Heute im Fokus

US-Arbeitsmarktdaten im Fokus: DAX geht über 25.000 Punkten ins Wochenende -- US-Börsen letztlich fester -- Nike setzt Rotstift an -- Öl, Tesla, NVIDIA, Palantir, Siemens Energy, BTC, adidas im Fokus

aktualisiert 02.10.26 22:02 Uhr

Glencore erhält grünes Licht für Kupferprojekt in Argentinien. ON Semi & Synaptics - das steckt hinter dem neuen Übernahmeangebot. Rheinmetall bringt Satelliten ins All. HENSOLDT mit neuer Kaufempfehlung. Moderna mit Indexvorteil gegenüber BioNTech. IG Metall kritisiert Kündigung von Tarifverträgen durch Volkswagen. Hannover Rück-Aktie - Fitch erhöht Ausblick für IFS-Rating.

Marktentwicklung


Der deutsche Leitindex zeigte sich am Freitag sehr robust.

Der DAX baute sein anfänglich nur kleines Plus im weiteren Handelsverlauf deutlich aus und setzt sich im Anschluss über 25.000 Punkten fest, nachdem die Marke am Vortag unterschritten worden war. Zum Handelsschluss stand ein Plus von 1,17 Prozent bei 25.231,20 Punkten an der Kurstafel.
Auch der TecDAX vergrößerte seine frühen Gewinne weiter und ging letztlich 2,5 Prozent stärker bei 4.080 Zählern in den Feierabend.

Die Anleger verdrängten die zuletzt aufgekommen Zins- und Inflationssorgen. Daran änderten auch die Arbeitsmarktdaten aus den USA nichts, die am Nachmittag veröffentlicht wurden. Die Beschäftigung war in den Vereinigten Staaten im September deutlich schwächer gestiegen als erwartet, was die Zinserhöhungserwartungen nicht zusätzlich befeuerte. Laut dem Marktbeobachter Timo Emden von Captrader nimmt der Jobbericht "Druck vom geldpolitischen Sorgenkessel".

Auch am Anleihemarkt hat sich die Lage etwas beruhigt nach dem jüngsten Ausverkauf, den es vor allem bei französischen Staatsanleihen gegeben hatte. Förderlich waren nachgebende Ölpreise, weil die G7-Staaten 100 Millionen Barrel Öl aus ihren Reserven freigeben wollen.

Die Inflation in der Eurozone überraschte am Morgen nicht groß.

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Europas Börsen präsentierten sich im Freitagshandel stärker.

Der EURO STOXX 50 konnte sich nach einem positiven Start im Anschluss weiter verbessern und schloss 1,02 Prozent höher bei 6.238,50 Punkten.

Die nachgebenden Ölpreise überlagerten die weiter gestiegene Inflation im Euroraum. "Die Hoffnung, dass es zu wesentlich tieferen Preisniveaus bei den Rohölsorten kommen wird, treibt die europäischen Aktienmärkte am Freitag an", zitierte die dpa Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets.

Die EU-Verbraucherpreise sind mit plus 2,5 Prozent in der Kernrate nicht noch stärker als erwartet gestiegen. "Vor allem die Angst vor Zweitrundeneffekten und einer Ausbreitung der Energiepreis-getriebenen Inflation wird dadurch eingedämmt", sagte ein Händler laut Dow Jones Newswires.

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An der Wall Street ging es vor dem Wochenende aufwärts.

So eröffnete der Dow Jones bereits höher und hielt sich in der Folge weiterhin auf grünem Terrain. Letztlich stand hier ein Plus von 0,49 Prozent auf 51.177,44 Punkte an der Kurstafel.
Auch der technologielastige NASDAQ Composite zog nach einem deutlich höheren Start weiter an. Im Handelsverlauf erreichte er sogar ein neues Rekordhoch bei 27.353,68 Punkten, bevor es mit Gewinnen von 1,19 Prozent bei 27.190,86 Zählern ins Wochenende ging.

Profitiert haben die US-Börsen vor allem von stagnierenden Ölpreisen, die zeitweise sogar stark unter Druck standen, weil die G7-Staaten die Freigabe von 100 Millionen Barrel aus strategischen Reserven befürworteten.

Darüber hinaus sorgte ein schwacher US-Arbeitsmarktbericht für zusätzlichen Rückenwind. Analyst Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) schrieb zu dem Jobbericht: "Der Arbeitsmarktbericht enttäuscht angesichts der positiven Indikationen, die es vonseiten der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, des ADP-Reports oder des ISM-Beschäftigungsindexes gegeben hatte". Am Aktienmarkt kommt dies positiv an, weil es die Zins- und Inflationssorgen der Anleger ebenso dämpft wie die wieder niedrigeren Ölpreise.

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In Fernost dominierten am Freitag die Verluste.

Der Nikkei 225 verlor am letzten Handelstag der Woche 0,94 Prozent auf 68.309,46 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland ruhte der Handel auch am Freitag weiter, am Mittwoch hatte der Shanghai Composite 0,31 Prozent auf 3.842,20 Zähler gewonnen.

In Hongkong hatten nach der Feiertagspause vom Vortag die Bären das Ruder in der Hand und schickten den Hang Seng 2,60 Prozent auf 23.972,29 Zähler abwärts.

Vor den anstehenden Arbeitsmarktdaten aus den USA zeigten sich die asiatischen Finanzmärkte am Freitag uneinheitlich, da Anleger bezüglich des künftigen Zinskurses der US-Notenbank eine zurückhaltende Position einnahmen. Zusätzlich drückten hohe Anleiherenditen und ein spürbarer Anstieg der Ölpreise auf die Risikofreude der Investoren. Bereits die US-Börsen hatten am Vortag nur leicht im Plus geschlossen, nachdem sich ein deutlicher Anstieg der Renditen von US-Staatsanleihen im späten Handel wieder etwas abgeschwächt hatte.

Besonders kräftig fielen die Verluste in Hongkong aus. Neben gestiegenen Renditen bremsten vor allem neue Sorgen um die globale Ölversorgung und anhaltender Druck auf Technologieaktien die Entwicklung. Frische Konjunkturdaten zeigten in Japan zudem, dass die Verbraucherpreise in Tokio im September im Jahresvergleich um 2,7 Prozent stiegen und damit sowohl den Vormonatswert als auch die Markterwartungen übertrafen. Dies heizte Spekulationen an, dass die Bank of Japan ihren Leitzins nach der Anhebung auf 1,25 Prozent noch im Laufe des Jahres weiter anheben könnte.

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