Iran-Konflikt: DAX sackt letztlich ab -- Wall Street schließt tiefer -- Brent-Öl über 100 Dollar -- Apple-Event, Bitcoin, Kraft Heinz, NVIDIA, Alphabet, Almonty, Meta, BYD, Micron im Fokus
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Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich am Mittwoch kräftig im Minus.
So eröffnete der DAX bereits leichter und rutschte anschließend noch tiefer in die Verlustzone. Er beendete den Tag mit einem Abschlag von 1,66 Prozent bei 25.576,45 Zählern.
Der TecDAX verlor anfänglich nur minimal und gab im weiteren Verlauf deutlicher nach. Sein Schlussstand: 3.988,01 Punkte (-1,2 Prozent)
Der deutsche Leitindex unterschritt die runde Marke von 26.000 Punkten wieder. Damit verliert er den jüngsten Rekord bei 26.618 Punkten weiter aus den Augen.
Vor allem der erneute Anstieg der Ölpreise schmeckte den Anlegern nicht. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent ließ am Mittwoch die Marke von 100 US-Dollar hinter sich. Das US-Militär hat nach eigenen Angaben fünf iranische Rohöltanker angegriffen und "zerstört". Sie seien Teil eines "Schattennetzwerks" zur Finanzierung der iranischen Revolutionsgarden.
Die Investoren fürchteten weitere Störungen der Ölproduktion und -transporte und preisten folglich höhere Energiepreise für längere Zeit ein, schrieb Stratege Jim Reid von der Deutschen Bank.
Die Marktteilnehmer hielten sich aber auch mit Blick auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag zurück. Erwartet wird die zweite Leitzinserhöhung in diesem Jahr.
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An den europäischen Aktienmärkte ging es am Mittwoch abwärts.
So startete der EURO STOXX 50 etwas schwächer und fiel im Anschluss noch tiefer ins Minus. Er ging 1,7 Prozent niedriger bei 6.304,00 Zählern aus dem Handel.
Händler sprachen von einem "Gift-Cocktail" aus Ölpreis- und Renditeanstieg. Wegen weiterer US-Angriffe auf zivile Tanker des Irans springt der Brent-Ölpreis über die psychologisch wichtige 100-Dollar-Marke und weckt damit Ängste vor weltweitem Inflationsdruck.
Die USA haben fünf iranische Tanker in der Straße von Hormus angegriffen, der Iran will darauf mit Gegenschlägen reagiert haben. Ein Ende der Eskalationsspirale zeichnet sich derzeit weiter nicht ab. Sorgen macht aber auch die Bereitschaft internationaler Investoren, die überbordende Staatsverschuldung mitzutragen.
Dazu richteten sich die Blicke auf die geldpolitische Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Eine Erhöhung um 25 Basispunkte gilt als ausgemacht, daher steht der Ausblick im Fokus. Am Mittwochabend melden sich EZB-Präsidentin Christine Lagarde sowie EZB-Ratsmitglied Thomas Nagel bei Reden zu Wort.
Noch wichtiger für die Finanzmärkte dürfte aber die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank in der kommenden Woche werden, da sie von sehr viel größerer Unsicherheit geprägt ist. Als entscheidend werten Marktteilnehmer daher die US-Inflationsdaten am Donnerstag und Freitag. "Der aktuelle Ölpreissprung über 100 Dollar macht aber klar, dass der Inflationsdruck weiter steigen wird, ganz gleich wie entspannt die August-Daten ausfallen", sagt ein Händler. Die Hauptsorge sei die einer politisch begründeten Unterlassung einer notwendigen US-Zinserhöhung.
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An der Wall Street ging es am Mittwoch nach unten.
Der Dow Jones startete etwas schwächer und hat auch anschließend abgegeben. Zum Handelsende notierte er 0,77 Prozent leichter bei 52.381,08 Punkten.
Der technologielastige NASDAQ Composite eröffnete ebenfalls mit einem Minus und verweilte auch weiterhin auf rotem Terrain. Er ging 0,64 Prozent tiefer bei 26.253,34 Zählern aus dem Handel.
Die US-Börsen bewegten sich zur Wochenmitte erneut im Minus, nachdem bereits der Dienstag Verluste gebracht hatte. Belastet wurde die Stimmung durch die anhaltend hohen Ölpreise, die bei Anlegern die Sorge vor anziehender Inflation und in der Folge vor steigenden Zinsen schüren. Grund für den Preisanstieg sind neue wechselseitige Angriffe am Persischen Golf. Die Nordseesorte Brent kletterte dadurch erstmals seit Juli wieder über die Marke von 100 US-Dollar je Barrel.
Joachim Klement von Panmure Liberum sieht durch die Ölpreise von 100 Dollar den Inflationsdruck wieder verstärkt in den Fokus rücken. Da die Fed derzeit keine klare Orientierung für die kommende Geldpolitik gebe, gewönnen dadurch die EZB-Entscheidung sowie die Aussagen von Christine Lagarde am Donnerstag zusätzlich an Gewicht.
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Die Börsen in Fernost schlugen zur Wochenmitte unterschiedliche Richtungen ein.
In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem Verlust von 0,19 Prozent bei 65.142,78 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland gewann der Shanghai Composite unterdessen 0,28 Prozent auf 3.951,51 Zähler.
In Hongkong gab der Hang Seng derweil bis Handelsende 0,17 Prozent auf 25.274,96 Einheiten ab.
Die weiter steigenden Ölpreise dürften mit dazu beigetragen haben, dass sich die Börsianer mit Käufen nicht weiter aus dem Fenster wagten. Angesichts der unverändert angespannten und unübersichtlichen Lage in der Straße von Hormus verteuerte sich Brent-Öl weiter. Der Iran feuerte ballistische Raketen auf einen US-Militärstützpunkt in Jordanien ab und griff Schiffe in und um die Straße von Hormus an, nachdem die USA fünf iranische Öltanker zerstört hatten.
Hohe Ölpreise gelten als Inflationstreiber und nähren damit Spekulationen über Zinserhöhungen. Die Blicke vieler Akteure waren daher bereits auf den Donnerstag, insbesondere aber den Freitag gerichtet. Dann werden in den USA neue Inflationsdaten veröffentlicht, am Freitag die Verbraucherpreise. Für das Zinstreffen der US-Notenbank in der kommenden Woche wird weiter eine Wahrscheinlichkeit von etwa 60 Prozent für eine Erhöhung um 25 Basispunkte eingepreist.
Chinesische Verbraucher- und Erzeugerpreise stiegen unterdessen im August leicht, angetrieben von höheren Energiepreisen. Zugleich fielen sie aber fast genau wie erwartet aus, weswegen sie kaum Impulse entfachten.