Aktien von Stahltiteln wie Salzgitter, thyssenkrupp & Co. auf Erfolgskurs: EU-Einigung auf schärfere Importregeln

Ein Fortschritt bei der Verschärfung der europäischen Importbarrieren hält am Dienstag die Aktien von Stahlkonzernen auf Erholungskurs.
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Dazu zählten in Deutschland vor allem die Titel von Salzgitter, die auf XETRA zeitweise 5,99 Prozent auf 49,56 Euro anziehen, gefolgt von thyssenkrupp-Papieren mit einem Aufschlag von 3,50 Prozent auf 8,69 Euro. Beide knüpfen damit an ihre Erholungsrally an, die Ende März begonnen hatte. Salzgitter haben in dieser Zeit um etwa die Hälfte zugelegt.
Auf europäischer Ebene profitierten die Titel von ArcelorMittal in Amsterdam um 1,04 Prozent auf 52,22 Euro und voestalpine in Wien mit einem Plus von 2,28 Prozent auf 43,08 Euro davon, dass sich Vertreter der Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) und des EU-Parlaments darauf einigten, dass deutlich weniger Stahl als bisher zollfrei in die EU importiert werden darf.
Generell ist es schon lange bekannt, dass die EU die heimische Stahlindustrie vor billiger Konkurrenz aus Ländern wie China schützen will. Die Salzgitter-Titel hatten davon getrieben im Februar mit 58,45 Euro ein Hoch seit 2011 markiert, bevor dann eine mehrwöchige Korrektur einsetzte, die sich Ende Februar mit dem Ausbruch des Iran-Krieges deutlich verstärkt hatte. Weite Teile der im März erlittenen Kursverluste haben die Salzgitter-Aktien aber mittlerweile wieder aufgeholt.
Wie in der Nacht zum Dienstag bekannt wurde, wird die zollfreie Einfuhrmenge in die EU künftig auf 18,3 Millionen Tonnen pro Jahr begrenzt. Das sind etwa 47 Prozent weniger als bisher. Weitere Importe sollen laut Mitteilung der EU-Staaten dann mit einem Strafzoll von 50 Prozent belegt werden, doppelt so viel wie bisher. Die neuen Regeln schützten den europäischen Markt vor globaler Überproduktion, heißt es in der Mitteilung.
FRANKFURT (dpa-AFX)
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Bildquellen: Lukassek / Shutterstock.com, thyssenkrupp AG
