Aktien von Samsung und SK hynix klar im Minus - Gipfel von Trump und Xi ohne Durchbrüche

Die Enttäuschung über das Treffen von US-Präsident Trump und Chinas Staatschef Xi hat Technologiewerte in Südkorea deutlich belastet - darunter Samsung und SK hynix.
• Gipfel zwischen Donald Trump und Xi Jinping brachte keine wesentlichen Fortschritte
• Tech-Schwergewichte geraten unter Druck
• Unterschiedliche Darstellungen bei zentralen Themen
US-Präsident Donald Trump hat China nach seinem mehrtägigen Staatsbesuch wieder verlassen. Im Zentrum der Gespräche standen neben wirtschaftlichen Themen auch geopolitische Konflikte. Beide Seiten tauschten sich über den Iran-Krieg aus. Weitere Streitpunkte waren gegenseitige Zölle, Handelsbarrieren, die Taiwan-Frage sowie Chinas Kontrolle über seltene Erden.
An den Märkten überwog nach Trumps zweitem Staatsbesuch in China nach 2017 die Skepsis. Deshalb drehten die asiatischen Börsen am Freitag nach unten, nachdem Investoren keine klaren Ergebnisse des Gipfels erkennen konnten.
Samsung und SK hynix verlieren deutlich
Besonders heftig fiel die Reaktion in Südkorea aus. Laut Dow Jones Newswires dürften Gewinnmitnahmen nach den zuvor starken Kursanstiegen und mehreren Rekordständen eine zentrale Rolle gespielt haben. Die hohe Volatilität führte demnach sogar erneut zu Handelsunterbrechungen an der südkoreanischen Börse.
Deutliche Kursverluste zeigten die Techgiganten Samsung und SK hynix. Die Aktien beendeten den Freitagshandel mit Abschlägen von 8,61 Prozent auf 270.500 Won bzw. 7,66 Prozent auf 1.819.000 Won.
Unterschiede bei Iran und Taiwan
Ein Händler erklärte laut der Nachrichtenagentur, dass der Gipfel in vielen Fragen keine bedeutenden Durchbrüche erzielt habe. Der Markt wisse nicht so recht, was von dem Gipfel zu halten sei. Der Händler verwies außerdem darauf, dass viele Ergebnisse früherer Treffen später nicht umgesetzt worden seien. Deshalb vertrauten Marktteilnehmer mündlichen Ankündigungen nur eingeschränkt.
Auch laut ntv traten bereits am ersten Tag des Treffens deutliche Unterschiede in der Kommunikation beider Seiten zutage. Nach US-Angaben bestand Einigkeit darüber, dass die Straße von Hormus für Energietransporte offen bleiben müsse. Xi Jinping habe sich demnach gegen eine Militarisierung der Meerenge sowie gegen Durchfahrtsgebühren ausgesprochen. Zudem habe China Interesse signalisiert, mehr US-Öl zu kaufen. In den chinesischen Verlautbarungen spielte dieses Thema dagegen keine Rolle.
Anders verhielt es sich beim Streit um Taiwan. Nach chinesischer Darstellung rückte Peking die Taiwan-Frage früh in den Mittelpunkt der Gespräche. Xi habe gewarnt, das Thema müsse mit äußerster Vorsicht behandelt werden. Werde die Frage falsch gehandhabt, könnten beide Länder in einen Konflikt geraten. Die USA erwähnten Taiwan in ihren offiziellen Verlautbarungen dagegen nicht. Damit zeigen die Darstellungen beider Seiten laut den vorliegenden Informationen deutliche Unterschiede bei den Schwerpunkten des Gipfels.
Was das für Anleger bedeutet
Die Kursverluste bei Samsung Electronics und SK hynix zeigen, wie empfindlich Technologiewerte derzeit auf geopolitische Unsicherheit reagieren. Solange zentrale Konfliktthemen zwischen den USA und China ungelöst bleiben, dürfte die Volatilität im asiatischen Technologiesektor hoch bleiben.
Privatanleger sollten politische Entwicklungen und mögliche Auswirkungen auf Lieferketten, Handel und Halbleiterindustrie genau beobachten. Gerade bei Einzelwerten aus dem Tech-Sektor können kurzfristige Kursausschläge derzeit deutlich stärker ausfallen.
Thomas Zoller, Redaktion finanzen.net
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