Heidelberger Druckmaschinen: Ein erster Fortschritt
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Nach einem kräftigen Rückschlag im Februar hat die Aktie von Heidelberger Druckmaschinen einen kurzfristigen Boden gefunden. Die Chancen für eine Kurserholung hängen vom weiteren Newsflow ab.
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Der mit den Quartalszahlen gemeldete rückläufige Auftragseingang und Auftragsbestand hatte im Februar einen kleinen Ausverkauf bei der Aktie von Heidelberger Druckmaschinen ausgelöst. Damit wurde auch die mehrmonatige Seitwärtsrange, in der der Kurs überwiegend zwischen 1,80 und 2,20 Euro gependelt ist, nach unten verlassen. Erst bei 1,29 Euro ist der Verfall gestoppt, im Anschluss hat das Papier rund um die Marke von 1,40 Euro einen kurzfristigen Boden ausgebildet.
Kurse über 1,50 Euro wären Trendwende
Von jüngsten Zwischentief aus hat die Aktie aktuell eine kleine Erholungsbewegung gestartet, für eine Trendwende müsste sie sich aber oberhalb von 1,50 Euro – dort liegt die obere Grenze des kurzfristigen Seitwärtskorridors – etablieren.
Auftragslage und Defense-Geschäft im Fokus
Hilfreich wäre dafür ein positiver Newsflow. Insbesondere substanzielle Auftragseingänge könnten die Sorgen um die weitere Auslastung möglicherweise zerstreuen. Zuletzt hat das Unternehmen bereits gemeldet, dass eine große Branchenmesse in Brasilien mit einem Bestellvolumen von mehr als 30 Mio. Euro sehr erfreulich verlaufen ist. Davon braucht es mehr. Ein zweiter potenzieller Treiber sind substanzielle Fortschritte bei der Erschließung des Defense-Sektors. Diesbezüglich konnte das Unternehmen Mitte März die Gründung eines Joint-Ventures mit Ondas Autonomous Systems bekannt geben, das zunächst insbesondere den Vertrieb der autonomen Drohnenabwehrsysteme des Partners in Europa vorantreiben soll. Der nächste Ausbauschritt sieht dann eine Produktion am Heidelberg-Standort in Brandenburg an der Havel vor.
Günstige Bewertung
Sollten Heidelberger Druckmaschinen zügige Fortschritte bei der Expansion im Defense-Sektor gelingen und sich die Auftragslage zumindest stabilisieren, dürften die künftigen Chancen bei der Aktie wieder stärker in den Vordergrund rücken. Angesichts eines Konsens-KGV von lediglich 10,6 für das aktuellen Geschäftsjahr (zu einem Kurs von 1,42 Euro) reicht nach unserer Einschätzung schon die Perspektive eines moderarten, aber stetigen Wachstumskurses mit sukzessiven Margenverbesserungen, um Kursaufschläge zu rechtfertigen.
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Erstellung am 09.04.26 um 9:52 Uhr.
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