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24.08.2019 12:22
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G7: Merkel erwartet von Gipfel Signal gegen Brände im Amazonasgebiet

BIARRITZ (dpa-AFX) - Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet vom G7-Gipfel ein klares Signal für einen Stopp der verheerenden Waldbrände im Amazonasgebiet in Südamerika. "Wir werden uns damit beschäftigen, wie wir unterstützen und helfen können und einen klaren Aufruf dazu senden, dass alles getan werden muss, damit der Regenwald aufhört zu brennen", sagte Merkel in einem am Samstag kurz vor ihrer Abreise ins französische Biarritz gesendeten Podcast. Der französische Präsident Emmanuel Macron habe Recht, wenn er sagt: "Unser Haus brennt." Da könne man nicht schweigen.

In Brasilien wüten derzeit die schwersten Waldbrände seit Jahren. In diesem Jahr nahmen die Feuer und Brandrodungen im größten Land Südamerikas Medienberichten zufolge um 83 Prozent zu. Insgesamt sollen mehr als 70 000 Brände registriert worden sein. Macron hatte das Thema als Gastgeber des G7-Gipfels kurzfristig auf die Tagesordnung gesetzt. Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hatte das wiederum als Einmischung in innere Angelegenheiten kritisiert.

Merkel erhofft sich von dem Gipfel auch eine klare Aussage gegen Gewalt gegen Frauen und Impulse für die Zusammenarbeit mit Afrika. "Nur wenn sich Afrika gut entwickelt, wird die Welt insgesamt eine gute Entwicklung nehmen können", sagte sie. Macron hat zusätzlich die Staatschefs fünf afrikanischer Länder zum Gipfel führender westlicher Wirtschaftsmächte nach Biarritz eingeladen: Burkina Faso, Ägypten, Senegal, Ruanda und Südafrika.

Der Kritik, die G7-Gipfel machten ohne Beteiligung von China oder Russland keinen Sinn, trat Merkel entgegen. Die Treffen böten die Möglichkeit "frei und offen über die Themen zu sprechen, die gelöst werden müssen und wo wir vorankommen müssen", sagte die CDU-Politikerin. "Miteinander zu sprechen ist allemal besser als übereinander und G7 ist dafür eine hervorragende Möglichkeit."

Der Gipfel beginnt am Samstagabend und dauert bis Montag. Der G7 gehören neben Deutschland und Frankreich die USA, Großbritannien, Italien, Kanada und Japan an./mfi/DP/fba

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