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20.09.2021 13:16

EZB/Schnabel: Anleihekäufe verleihen Zins-Guidance Glaubwürdigkeit

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Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Europäische Zentralbank (EZB) wird die Dauer ihrer Anleihekäufe nach Aussage von EZB-Direktorin Isabel Schnabel vorerst weiterhin an das Niveau der Leitzinsen koppeln. "Im frühen Stadium einer Erholung kann Forward Guidance noch kein vollständiger Ersatz für Asset-Käufe sein. Forward Guidance und Asset-Käufe sollten sowohl als Substitute als auch als einander ergänzende Instrumente betrachtet werden", sagte Schnabel laut veröffentlichtem Redetext bei einer Konferenz der lettischen Zentralbank.

Nach ihrer aktuellen Forward Guidance will die EZB ihre Zinsen bis auf weiteres auf dem aktuellen oder einem niedrigeren Niveau halten, bis folgende Bedingungen erfüllt sind:

1. Der Rat erkennt einen Anstieg der Inflation auf 2 Prozent deutlich vor Ende des Prognosezeitraums (derzeit 2023)

2. Die Inflation verspricht auch im Rest des Prognosezeitraums dort zu bleiben

3. Die aktuelle Kerninflation lässt stabil 2 Prozent Inflation erwarten

Die Anleihekäufe des APP-Programms wiederum - das PEPP-Programm ist an die Dauer der Pandemie gebunden - sollen bis kurz vor der ersten Zinserhöhung fortgeführt werden. Manche Analysten spekulieren darauf, dass diese Bindung aufgehoben wird.

Schnabel erklärte, worin der Nutzen fortgesetzter Anleihekäufe bestehe: "Sie können als starkes Bindungsinstrument dienen, um der Forward Guidance einer Zentralbank zusätzliche Glaubwürdigkeit zu verleihen, indem sie signalisieren, dass die Bedingungen für eine Anhebung der Leitzinsen aller Voraussicht nach in absehbarer Zeit nicht gegeben sein werden."

Ein Grund dafür sei, dass die Anleger in der Regel nicht erwarteten, dass eine Zentralbank die Leitzinsen abrupt anhebe, solange sie noch Nettokäufe von Vermögenswerten durchführt. Denn dies würde der Zentralbank erhebliche Bilanzverluste bescheren.

Die EZB-Direktorin deutete aber auch an, dass sie gegen eine Verringerung der Anleihekäufe nichts einzuwenden hätte. Bei sich aufhellenden Inflationsaussichten sei es weniger wichtig, wie viel eine Zentralbank kaufe oder wann eine Verringerung der Käufe beginne, sondern vielmehr, wann diese Käufe endeten. "Es ist das Enddatum, das signalisiert, dass die Bedingungen für eine Anhebung der Leitzinsen näher rücken. Die genaue Abfolge und der Zeitpunkt müssen natürlich sorgfältig festgelegt werden, wenn die Zeit gekommen ist", sagte sie.

Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/kla

(END) Dow Jones Newswires

September 20, 2021 07:17 ET (11:17 GMT)

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