Flughafen München zurück in den schwarzen Zahlen

18.04.24 11:58 Uhr

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Münchner Flughafen ist zurück in den schwarzen Zahlen. Nach drei teils heftigen Jahresverlusten als Folgen der Corona-Krise kann der Airport für 2023 wieder einen Gewinn vorweisen, wie er am Donnerstag mitteilte. Mit 25 Millionen Euro ist er allerdings noch weit vom Vorkrisenniveau entfernt. 2019 hatte der Flughafen 178 Millionen Euro Gewinn gemacht.

Der Weg zurück nach dem Corona-Absturz war weit. 2020 hatte der Flughafen 321 Millionen Euro Verlust gemacht. Auch 2022 waren es noch 59 Millionen Euro. Haupttreiber der Erholung war das Wiederanziehen des Flugverkehrs. Gut 37 Millionen Passagiere im vergangenen Jahr entsprechen einem Zuwachs von 5,4 Millionen. Allerdings waren auch das erst wieder 77 Prozent des Vorkrisenniveaus.

Im ersten Quartal 2024 war der Flughafen etwas weiter - bei rund 80 Prozent der Vorkrisenwerte. Verglichen mit 2023 war das ein Wachstum von 10 Prozent. "Es geht weiter aufwärts", sagte Airportchef Jost Lammers. Er hofft, dieses Wachstum auch über das ganze Jahr halten zu können und damit 2024 wieder auf mehr als 40 Millionen Fluggäste zu kommen.

Geschäfte und Gastronomie am Flughafen liegen mit Ihren Umsätzen noch weit unter der Vorkrisenzeit. Bei den Shops sind es noch etwa ein Viertel weniger, bei Restaurants und Cafés etwa 14 Prozent. Da ist der Frachtbereich bereits weiter: Hier liegt das Aufkommen inzwischen wieder bei 90 Prozent der alten Werte.

Einen Rekord konnte der Flughafen, der früher Jahr für Jahr neue Bestmarken bekannt gegeben hatte, auch 2023 erreichen. Mit 81 Prozent war die Auslastung der verfügbaren Sitzplätze laut Lammers so hoch wie noch nie.

Momentan laufen mehrere große Bauprojekte am Flughafen, wie Finanz- und Infrastrukturchefin Nathalie Leroy sagte. Dazu gehört unter anderem der Innenausbau des 360 Meter langen neuen Flugsteigs am Terminal 1. Zudem sollen in den kommenden Jahren zehn Parkhäuser modernisiert werden. Es gebe gerade im Bereich der Infrastruktur nach den schweren Zeiten der Pandemie viel zu tun./ruc/DP/mis