Friedrich Vorwerk: Abwärtstrend mit Umkehrchance
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Die Aktie von Friedrich Vorwerk ist weiter auf Talfahrt: Auf starke Zahlen für 2025 folgte ein verhaltener Ausblick auf 2026. Jetzt gilt es, genau hinzuschauen.
Die Aktie von Friedrich Vorwerk hat seit Mitte Januar fast ein Drittel ihres Börsenwerts eingebüßt. Und weil der Chart bekanntlich nie lügt, präsentierte das Unternehmen in der vergangenen Woche auch einen Ausblick, der für viele Investoren doch ein wenig enttäuschend war, aber ins Bild passte.
Enttäuschung versus Chance
Der Umsatz soll demnach auf 730 bis 780 Mio. Euro steigen und das EBITDA 160 bis 180 Mio. Euro betragen. Das ist im Vergleich zu den sehr starken Vorjahreswerten fast schon ein Bremsmanöver. Denn während beim Umsatz noch ein Wachstum von knapp 4 bis rund 11 Prozent gegenüber Vorjahr prognostiziert wird, signalisiert die EBITDA-Range ein Minus von 2 Prozent bis hin zu einem Plus von 10 Prozent. Nach dem Abschütteln der ersten Enttäuschung sollten aber nun zwei Aspekte in den Vordergrund rücken: das mittelfristige Geschäftspotenzial und die Bewertung.
Potenzial, wenn der Bund mitspielt
Als Spezialist für Energie-Infrastrukturlösungen verfügt Vorwerk über ein Geschäftsmodell, welches beim Ausbau der Transportwege für Gas und klimafreundlicher Energien unverzichtbar ist. Aufträge des Bundes hierfür sind quasi alternativlos. Allerdings – und das ist die andere Seite der Wahrheit – ist die Auftragslage auf hohem Niveau rückläufig. Zum 31.12.2025 belief sich der Auftragsbestand auf 1.021,4 Mio. Euro (31.12.2024: 1.187,7 Mio. Euro), der Auftragseingang erreichte 538,1 Mio. Euro (2024: 685,2 Mio. Euro).
Fazit
Der Ausblick von Vorwerk passt auf den ersten Blick nicht zu den großen Potenzialen. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass auf starkes Wachstum auch immer wieder Konsolidierungsphasen folgen. Möglicherweise hat das Management zudem aufgrund des Kriegs in Nahost bewusst eher vorsichtig kalkuliert. Ob dem so war, dürfte sich dann spätestens bei Vorlage der Zahlen des ersten und zweiten Quartals zeigen. Bei einem Aktienkurs von rund 67 Euro errechnet sich auf Basis der mittleren Werte der Zielspanne ein KGV von knapp 15. Das ist bei dem großen Geschäftspotenzial für Infrastrukturlösungen vertretbar. Technisch könnte der Bereich um 64/65 Euro schon der Wendepunkt gewesen sein.
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Erstellung am 07.04.26 um 14:55 Uhr.
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