09.12.2022 13:27

Frankreich, Spanien und Portugal wollen Wasserstoff-Pipeline bis 2030

Folgen
Werbung

ALICANTE (dpa-AFX) - Spanien, Portugal und Frankreich wollen das Projekt einer Untersee-Pipeline von Barcelona nach Marseille für grünen Wasserstoff bis 2030 fertigstellen. Dieses Ziel formulierten die Regierungschefs Spaniens und Portugals, Pedro Sánchez und António Costa, sowie Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron am Freitag im südspanischen Alicante, wie Sánchez vor Journalisten mitteilte. An den geschätzten Kosten des Vorhabens von etwa 2,5 Milliarden Euro solle sich die EU beteiligen. Der Antrag für die dafür notwendige Aufnahme des Projekts in die Liste der sogenannten Vorhaben von gemeinsamem Interesse (PCIs) solle noch bis zum Stichtag 15. Dezember in Brüssel eingereicht werden. Durch die Röhre werde von Anfang an nur Wasserstoff transportiert werden, etwa zwei Millionen Tonnen pro Jahr, sagte Sánchez.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die zusammen mit EU-Ratspräsident Charles Michel an dem Treffen teilnahm, begrüßte die Vereinbarung als wichtigen Baustein des europäischen Programms REPowerEU, mit dem Investitionen in Energieeffizienz, in erneuerbare Energien und in Infrastruktur der Energieunion ermöglicht werden sollen. Ziel ist es, die EU bis 2050 klimaneutral zu machen, also keine zusätzlichen klimaschädlichen Gase mehr auszustoßen.

2030 werde die EU schätzungsweise zehn Millionen Tonnen grünen Wasserstoff aus nachhaltigen Energiequellen produzieren und noch einmal dieselbe Menge importieren, sagte von der Leyen. Dafür seien Transportkapazitäten wie der Energiekorridor von der Iberischen Halbinsel unverzichtbar.

Spanien, Portugal und Frankreich hatten sich im Oktober grundsätzlich auf den Bau der Pipeline von Barcelona nach Marseille geeinigt, was auch Deutschland begrüßte. Zuvor war die Fertigstellung einer Pipeline, der MidCat, über die Pyrenäen von Spanien nach Frankreich am Widerstand von Paris gescheitert. Durch sie hätte zunächst Erdgas und erst später grüner Wasserstoff gepumpt werden sollen.

Spanien und Portugal hoffen, im Rahmen der Energiewende und des Kampfes gegen den Klimawandel zu großen Produzenten grünen Wasserstoffs aufzusteigen, der mit Hilfe erneuerbarer Energien wie Wind, Sonne und Wasserkraft hergestellt werden soll./ro/DP/jha

Um 18 Uhr live: Big Tech, Smart Farming und Co. - das sind die Anlage-Trends 2023

Börsenexperte Benjamin Feingold gibt ab 18 Uhr einen Einblick in die besten Anlagemöglichkeiten des aktuellen Börsenjahrs. Welche Herausforderungen und Chancen bieten Inflation, Smart Farming und Big Tech Anlegern im Jahr 2023? Die Antworten bekommen Sie vom Experten live aus erster Hand!

Werbung
Werbung
Werbung
Neue Funktionen als Erstes nutzen
Sie nutzen finanzen.net regelmäßig? Dann nutzen Sie jetzt neue Funktionen als Erstes!
Hier informieren!
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

Woche der Notenbanken: Dow Jones stabil -- DAX knapp im Minus -- Commerzbank erzielt 2022 Milliardengewinn -- VW-Chef will keinen Preiskampf mit Tesla -- Philips, Tesla im Fokus

Renault reduziert Beteiligung an Nissan. Daimler Truck wird großer DEUTZ-Einzelaktionär. RTL erleidet Rückschlag bei Fusionsplänen. Unilever bekommt zum 1. Juli einen neuen Chef. Warnstreiks bei der Post - Niedrigeres Briefporto gefordert. Betriebsräte rechnen mit Einsparungen und Einstellungsstopp - Rolls-Royce dementiert. Deutsche Telekom ersteht Anleihen in Milliardenhöhe.

Umfrage

Haben Sie vor, Ihre Investitionsquote am Kapitalmarkt in diesem Jahr zu erhöhen?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln