (NPL - Non Performing Loans) machen. Dabei will sie sich an den bereits existierenden Regeln für den Umgang mit neuen NPL orientieren. Mittelfristig sollen die Institute für alte NPL ebenso viel Rückstellungen bilden wie für neue.

"Der Aufsichtsansatz folgt der auf diesem Gebiet bereits geleisteten Arbeit, namentlich der Strategie zum Abbau von NPL und dem ergänzenden Leitfaden zu Rückstellungen für neue NPL", heißt es in der EZB-Mitteilung. Die EZB will demnach den einzelnen Banken gegenüber im Rahmen des Aufsichtsdialogs spezifische Erwartungen für die Bildung von Rückstellungen formulieren.

Basis dieser bankspezifischen Erwartungen sollen die Verhältnisse bei vergleichbaren Instituten, die NPL-Höhe der jeweiligen Bank und ihre finanziellen Verhältnisse sein. "Ziel ist es, die bestehenden Risiken im Euroraum weiter zu verringern und beim NPL-Bestand mittelfristig die gleiche Abdeckung mit Rückstellungen zu erreichen wie bei neu hinzukommenden", heißt es in der Mitteilung.

Der Anteil notleidender Kredite am gesamten Kreditvolumen des Euroraums hat sich laut EZB von 8,0 Prozent im Jahr 2014 auf 4,9 Prozent im vierten Quartal 2017 verringert. Gleichwohl sei die NPL-Quote im internationalen Vergleich viel zu hoch, befindet die EZB.

Eine angemessene Verringerung der Risiken gilt als eine Voraussetzung für eine Zustimmung einiger nordeuropäischer Länder zur Einrichtung einer EU-Bankeinlagensicherung (Edis).

Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/ros

(END) Dow Jones Newswires

July 11, 2018 16:06 ET (20:06 GMT)

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