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22.08.2015 18:00
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Nexus: Software, der Ärzte vertrauen

Geschäfte dank Kostendruck: Nexus: Software, der Ärzte vertrauen | Nachricht | finanzen.net
Geschäfte dank Kostendruck
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Steigende Kosten und knappe Budgets zwingen Krankenhäuser zu mehr Effizienz. Das schwäbische Unternehmen Nexus hat die passenden IT-Systeme - und zweistellige Wachstumsraten.
€uro am Sonntag
von Peer Leugermann, Euro am Sonntag

Es ist eine düstere Diagnose: Jede sechste Klinik in Deutschland ist von der Insolvenz bedroht, jede dritte schreibt rote Zahlen und jede zweite kann nicht ausreichend investieren - so der aktuelle Krankenhaus Report des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI).

Schuld an der Misere ist der Kostendruck im Gesundheitswesen. Fachkräftemangel, steigende Personalkosten und die Budgetkürzungen im deutschen Gesundheitswesen setzen Klinikbetreiber unter Druck. Nur ein Beispiel: Für einen Patienten in der Notaufnahme zahlt die gesetzliche Krankenkasse gerade mal 30 Euro, die Kosten liegen im Schnitt aber bei 120 Euro für die akuten Notfälle.

Rettende Digitalisierung

Als Ausweg aus der Kostenfalle bleibt Kliniken, Alten- und Pflegeheimen vor allem eines: Die Einrichtungen müssen besser organisiert und effizienter werden. Große Einsparmöglichkeiten liegen in einer stärkeren Digitalisierung der Medizin. So werden Patientenakten häufig noch per Hand geschrieben, müssen Röntgenbilder aus dem Archiv geholt und Unverträglichkeiten von Medikamenten erst beim Hausarzt erfragt werden.


Hier kommt Nexus ins Spiel. Mit der Software der Firma aus Villingen-Schwennigen lässt sich von der einzelnen Fachabteilung wie Radiologie oder Intensivstation bis zum gesamten Krankenhaus jeder Arbeitsschritt steuern. Trotz knapper Kassen trifft das Angebot der Schwaben daher seit Jahren auf eine rege Nachfrage. 2014 steigerte die Firma ihren Umsatz zum achten Mal in Folge auf 80,2 Millionen Euro und schrieb gut acht Millionen Euro Gewinn. Damit kommen die Schwaben seit 2007 auf ein Gewinnplus von im Schnitt über 30 Prozent pro Jahr. "Wer die Potenziale neuer IT-Lösungen konsequent nutzt, kann Patienten besser versorgen, Kosten sparen und Ärzte und Pflegekräfte von administrativen Aufgaben entlasten", sagt Chef Ingo Behrendt. Allein 2014 investierten die Schwaben 16 Prozent des Umsatzes in die Softwareentwicklung. Im Schnitt liegen die Entwicklungsausgaben von Softwareunternehmen bei 14 Prozent.

Expansive Strategie

Zudem kauft Nexus in der sich konsolidierenden Branche zu. Ziel der Strategie ist es, Lösungen für immer mehr Arbeitsprozesse zu bieten und regional zu expandieren. Durch den Kauf der Firma Marabu etwa verbessert Nexus sein Angebot im Dokumentenmanagement, die Berliner sind Archivierungsexperten. Creuzier-le-Neuf wiederum wurde übernommen, da die Firma Marktführer für digitale Patientenakten in französischen Privatkliniken ist. Damit ist Nexus bereits heute in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Frankreich und den Niederlanden tätig. Die Strategie soll die Firma bis 2020 zum führenden europäischen Anbieter für Kliniksoftware machen.

Die chronisch knappen Kassen in der Gesundheitsbranche bereiten Behrendt daher kaum Bauchschmerzen. "Wir haben es bisher immer geschafft, Umsatz und Ergebnis zweistellig zu steigern. Das ist weiterhin unsere Marschrichtung." Die Halbjahreszahlen am Dienstag dürften das erneut belegen.

Investor-Info

Nexus
Aus eigener Kraft

Auch im ersten Quartal wuchsen Umsatz und Gewinn der Schwaben zweistellig. Die operative Marge stieg von 18 auf 19 Prozent. Die Bilanz ist mit einer Eigenkapitalquote von 68 Prozent kerngesund. Nexus erzielt hohe Cashüberschüsse. Die Barreserven liegen über 22 Millionen Euro. Softwareentwicklung und Expansion können aus dem laufenden Geschäft finanziert werden. Die Aktie ist angesichts eines erwarteten Gewinnwachstums von zehn Prozent im kommenden Jahr nicht zu teuer.
Bildquellen: Bernhard Lelle/Istockphoto, Borislav Bajkic / Shutterstock.com

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