finanzen.net
16.10.2018 12:36
Bewerten
(0)

Größter CSU-Bezirk fordert nach Wahlschlappe Sonderparteitag

München (Reuters) - Der Absturz der CSU bei der Landtagswahl in Bayern soll nach dem Willen des größten Bezirksverbands auf einem Sonderparteitag aufgearbeitet werden.

"Gestern war die Stimmung ganz klar für einen Parteitag", berichtete Bezirkschefin Ilse Aigner am Dienstag in München aus der Sitzung des Bezirksvorstands am Vorabend. Denkbar seien ein großer oder ein kleiner Parteitag, aber auch eine Konferenz der Ortsvorsitzenden. Aigner ließ offen, ob es dabei um inhaltliche oder auch personelle Konsequenzen gehen könnte.

Oberbayern ist der Heimatbezirk des parteiintern in die Kritik geratenen CSU-Chefs Horst Seehofer, der bis zum Herbst 2019 gewählt ist und eine Personaldebatte bisher abgelehnt hat. Seehofer hatte nach einer Vorstandssitzung am Montag angekündigt, nach der Regierungsbildung in Bayern solle eine vertiefte Analyse des Wahlergebnisses vorgenommen werden. Als denkbare Gremien dafür hatte Seehofer selbst einen großen oder kleinen Parteitag oder Regional- oder Mandatsträgerkonferenzen genannt. Seehofer, der als Bundesinnenminister nicht dem Landtag angehört, hatte den Zeitplan gemeinsam mit Ministerpräsident Markus Söder verkündet, der nach dem ausdrücklichen Willen des Parteivorstands im Amt bleiben soll.

Vor der ersten Sitzung der neuen CSU-Fraktion am Dienstag in München bekräftigten mehrere CSU-Abgeordnete die vom Parteivorstand beschlossene Vorgehensweise, erst eine Koalition zu bilden und dann über Konsequenzen aus dem Wahlergebnis zu beraten. "Es hat überhaupt keinen Sinn, das parallel zu machen", sagte Fraktionschef Thomas Kreuzer. Ähnlich äußerten sich Aigner und der oberbayerische Abgeordnete Florian Herrmann, der als Staatskanzleichef einer von Söders wichtigsten Mitarbeitern ist. In der Partei wird befürchtet, dass eine Personaldebatte einen Erfolg bei Söders Koalitionsgesprächen torpedieren könnte.

Die CSU fuhr bei der Landtagswahl am Sonntag mit einem Absturz von 47,7 auf 37,2 Prozent ihr schwächstes Ergebnis seit 1950 ein. Damit verlor sie ihre seit Jahrzehnten fast ununterbrochen gewohnte Regierungsmehrheit und strebt nun eine Koalition mit den Freien Wählern an, die viele ähnliche konservative Positionen vertreten. Als wichtige Konfliktpunkte gelten die Forderungen der Freien Wählern nach einem Bekenntnis gegen einen Ausbau des Münchner Flughafens und für eine kostenlose Kinderbetreuung.

Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX im Plus -- Asiens Börsen uneinig -- US-Notenbank Fed senkt Leitzins -- Rocket Internet fährt Umsatzplus ein -- Schweiz hält an Geldpolitik fest -- HelloFresh, Bauer, Covestro, Lufthansa im Fokus

E.ON vollzieht Erwerb der innogy-Anteile von RWE. Gläubiger machen Weg für Sanierung von GERRY WEBER frei. BoJ signalisiert mögliche geldpolitische Maßnahmen im Oktober. Microsoft plant Aktienrückkauf in zweistelliger Milliardenhöhe. Brasilianische Notenbank senkt Leitzins auf Rekordtief.

Umfrage

Wo sehen Sie den DAX Ende 2019?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
NEL ASAA0B733
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
CommerzbankCBK100
Microsoft Corp.870747
Apple Inc.865985
Ballard Power Inc.A0RENB
Amazon906866
Infineon AG623100
EVOTEC SE566480
E.ON SEENAG99
BASFBASF11
BayerBAY001
Aurora Cannabis IncA12GS7