Aktien von United Airlines und American Airlines klettern: Mega-Fusion im Gespräch

Fusionsfantasien beflügeln die US-Airline-Branche: Berichte über mögliche Gespräche zwischen United Airlines und American Airlines lassen die Aktien deutlich steigen
Werte in diesem Artikel
• Fusionsgerüchte treiben Aktien von United Airlines und American Airlines
• United Airlines-CEO Scott Kirby bringt offenbar Zusammenschluss ins Spiel
• Spekulationen um Mega-Airline in den USA
Die Aktien der großen US-Fluggesellschaften United Airlines und American Airlines haben am Dienstag deutlich zugelegt. Auslöser sind Berichte über mögliche Fusionsgespräche, die das Potenzial hätten, die Kräfteverhältnisse in der globalen Luftfahrtbranche nachhaltig zu verändern.
Kursanstieg nach Bericht über Fusionsidee
Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, hat United-Airlines-CEO Scott Kirby eine mögliche Kombination mit American Airlines ins Spiel gebracht. Demnach stellte Kirby die Idee sogar hochrangigen Regierungsbeamten vor. Auch Reuters berichtete über eine ähnliche Entwicklung und bestätigte damit die Relevanz der Spekulationen. Ob daraus ein konkreter Deal entstehen könnte, ist derzeit jedoch unklar.
An den Märkten sorgte die Meldung dennoch für Bewegung: Die Aktie von American Airlines legte im NASDAQ-Handel am Dienstag schlussendlich um 8,01 Prozent zu auf 12,13 US-Dollar, während United Airlines ein Plus von 2,07 Prozent auf 97,17 US-Dollar verzeichnete.
Größter Airline-Konzern der USA möglich
Ein Zusammenschluss der beiden Konzerne hätte weitreichende Folgen für die Branche. United Airlines und American Airlines sind gemessen an der Marktkapitalisierung aktuell die zweit- und viertgrößten Fluggesellschaften der USA. Eine Fusion könnte somit den größten Airline-Konzern des Landes schaffen - noch vor Delta Air Lines, wie investing.com betont.
Darüber hinaus verfügen beide Unternehmen über die größten Flugzeugflotten der US-Luftfahrtbranche mit jeweils mehr als 1.000 Maschinen. Eine Zusammenlegung würde die operative Schlagkraft erheblich erhöhen und könnte neue Effizienzpotenziale heben.
Kartellrechtliche Hürden bleiben hoch
Trotz der strategischen Attraktivität eines solchen Deals dürfte der Weg dorthin steinig sein. Laut investing.com unter Berufung auf Bloomberg würde eine Fusion wahrscheinlich einer intensiven Prüfung hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Wettbewerb unterzogen, selbst unter einer wirtschaftsfreundlichen US-Regierung.
Der US-Inlandsflugmarkt wird derzeit von vier großen Playern dominiert: American Airlines, Delta Airlines, United Airlines und Southwest Airlines. Eine weitere Konsolidierung könnte regulatorische Bedenken verstärken und den Wettbewerb erheblich einschränken.
Bettina Schneider, Evelyn Schmal, Redaktion finanzen.net
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