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13.09.2018 14:44
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EZB senkt Wachstumsprognosen für 2018 und 2019 leicht

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Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)--Der volkswirtschaftliche Stab der europäischen Zentralbank (EZB) hat seine Wachstumsprognose für das laufende und das nächste Jahr leicht gesenkt, die Inflationsprognosen aber unverändert gelassen. Gleichwohl sieht die EZB die Wirtschaft des Euroraums nach Aussage ihres Präsidenten, Mario Draghi, weiterhin auf einem soliden Wachstumspfad und ist zuversichtlich, dass sich die Annäherung der Inflation an den Zielbereich von knapp 2 Prozent fortsetzen wird. Eine "substanzielle geldpolitische Akkommodation" hält der EZB-Rat trotzdem weiterhin für angezeigt.

Wie Draghi in der Pressekonferenz zur Erläuterung der jüngsten geldpolitischen Beschlüsse sagte, rechnet der EZB-Stab für 2018, 2019 und 2020 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,0 (bisher: 2,1), 1,8 (1,9) und 1,7 (1,7) Prozent. Die Risiken für diesen Ausblick seien "noch weitgehend ausgewogen". Allerdings hätten Risiken aus einem zunehmenden Protektionismus, von den Schwellenländern und einer erhöhten Finanzmarktvolatilität an Prominenz gewonnen.

Zudem stellt sich die EZB für die nächsten drei Jahre auf konstanten Inflationsdruck ein. Ihr volkswirtschaftlicher Stab bestätigte für 2018, 2019 und 2020 die Inflationsprognosen von je 1,7 Prozent. Die aktuellen Prognosen für die Kerninflation werden gegen 15.30 Uhr veröffentlicht.

Zuvor hatte der Rat beschlossen, das Monatsvolumen seiner Nettoanleihekäufe ab Oktober auf 15 (derzeit: 30) Milliarden Euro zu reduzieren. Außerdem hatte er eine völlige Einstellung der Nettokäufe zum Jahresende in Aussicht gestellt. Voraussetzung ist, dass die verfügbaren Daten die mittelfristigen Inflationserwartungen des Rats bestätigen.

Die Tilgungsbeträge der erworbenen Wertpapiere sollen für längere Zeit - und in jedem Fall so lange wie erforderlich - bei Fälligkeit wieder angelegt werden.

Ihre Leitzinsen ließ die EZB unverändert. Der EZB-Rat erwartet, dass die Leitzinsen mindestens über den Sommer 2019 auf dem aktuellen Niveau bleiben werden, auf jeden Fall aber so lange wie erforderlich.

Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/apo

(END) Dow Jones Newswires

September 13, 2018 08:44 ET (12:44 GMT)

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