Rio Tinto-Aktie dreht dennoch ins Minus: Eisenerz- und Kupfer-Output im ersten Quartal deutlich gesteigert

Rio Tinto hat im ersten Quartal des Jahres mehr Eisenerz, Kupfer und Aluminium produziert. So reagiert die Aktie.
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Der weltweit zweitgrößte Bergbaukonzern nach Marktkapitalisierung meldete einen Anstieg der Produktion aus seinen lukrativen Pilbara-Eisenerzaktivitäten um 13 Prozent im Jahresvergleich sowie einen Zuwachs der Kupferproduktion um 9 Prozent. Die Aluminiumproduktion lag 1 Prozent über dem Vorjahreswert. Insgesamt stieg die Produktion des Unternehmens auf Kupfer-Äquivalentbasis - einer Methode zur Messung der Gesamtproduktion verschiedener Metalle - um 9 Prozent. Die Produktion von Eisenerz und Kupfer übertraf die von Visible Alpha zusammengestellten Konsensschätzungen.
Rio Tinto erklärte, dass es bislang nur begrenzte direkte Auswirkungen des Nahostkonflikts auf die eigenen Aktivitäten gegeben habe. Die Preise für Flugbenzin, Natronlauge und andere Materialien seien zwar gestiegen, die Versorgung sei jedoch nicht unterbrochen worden. Das Unternehmen betonte, dass seine Größe und die globale Lieferkettenmacht geholfen hätten, die Dieselkosten trotz weltweit steigender Preise im Zaum zu halten. Rio Tinto verbraucht jährlich etwa 1,6 Milliarden Liter Diesel, davon rund zwei Drittel für den Betrieb in Pilbara. Man habe nur begrenzte Sicht darauf, wie sich der anhaltende Konflikt in der zweiten Jahreshälfte auf die Lieferketten auswirken werde, verfüge aber über Notfallpläne.
Die Preise für die vom Unternehmen produzierten Rohstoffe hätten sich unterdessen positiv entwickelt, hieß es weiter. Besonders die Aluminiumpreise hätten vom Konflikt im Nahen Osten profitiert. Rio Tinto, einer der weltweit führenden Aluminiumhersteller, erklärte, man habe die Versorgungssicherheit der Kunden auf den Aluminium-Märkten gewährleistet. Die Aluminiumproduktion stieg im ersten Quartal um 1 Prozent auf etwa 840.000 Tonnen.
Im Pilbara-Eisenerzgeschäft, das den Großteil des Unternehmensgewinns ausmacht, stieg die Produktion im ersten Quartal auf 78,8 Millionen Tonnen. Im Kupfergeschäft stieg die Produktion um 9 Prozent auf 229.000 Tonnen. Der Anstieg wurde durch einen Produktionssprung von 56 Prozent in der Oyu-Tolgoi-Mine in der Mongolei getragen, wo Rio Tinto die Produktion durch eine unterirdische Erweiterung hochfährt.
Bohrungen im gigantischen Resolution-Projekt in Arizona hätten nach Abschluss eines Landtausches ebenfalls begonnen, teilte das Unternehmen weiter mit. "Unser Projektteam konzentriert sich darauf, die nächste Phase eines der weltweit größten unerschlossenen Kupfervorkommen zu erschließen", sagte CEO Simon Trott.
Die Rio Tinto-Aktie verliert im Londoner Handel nach anfänglichen Gewinnen zeitweise 0,51 Prozent auf 73,57 Pfund.DJG/DJN/brb/hab
DOW JONES
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Bildquellen: Aaron Bunch/Getty Images, PHILIPPE LOPEZ/AFP/Getty Images