finanzen.net
17.05.2018 16:37
Bewerten
(0)

EZB-Vize - Anleihenkäufe werden im Notenbank-Werkzeugkasten bleiben

DRUCKEN

Frankfurt (Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) wird aus Sicht ihres scheidenden Vize-Präsidenten Vitor Constancio die neu geschaffenen Kriseninstrumente auch bei künftig in Notfällen einsetzen.

Die vor allem in Deutschland umstrittenen Anleihenkäufe gehörten nun zum Werkzeugkasten, sagte der Portugiese am Donnerstag in Frankfurt. Es gebe daher künftig "keine Entschuldigung" dafür, bei akuten Liquiditätskrisen nicht im Markt für staatliche Schuldentitel einzugreifen. Der 74-Jährige scheidet Ende des Monats nach acht Jahren aus dem Amt.

In Deutschland waren Gegner der unkonventionellen Geldpolitik der EZB bis vor das Bundesverfassungsgericht gezogen. Sie sahen mit den EZB-Programmen zum Ankauf von Anleihen der Euro-Länder die Grenzen zur verbotenen Staatsfinanzierung überschritten. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) stellte den Währungshütern allerdings 2015 einen weitgehenden Freifahrschein für solche Käufe aus. EZB-intern bleiben sie dennoch umstritten. So sieht Bundesbank-Präsident Jens Weidmann den Erwerb von Staatsanleihen als reines Notfall-Instrument, etwa zur Bekämpfung einer gefährlichen Preisspirale nach unten.

Nach Ansicht von Constancio wären Eurobonds die einzige Alternative, die bei Liquiditätskrisen geldpolitisch gleich wirksam wären wie Wertpapierkäufe. Dies setzte aber eine Veränderung der EU-Verträge voraus und eine sehr weit fortgeschrittene politische Union. Gemeinschaftliche Staatsanleihen der 19 Euro-Staaten werden aber in vielen Mitgliedsländern abgelehnt, so etwa in Deutschland.

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Fünf deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten!

Das Gute liegt oft so nah. Heimische Internet-Unternehmen rollen den Markt auf. Im neuen Anlegermagazin erwartet Sie ein Special über deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten.
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX volatil -- Akorn legt Berufung im Prozess gegen Fresenius ein -- Erster EZB-Zinsschritt 2019 wegen Italien-Streit später erwartet -- Apple kündigt weitere Keynote an

Chinas Wachstum fällt unerwartet stark. Volvo mit Ergebnissprung dank hoher Nachfrage. Porsche stellt klar: Verfolgen derzeit keinen Börsengang. EU sieht schwere Verstöße Italiens gegen Haushaltsregeln. Software AG übertrifft Erwartungen und bestätigt Jahresprognose. American Express steigert Quartalsgewinn um 22 Prozent.

Top-Rankings

Diese Autobauer machen den meisten Profit
Größte Marge bei verkauften Autos
KW 42: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 42: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die weltweit größten Smartphone-Hersteller
Der Worldwide Quarterly Mobile Phone Tracker
So viel erhalten Bundesliga-Clubs durch Trikotsponsoring
Das Trikotsponsoring der Bundesliga 2018/2019
In diesen Städten leben die Superreichen
Welche Stadt ist besonders beliebt?
Automobilneuheiten-Messe
Neue Studien und Serienfahrzeuge
Best Global Brands 2018
Die Top 20 der wertvollsten Marken weltweit
mehr Top Rankings

Umfrage

Glauben Sie, dass Angela Merkel Anfang Dezember auf dem Parteitag der CDU als Parteichefin wiedergewählt wird?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Aurora Cannabis IncA12GS7
Daimler AG710000
Wirecard AG747206
Deutsche Bank AG514000
Amazon906866
Deutsche Telekom AG555750
SAP SE716460
BASFBASF11
EVOTEC AG566480
Apple Inc.865985
Steinhoff International N.V.A14XB9
BVB (Borussia Dortmund)549309
CommerzbankCBK100
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Infineon AG623100