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21.01.2019 13:26
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Henkel verbucht Umsatzrückgang - Kosmetik-Geschäft lahmt

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Düsseldorf (Reuters) - Der Konsumgüterriese Henkel steuert wegen Währungsturbulenzen, steigenden Rohstoffkosten und hausgemachter Probleme nicht mehr auf Rekordkurs.

Die über Jahre erfolgsverwöhnten Düsseldorfer mussten im vergangenen Jahr ein Umsatzminus hinnehmen, wie der Hersteller von Persil, Schwarzkopf und Loctite am Montag mitteilte. Vor allem das Geschäft mit Kosmetika lief nicht rund. Mit zusätzlichen Investitionen will Konzernchef Hans Van Bylen das Wachstum nun wieder ankurbeln. Rund 300 Millionen Euro will der Konzern pro Jahr mehr ausgeben, der über Jahre auf einem strikten Sparkurs steuerte. Doch die zusätzlichen Ausgaben werden die Umsatzrendite 2019 voraussichtlich erstmals seit 2014 wieder schrumpfen lassen. Anleger reagierten enntäuscht, Henkel-Aktien sackten um über acht Prozent auf ein Drei-Jahres-Tief.

Henkel habe im vergangenen Jahr starken Gegenwind durch Währungsschwankungen und Rohstoffkosten gespürt, räumte Finanzchef Carsten Knobel ein. Die Erlöse sanken nach vorläufigen Zahlen auf 19,9 (Vorjahr: 20) Milliarden Euro. Für 2019 erwarte Henkel nun - wie auch im Vorjahr - ein organisches Umsatzwachstum zwischen zwei und vier Prozent. 2018 landeten die Düsseldorfer indes mit einem Plus von 2,4 Prozent am unteren Ende der Spanne. Besser lief es beim deutschen Rivalen Beiersdorf, der ein organisches Plus von über fünf Prozent verzeichnete.

Im vergangenen Jahr machten dem stark in Schwellenländern engagierten Henkel-Konzern negative Effekte etwa durch den schwachen russischen Rubel oder die türkische Lira zu schaffen. Sie drückten den Umsatz um rund 1,1 Milliarden Euro. Henkel steuerte über Jahre auf Rekordkurs und setzte dabei mit Klebstoffen, Waschmitteln und Kosmetik auch stark auf Wachstumsregionen rund um die Welt. Doch in vielen Ländern sorgen politische und wirtschaftliche Unsicherheiten - wie etwa in der Türkei - für einen Verfall der Landeswährung.

Nicht nur Währungseffekte belasteten die Bilanz. Im Kosmetikgeschäft sank der organische Umsatz im vergangenen Jahr um 0,7 Prozent. Van Bylen will nun den Markenauftritt von Schauma, Syoss oder Gliss erneuern.

Für 2019 rechnen die Düsseldorfer weiter mit einem "herausfordernden Marktumfeld". Henkel erwarte anhaltende Belastungen durch Währungen und steigende Materialpreise. Das organische Umsatzwachstum erwartet Van Bylen erneut in einer Spanne zwischen zwei und vier Prozent. Bei der bereinigten Ebit-Marge rechnet er mit einem leichten Rückgang - sie soll in der Bandbreite zwischen 16 und 17 Prozent liegen. 2018 erreichte sie nach vorläufigen Zahlen 17,6 Prozent. Der belgische Manager, der seit 2016 Henkel leitet, will nun rund 200 Millionen Euro zusätzlich im Jahr ausgeben, um die Marken des Konzerns aufzupolieren und mit weiteren 100 Millionen Euro zusätzlich die digitale Transformation des Traditionskonzerns weiter anschieben. Henkel investiert pro Jahr bereits rund 800 Millionen Euro.

Zugleich versuchte Van Bylen, die Investoren mit der Aussicht auf höhere Dividenden zu umgarnen. Der Zielkorridor für die jährliche Ausschüttung des um Sondereinflüsse bereinigten Jahresüberschusses solle ab dem Geschäftsjahr 2019 auf 30 bis 40 Prozent erhöht werden, teilte der Dax-Konzern mit. Zuvor waren es 25 bis 35 Prozent.

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