DAX geht mit Verlusten ins Wochenende -- US-Börsen auch Freitag in Rekordlaune -- Commerzbank übertrifft Erwartungen in Q1 -- Rheinmetall, Nintendo, SoftBank, AMD, Innodata, NEL im Fokus
VW-Rivale Toyota: Gewinnprognose enttäuscht den Markt. Siltronic Aktie auf Hoch seit 2022: Kurs weit über Analystenzielen. HelloFresh: UBS warnt vor vielen Unsicherheiten. Bechtle mit Gewinnsteigerung - Erwartungen des Marktes aber verfehlt. Allianz-Aktie: Das steckt hinter dem schwachen Kurs. Infineon: Analystenlob gibt Rückenwind.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich vor dem Wochenende deutlich schwächer.
Der DAX eröffnete die Sitzung bereits tiefer und verharrte im weiteren Verlauf tief in der Verlustzone. Diese wurden am Nachmittag noch ausgeweitet, sodass der Leitindex letztlich mit einem Abschlag von 1,32 Prozent bei 24.338,63 Punkten ins Wochenende ging.
Der TecDAX zeigte sich nach bereits schwächerem Start ebenso mit einem roten Vorzeichen. Sein Schlussstand: 3.778,73 Punkte (-0,45%).
Trotz der formal geltenden Waffenruhe ist es in der Straße von Hormus zu gegenseitigen militärischen Aktionen zwischen den USA und dem Iran gekommen. Das zuständige US-Regionalkommando Centcom erklärte auf X, eigene Kräfte hätten unerwartete iranische Angriffe abgewehrt und anschließend im Rahmen der Selbstverteidigung Ziele bekämpft.
US-Präsident Trump erhöhte im Anschluss den politischen Druck und forderte Teheran zu einer raschen Einigung auf. Sollte es keine Vereinbarung geben, stellte er deutlich härtere militärische Reaktionen in Aussicht.
Am Ölmarkt kam der zuvor beobachtete Rückgang der Preise Preise zum Stillstand, stattdessen zogen die Notierungen in der Nacht wieder an. Parallel dazu meldeten auch die Vereinigten Arabischen Emirate neue Angriffe aus dem Iran.
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Die europäischen Börsen verbuchten am Freitag Verluste.
Der EURO STOXX 50 beendete den Handelstag nach tieferem Start auf rotem Terrain bei 5.904,86 Zählern (-1,14%).
Nachdem zuvor Hoffnungen auf Fortschritte in den Gesprächen zwischen Washington und Teheran für Optimismus gesorgt hatten, trübten neue militärische Zwischenfälle im Nahen Osten die Stimmung wieder ein. Entsprechend nahm die Risikoneigung der Anleger ab.
US-Präsident Trump betonte zwar erneut, dass die bestehende Waffenruhe mit dem Iran fortbestehe, dennoch bleibt die Lage in der Straße von Hormus angespannt. Marktbeobachter wie Stephen Innes von SPI Asset Management warnten deshalb vor weiterhin hoher Schwankungsanfälligkeit, da bereits kleine Nachrichten zu schnellen Richtungswechseln führen könnten.
Für etwas Entlastung sorgten juristische Entscheidungen aus den USA im Zusammenhang mit Handelspolitik: Ein US-Gericht stellte Teile der von der Regierung eingeführten globalen Strafzölle infrage. Zudem deutete Trump an, dass kurzfristig keine weiteren Zollerhöhungen auf europäische Fahrzeuge geplant seien. Der sonst stark beachtete US-Arbeitsmarktbericht trat angesichts der geopolitischen Entwicklungen in den Hintergrund.
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An den US-Börsen herrschte weiterhin eine gute Stimmung.
Der Dow Jones Industrial zeigte sich zwar wenig verändert und schloss die Sitzung 0,02 Prozent höher - nahezu unverändert bei 49.609,16 Punkten.
Der NASDAQ Composite zeigte sich hingegen ausgesprochen freundlich und verbesserte sich um 1,71 Prozent auf 26.247,08 Zähler und markierte damit ein neues Rekordhoch.
Die Wall Street hat ihren Rekordlauf am Freitag wieder aufgenommen - S&P-500 und Nasdaq erreichten Allzeithochs auf Schlusskursbasis. Die Abgaben vom Vortag wurden somit wieder wettgemacht. Für Zuversicht sorgte, dass die USA offenbar um jeden Preis eine Friedensvereinbarung mit dem Iran finden wollen. US-Präsident Donald Trump bezeichnete wiederholt die Waffenruhe als intakt und nicht gebrochen, obwohl es wieder wechselseitige Scharmützel zwischen den Kriegsparteien gab.
Positiv auf die Stimmung wirkte auch, dass laut einem US-Bundeshandelsgericht Trump nicht befugt war, neue weltweite Zölle zu erheben, nachdem eine vorherige Zollmaßnahme im Februar vom Obersten Gerichtshof der USA für ungültig erklärt worden war. Folglich sei Trumps Proklamation "ungültig, und die gegen die Kläger verhängten Zölle sind rechtlich unzulässig."
Sehr starke Arbeitsmarktdaten setzten derweil kaum Akzente. Die US-Wirtschaft hat im April sehr viel mehr neue Stellen geschaffen, als Ökonomen ihr zugetraut hatten. Die Arbeitslosenquote blieb konstant bei 4,3 Prozent. Nicht nur stehen die US-Arbeitsmarktdaten derzeit nicht im Rampenlicht, die Lesung löste auch keinen Handlungsbedarf mit Blick auf die US-Notenbank aus. Am Markt wird derzeit erwartet, dass die Fed im laufenden Jahr stillhalten wird.
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Die Börsen in Fernost präsentierten sich vor dem Wochenende schwächer.
In Tokio verlor der Nikkei 225 letztlich 0,19 Prozent auf 62.713,65 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite derweil auf Vortagesniveau bei 4.179,95 Einheiten.
In Hongkong fiel der Hang Seng um 0,87 Prozent auf 26.393,71 Zähler.
An den Börsen in Ostasien sorgten am Freitag neue Spannungen im Nahen Osten zusammen mit Gewinnmitnahmen für eine vorsichtigere Stimmung. Belastet wurden die Märkte durch Berichte des US-Militärs über abgewehrte Angriffe nahe der Straße von Hormus, bei denen iranische Kräfte demnach Raketen, Drohnen und kleinere Boote eingesetzt haben sollen.
US-Präsident Donald Trump betonte zugleich, dass die bestehende Waffenruhe mit dem Iran weiterhin gelte. Trotz der geopolitischen Unsicherheit blieben die Kursverluste an den Aktienmärkten nach den zuvor starken Anstiegen und Rekordständen vergleichsweise moderat. Auch die Reaktion am Ölmarkt fiel begrenzt aus: Der Preis für Brent-Rohöl legte nur leicht zu und bewegte sich knapp über der Marke von 100 Dollar je Barrel.
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