07.07.2022 12:42

EZB mahnt Banken - Bei Gewinnentwicklung nicht nur auf Zinswende setzen

Folgen
Werbung

Frankfurt (Reuters) - Geldhäuser im Euro-Raum sollten aus Sicht der EZB-Bankenaufsicht zur Verbesserung ihrer Gewinnstärke nicht allein auf steigende Zinsen setzen.

"Sie müssen ihre strukturellen Themen angehen", sagte EZB-Chefbankenaufseher Andrea Enria am Donnerstag in einer Rede zu einer vom Europäischen Bankenverband (EBF) organisierten Konferenz in Frankfurt. Die Institute müssten sich auf ein viel breiteres Spektrum an Maßnahmen fokussieren, um ihre Profitabilität und ihre Geschäftsmodelle auf einen nachhaltigen Pfad zu bringen. Banken irrten sich, sollten sie annehmen, dass die Normalisierung der Geldpolitik ausreiche, um ihre Eigenkapitalrenditen voranzubringen, sagte Enria.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat angesichts der massiv gestiegen Inflation im Euro-Raum eine Kurswende in der Geldpolitik angekündigt. Die Währungshüter stellten in Aussicht, in diesem Monat die Schlüsselzinsen erstmals seit 2011 anzuheben. Im September soll dann ein zweiter und womöglich noch kräftigerer Zinsschritt nach oben folgen. Die EZB-Bankenaufsicht geht davon aus, dass den Instituten ein allmählicher Anstieg der Zinsen insgesamt zugute kommen wird. Erwartet wird unter anderem, dass sich die graduelle geldpolitische Straffung positiv auf die Zinsmargen auswirkt. Denn Banken dürften dann im Kreditvergabe-Geschäft wieder mehr verdienen.

EZB-Bankenaufseherin Elizabeth McCaul wies auf die Risiken hin. Diese dürften nicht übersehen werden, sagten sie auf der Konferenz. Aus ihrer Sicht könnte es im Wechselspiel zwischen Geldpolitik, Markterwartungen und Inflationsentwicklung zu einem ungeordneten Anstieg der Zinsen am Finanzmarkt kommen. "Dies kann tatsächlich erhebliche negative Auswirkungen auf die Finanzierungskosten der Banken und auf die Qualität ihrer Vermögenswerte haben", sagte sie. Sowohl Banken als auch Aufsicht müssten daher wachsam bleiben. Eine Rezession könne zudem nicht ausgeschlossen werden. Käme es dazu, würden die Erträge der Banken durch Druck auf ihre Finanzierungskosten und eine Verschlechterung der Qualität ihrer Vermögenswerte schwer beeinträchtigen, warnte sie.

Enria wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Bankenaufsicht Geldhäuser dazu auffordern will, in ihren Plänen für die voraussichtliche Kapitalentwicklung auch die Gefahr einer Rezession zu berücksichtigen. Die überarbeiteten Pläne sollen von den Instituten dann herangezogen werden, wenn sie Ausschüttungsvorhaben ankündigen, führte Enria aus. Eine Besprechung mit den Aufsehern sollte dem vorangehen. Enria hatte diese vor einer Woche im EU-Parlament angekündigt.

(Bericht von Frank Siebelt, redigiert von Ralf Banser; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

Ausgewählte Hebelprodukte auf Commerzbank
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Commerzbank
Long
Short
Hebel wählen:
5x
10x
Name
Hebel
KO
Emittent

Nachrichten zu Commerzbank

  • Relevant
    3
  • Alle
    7
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Commerzbank

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
14:56 UhrCommerzbank HaltenDZ BANK
10.08.2022Commerzbank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
05.08.2022Commerzbank Sector PerformRBC Capital Markets
04.08.2022Commerzbank BuyDeutsche Bank AG
04.08.2022Commerzbank Equal WeightBarclays Capital
04.08.2022Commerzbank BuyDeutsche Bank AG
03.08.2022Commerzbank BuyUBS AG
21.07.2022Commerzbank BuyUBS AG
18.07.2022Commerzbank BuyDeutsche Bank AG
30.06.2022Commerzbank OverweightMorgan Stanley
14:56 UhrCommerzbank HaltenDZ BANK
10.08.2022Commerzbank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
05.08.2022Commerzbank Sector PerformRBC Capital Markets
04.08.2022Commerzbank Equal WeightBarclays Capital
03.08.2022Commerzbank NeutralJP Morgan Chase & Co.
17.02.2022Commerzbank UnderweightBarclays Capital
09.11.2021Commerzbank UnderweightBarclays Capital
05.11.2021Commerzbank UnderweightBarclays Capital
04.11.2021Commerzbank VerkaufenDZ BANK
29.10.2021Commerzbank UnderweightBarclays Capital

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Commerzbank nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Werbung
Neue Funktionen als Erstes nutzen
Sie nutzen finanzen.net regelmäßig? Dann nutzen Sie jetzt neue Funktionen als Erstes!
Hier informieren!
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

Nach Fed-Protokoll: Wall Street leichter -- DAX beendet Handel tiefrot -- Uniper erleidet deutlichen Verlust -- GM ruft Autos in den USA zurück -- HelloFresh, Siemens Energy, VW, BMW im Fokus

Rheinmetall und General Motors kooperieren bei LKW-Projekt der US Army. Amazon-Beschäftigte dringen auf weitere Gewerkschaft. Credit Suisse stuft Apple von 'Neutral' auf 'Outperform' hoch. Sanofi stellt klinisches Entwicklungsprogramm für das Brustkrebsmittel Amcenestrant ein. BVB denkt wegen der langen Winterpause über Auslandsreise nach - Diskussion um Ronaldo. Bei RTL-Deutschland muss Co-Chef Stephan Schäfer gehen.

Umfrage

Sollten die Corona-Regeln bei steigenden Infektionszahlen im Herbst wieder verschärft werden?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln