Gerresheimer: Zwei Szenarien für die Wende
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Wegen einer Verletzung der Berichtspflichten ist die Gerresheimer-Aktie jetzt aus dem SDAX herausgenommen worden. Der Kurs ist damit wieder in die Nähe des Jahrestiefs gefallen. Eröffnet das eine neue Einstiegschance?
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Die Aktie von Gerresheimer hat seit dem Jahresbeginn um fast 40 Prozent nachgegeben, gegenüber dem Mehrjahreshoch aus 2023 betragen die Einbußen inzwischen sogar mehr als 80 Prozent! Dahinter steckt eine enttäuschende Geschäftsentwicklung mit einer zuletzt rückläufigen Marge, eine erhebliche Nettofinanzverschuldung in Höhe von 2 Mrd. Euro und on-top größere Bilanzierungsprobleme, vor allem bei der Verbuchung von Erlösen, die zur Verschiebung des Geschäftsberichts für 2025 geführt und eine Zweitprüfung durch einen weiteren Wirtschaftsprüfer erfordert haben.
Indexfonds müssen verkaufen
Die nicht fristgerechte Fertigstellung des Abschlusses hat das Unternehmen kürzlich auch die Mitgliedschaft im SDAX gekostet. Da Indexfonds in dem Fall verkaufen müssen, hat das die Aktie noch einmal unter Druck gesetzt. Mit aktuell knapp über 17 Euro notiert sie derzeit nicht mehr weit über dem Mehrjahrestief, das im Februar mit 14,83 Euro markiert wurde.
Schwacher Rebound
Der Chart sieht zum Fürchten aus – mit einem steilen Abwärtstrend über inzwischen anderthalb Jahre. Auch die Gegenbewegung im März war letztlich nur ein relativ schwacher Rebound in Relation zu den vorherigen Verlusten. Allenfalls kann für die letzten zwei Monate der neuerliche Versuch einer Bodenbildung konstatiert werden, wobei es noch offen ist, ob das Vorhaben dieses Mal gelingt.
Wende durchaus möglich
Allerdings ist es durchaus so, dass eine Wende gar nicht so unrealistisch ist – dafür sehen wir zwei Szenarien. Einerseits…
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