Keine Lösung im Nahost-Konflikt: DAX letztlich kaum bewegt -- US-Börsen schließen knapp höher -- TKMS überzeugt mit Geschäftszahlen -- Plug Power, Ölpreis, Cerebras, Intel, CSL, Palantir im Fokus
Gewinnsprung bei Shelly. Elmos Semiconductor-Aktie bricht zweistellig ein: Großaktionäre platzieren Aktien. Lufthansa bestellt neue Langstreckenjets bei Airbus und Boeing. Deutsche Telekom: Kooperation mit Rheinmetall bei Drohnenabwehr - S&P hebt Langfristrating auf A- an. ByteDance heizt KI-Wettrüsten weiter an. Hannover Rück profitiert von geringeren Großschäden. GEA erfüllt Erwartungen und bestätigt Prognose. SK hynix und Samsung im Höhenrausch.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich am Montag von seiner unsicheren Seite.
So zeigte sich der DAX zum Sitzungsstart minimal tiefer und verharrte zunächst auch nahe der Nulllinie. Am Nachmittag fiel das Barometer spürbar in die Verlustzone, bevor es weiter zwischen Abgaben und der Nulllinie wechselte. Schlussendlich ging der deutsche Leitindex 0,05 Prozent höher bei 24.350,28 Zählern aus dem Handel.
Der TecDAX nahm den Handel ebenso wenig bewegt mit einem marginalen Plus auf, anschließend bewegte er sich moderat im Minus. Er beendete die Sitzung 0,35 Prozent im Minus bei 3.766,36 Punkten.
Belastend wirkte vor allem, dass die diplomatischen Bemühungen zwischen den USA und dem Iran bislang keine Fortschritte bringen. US-Präsident Donald Trump wies die jüngste Antwort des Irans auf den US-Vorschlag für eine Lösung des Konflikts als völlig inakzeptabel zurück und verschärfte zugleich den Ton gegenüber Teheran. Damit bleibt die Sorge bestehen, dass der Krieg weiter eskaliert und die Lage an den Rohstoffmärkten angespannt bleibt. Steigende Ölpreise könnten wiederum die Inflationssorgen neu anfachen und die Risikobereitschaft der Anleger dämpfen.
Neben der geopolitischen Lage richtete sich der Blick am Montag zudem auf die Berichtssaison: Aus dem DAX legten Hannover Rück und GEA ihre Quartalszahlen vor.
Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
Die europäischen Börsen starteten mit Verlusten in die neue Woche.
Der EURO STOXX 50 notierte zur Startglocke minimal tiefer und gab in der Folge teilweise ordentlich nach. Er schloss den Handelstag 0,27 Prozent leichter bei 5.895,45 Punkten ab.
Belastend wirkten erneut steigende Ölpreise, nachdem US-Präsident Donald Trump die iranische Antwort auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges als inakzeptabel zurückgewiesen hat. Damit bleibt die geopolitische Unsicherheit hoch und bremste die Risikobereitschaft der Anleger. Zusätzlich richtet sich der Blick der Märkte auf das geplante Treffen zwischen Chinas Präsident Xi Jinping und Donald Trump in Peking. Markstratege Chris Weston rechnet damit, dass Investoren auch auf neue Schlagzeilen rund um dieses Treffen achten werden. Am Dienstag könnten zudem die US-Verbraucherpreisdaten wichtige Impulse für die weitere Marktrichtung liefern.
Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
Die US-Börsen zeigten sich zum Wochenbeginn wechselhaft.
Der Dow Jones Industrial stieg etwas tiefer in die neue Handelswoche ein. Im Tagesverlauf konnte er sich jedoch nicht für eine Richtung entscheiden. Letztlich notierte er leichte 0,19 Prozent fester bei 49.704,34 Punkten.
Der NASDAQ Composite eröffnete den Montag im Minus und wechselte ebenfalls mehrmals das Vorzeichen. Schlussendlich präsentierte er sich minimale 0,1 Prozent stärker bei 26.274,13 Zählern - dennoch markierte er im Handelsverlauf ein neues Allzeithoch.
Die Rekordjagd an der Wall Street setzte sich zu Wochenbeginn nur zeitweise fort - und auch nur in gemächlichem Tempo. Nachdem US-Präsident Donald Trump die iranische Reaktion auf einen Friedensvorschlag als unzureichend zurückgewiesen hat, schwinden die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Konflikts. Dies führte dazu, dass die strategisch wichtige Straße von Hormus blockiert blieb, was die Ölpreise aufgrund drohender Lieferengpässe erneut nach oben trieb.
Der Fokus der Anleger verschiebt sich nun auf das bevorstehende Treffen zwischen Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping. Da die Instabilität in der Region Chinas Energieversorgung gefährdet und die globale Exportnachfrage dämpft, wird darauf gehofft, dass Xi mäßigend auf die Verhandlungen einwirkt.
Zusätzlich sorgte die Unsicherheit über die kommende Inflation für Zurückhaltung. Während der Montag mangels relevanter Konjunkturdaten - abgesehen von den Verkäufen bestehender Häuser - ruhig verlief, blicken Marktteilnehmer mit Spannung auf die am Dienstag anstehenden Inflationszahlen für April. Es wird erwartet, dass sich die kriegsbedingt hohen Energiekosten dort bereits deutlich widerspiegeln und den Druck auf die Märkte weiter erhöhen könnten.
Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
Die Börsen in Fernost starteten mit unterschiedlichen Vorzeichen in die neue Woche.
In Tokio verlor der Nikkei 225 letztlich 0,47 Prozent auf 62.417,88 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland hingegen notierte der Shanghai Composite mit einem Plus von 1,08 Prozent bei 4.225,02 Zählern.
In Hongkong legte der Hang Seng schließlich um 0,05 Prozent auf 26.406,84 Einheiten zu.
An den Börsen in Fernost blickten Anleger weiterhin auf die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten. Deutlich steigende Ölpreise drückten dabei erneut aufs Sentiment. Zudem gab es zuletzt wieder militärische Angriffe nahe der Straße von Hormus.
Außerdem treffen sich Vertreter der US-Regierung und Chinas Vize-Ministerpräsident He Lifeng in dieser Woche in Seoul, um über eine Beilegung des Handelsstreits zu sprechen. Von Mittwoch bis Freitag reist US-Präsident Donald Trump für ein Treffen mit Xi Jinping nach Peking.
Top Themen

News-Ticker
Buy-Analyse: UBS AG bewertet GEA-Aktie
(12:34 Uhr)Warum gibt es so viele MSCI World-ETFs?
(23:47 Uhr)Rohstoffpreise am Samstagvormittag
(10:13 Uhr)