finanzen.net
29.10.2018 12:50
Bewerten
(1)

Herbst der Pessimisten - Auch Roboterbauer Kuka senkt Prognose

Gewinn- und Umsatzwarnungen: Herbst der Pessimisten - Auch Roboterbauer Kuka senkt Prognose | Nachricht | finanzen.net
Gewinn- und Umsatzwarnungen
DRUCKEN
Der Handelsstreit zwischen den USA und China dämpft die Aussichten von immer mehr deutschen Unternehmen.
In den vergangenen Wochen hagelte es Gewinn- und Umsatzwarnungen. Besonders unter Druck geraten sind exportorientierte Branchen wie der Maschinenbau und die Autoindustrie. Dazu kommen spezifische Probleme einzelner Industrien.

Jüngstes prominentes Beispiel ist der Roboterhersteller KUKA. Der Augsburger Konzern warnte an diesem Montag, dass die bisherigen Umsatz- und Gewinnziele in diesem Jahr nicht mehr zu erreichen seien. Kuka begründete seine pessimistischere Einschätzung zum einen mit den Unwägbarkeiten des chinesischen Automatisierungsmarktes, zum anderen mit der sich abkühlenden Konjunktur in der Autoindustrie.

Für das Gesamtjahr erwartet das zum chinesischen Midea-Konzern gehörende Unternehmen nun einen Umsatz in Höhe von rund 3,3 Milliarden Euro und eine bereinigte Ebit-Marge von rund 4,5 Prozent. Zuvor hatte Kuka noch Erlöse von über 3,5 Milliarden Euro angepeilt, von denen 5,5 Prozent als bereinigtes Betriebsergebnis (Ebit) hängen bleiben sollten.

An der Börse setzte die Nachricht die Kuka-Aktie deutlich unter Druck. Das Papier brach am Morgen zeitweise um fast 8 Prozent auf das tiefste Niveau seit Januar 2015 ein. Zuletzt betrug das Minus noch 3,86 Prozent auf 62,30 Euro.

Kuka folgt damit einer Serie von Warnungen aus dem produzierenden Gewerbe - dem Zentrum der deutschen Volkswirtschaft. In der vergangenen Woche hatte der Kabelspezialist LEONI seine Gewinnziele gekappt. Am selben Tag kam die Nachricht aus Hannover, dass auch der Reifenhersteller Continental pessimistischer für das Jahr wird. Der Verbindungstechnikspezialist Norma und der Schmierstoffehersteller Fuchs FUCHS PETROLUB/a> ruderten ebenfalls zurück.

Die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China drücken bereits das Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft. Dieses wuchs zuletzt so langsam wie seit Ausbruch der globalen Finanzkrise nicht mehr. Und das könnte zum Problem für die Weltkonjunktur werden. Die Autobranche im Speziellen bekommt bereits jetzt die Auswirkungen des schwächelnden chinesischen Automarktes zu spüren. Dort verunsichern höhere Zölle die Autokäufer.

Hinzu kommt die Diskussion um Abgaswerte und Dieselfahrverbote in vielen deutschen Städten. Nur mühsam kämpft sich die Branche in Europa durch die Umstellungsphase auf den neuen Abgas- und Verbrauchsstandstard WLTP. Der Autobauer Daimler hat inzwischen bereits zweimal seine Prognosen gesenkt, auch BMW wird das zu Anfang des Jahres gesetzte Renditeziel nach eigenen Angaben verfehlen. Volkswagen kann das angepeilte Gewinnziel voraussichtlich nur noch unter Ausklammerung von Sondereinflüssen erzielen.

Inzwischen schwappen die Probleme von der Autoindustrie auf andere Branchen über. Das bekam beispielsweise auch der Chemiekonzern BASF im dritten Quartal zu spüren. Konzernchef Martin Brudermüller warnte am vergangenen Freitag mit Blick auf die stockende Konjunktur in China vor zunehmenden Herausforderungen im makroökonomischen Umfeld.

BASF hat mit der Übernahme von einigen Bayer-Geschäfte und der Verschmelzung der Öl- und Gastochter Wintershall mit der früheren RWE-Sparte Dea derzeit ohnehin alle Hände voll zu tun. Auch andere Unternehmen, die ihre eigenen Baustellen zu bewältigen haben, werden von Handelshemmnissen und abkühlenden Konjunkturaussichten nun auf dem falschen Fuß erwischt. Der Maschinenbauer Gea etwa kämpft seit Jahren mit einem kriselnden Geschäft in der Milchindustrie. So zückte Konzernchef Jürg Oleas Anfang Oktober die rote Karte und senkte die Margenprognose. Am Montag stellte der Manager zur Vorlage der endgültigen Zahlen zum dritten Quartal nun ein schwieriges Jahresende in Aussicht.

An der Börse rückten in diesem Jahr bereits einige andere Problembranchen ins Visier: Der deutsche Einzelhandel etwa ächzte im Sommer unter der Zurückhaltung der Kunden, Konzerne im Umbau wie GERRY WEBER und TOM TAILOR litten besonders. Auch Metro und Ceconomy schlossen das erste Jahr in Unabhängigkeit mit weniger Umsatz. Ebenfalls zeigte sich der Medizinkonzern Fresenius zuletzt weniger zuversichtlich, weil es bei der Dialysetochter Fresenius Medical Care und im deutschen Klinikgeschäft im dritten Quartal überraschend schlechter als erwartet lief.

/tav/mne/fba

AUGSBURG (dpa-AFX)

Bildquellen: TOBIAS SCHWARZ/AFP/Getty Images, nitpicker / Shutterstock.com, Nils Versemann / Shutterstock.com, Vytautas Kielaitis / Shutterstock.com

Nachrichten zu KUKA AG

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu KUKA AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
17.11.2017KUKA ReduceHSBC
27.04.2017KUKA buyUBS AG
13.09.2016KUKA HoldHSBC
08.08.2016KUKA VerkaufenDZ BANK
04.08.2016KUKA buyS&P Capital IQ
27.04.2017KUKA buyUBS AG
04.08.2016KUKA buyS&P Capital IQ
18.05.2016KUKA accumulateequinet AG
04.05.2016KUKA buySociété Générale Group S.A. (SG)
04.05.2016KUKA buySociété Générale Group S.A. (SG)
13.09.2016KUKA HoldHSBC
04.08.2016KUKA HoldHSBC
03.08.2016KUKA HoldSociété Générale Group S.A. (SG)
03.08.2016KUKA HoldCommerzbank AG
03.08.2016KUKA HoldBaader Wertpapierhandelsbank
17.11.2017KUKA ReduceHSBC
08.08.2016KUKA VerkaufenDZ BANK
22.07.2016KUKA SellHauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA
12.07.2016KUKA UnderperformJefferies & Company Inc.
08.07.2016KUKA VerkaufenDZ-Bank AG

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für KUKA AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Fünf deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten!

Das Gute liegt oft so nah. Heimische Internet-Unternehmen rollen den Markt auf. Im neuen Anlegermagazin erwartet Sie ein Special über deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten.
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX fester -- Asiens Börsen ohne klare Richtung -- Intel-Board segnet Aktienrückkaufprogramm ab -- Investor Icahn gibt Widerstand gegen Börsenrückkehr von Dell auf -- NVIDIA im Fokus

Halbleiterwerte leiden unter NVIDIA und Applied Materials. Fed plant umfassende Überprüfung ihrer Arbeitsweise. MorphoSys und I-Mab vereinbaren strategische Partnerschaft. Facebook-Chef Zuckerberg: Wusste nichts von Kampagne gegen Kritiker. Nach Ministerrücktritten in London: Ungewissheit über Brexit-Abkommen.

Top-Rankings

Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Einige Änderungen unter den Top-Positionen
Netter Bonus
Auf soviel Weihnachtsgeld dürfen sich Arbeitnehmer 2018 in Deutschland freuen
Die Performance der Rohstoffe in in KW 45 2018.
Welcher Rohstoff macht das Rennen?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die reichsten Länder der EU
Das sind die wohlhabendsten Länder der EU
Die besten Airlines der Welt 2018
Welche Fluggesellschaft triumphiert?
Best Global Brands 2018
Die Top 20 der wertvollsten Marken weltweit
Gut bezahlte Jobs
Bei diesen Top-Konzernen brauchen Bewerber keinen Abschluss
Das Schwarzbuch 2018/2019
Wo 2018 sinnlos Steuern verbrannt wurden
mehr Top Rankings

Umfrage

Horst Seehofer will sein Amt als Parteivorsitzender der CSU niederlegen aber weiterhin Bundesinnenminister bleiben. Halten Sie das für richtig?

finanzen.net Brokerage

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
PG&E Corp.851962
Daimler AG710000
Amazon906866
Wirecard AG747206
Deutsche Bank AG514000
Apple Inc.865985
GAZPROM903276
Aurora Cannabis IncA12GS7
BayerBAY001
EVOTEC AG566480
Steinhoff International N.V.A14XB9
Deutsche Telekom AG555750
CommerzbankCBK100
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Anheuser-Busch InBev SA (spons. ADRs)A0N916