Heute im Fokus

Nach US-Zinserhöhung: US-Börsen enden stärker -- DAX letztlich fest -- Rheinmetall treibt Expansion voran -- BioNTech, Novo Nordisk, Bayer, AMD, Infineon, Krypto, Nebius, DroneShield, Vonovia im Fokus

aktualisiert 17.09.26 22:11 Uhr

VW-Konzernbetriebsratschefin fordert Jobzusagen von Autobauern. Lufthansa baut Boeing-737-MAX-Flotte weiter aus. BYD-Berater skizziert Werkspläne für Europa. Novartis: Pharmakonzern beendet ALS-Studie nach einer Reihe von Fehlschlägen. Boeing-Aktie auf Tief seit Ende März. Tesla: NHTSA leitet Untersuchung zum Cybercab ein. Bilfinger senkt Prognose und plant Sparprogramm.

Marktentwicklung


Am Donnerstag griffen Anleger am deutschen Aktienmarkt zu.

Entsprechend eröffnete der DAX den Handelstag mit einem moderaten Aufschlag und bewegte sich auch im Tagesverlauf in der Gewinnzone. Letztendlich stand ein Plus von 0,7 Prozent bei 25.716,71 Punkten an der Kurstafel.
Der TecDAX eröffnete die Sitzung ebenso höher und legte auch im Verlauf weiter zu. Hier ging es zum Handelsschluss 0,30 Prozent auf 3.996,35 Zähler hoch.

Nach der erwartungsgemäßen Zinserhöhung der US-Notenbank griffen Anleger am Donnerstag wieder bei deutschen Aktien zu. Der entschlossene Kurs von Fed-Chef Kevin Warsh im Kampf gegen die Inflation hat die Märkte beruhigt, nachdem der Dow Jones im späten Handel am Mittwoch zunächst auf ein Tief seit Juni gefallen war.

Laut dpa-AFX sieht HQ-Trust-Chefökonom Michael Heise darin, dass "die Fed ihre Glaubwürdigkeit verteidigt". Er rechnet zwar mit politischer Kritik an dem Schritt, verweist aber auf die gestiegenen Lebenshaltungskosten in den USA, die für Verständnis in der Bevölkerung sorgen dürften, und hält einen weiteren Zinsschritt im Oktober oder spätestens Dezember für wahrscheinlich. Auch die UBS geht davon aus, dass die Zinserhöhung die Märkte nicht aus der Bahn wirft, da ein aggressiverer Zinszyklus bereits eingepreist sei und robustes Wachstum sowie starke Unternehmensgewinne die Belastungen durch höhere Zinsen teilweise abfedern dürften.

Zusätzlich profitierte der DAX von gesunkenen Ölpreisen. So soll es Hinweise geben, dass eine wichtige Ölpipeline in Saudi-Arabien teilweise wieder in Betrieb genommen werden könnte.

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Europas Börsen verbuchten am Donnerstag Gewinne.

Der EURO STOXX 50 nahm die Sitzung moderat stärker auf und verteidigte seine Gewinne im Anschluss. Sein Schlussstand: 6.322,90 Punkte (+0,9 Prozent).

An den europäischen Börsen war ein freundlicher Handel zu sehen, nachdem die US-Notenbank ihre Zinsentscheidung wie erhofft getroffen und mit der erwarteten Anhebung um 25 Basispunkte ihre Glaubwürdigkeit unter Beweis gestellt hat. Zwar mahnten Händler zur Vorsicht: Laut Dow Jones Newswires sei ein "Tag nach einer Fed-Entscheidung fast immer volatil", dies bestätigte sich diesmal jedoch nicht. Dass am Freitag der große Verfalltag an den internationalen Terminbörsen anstehe, wodurch Positionen angepasst werden müssten, belastete ebenso kaum.

Die europäischen Börsen profitierten zudem erneut von gesunkenen Ölpreisen.

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Die US-Börsen zogen am Donnerstag an.

Der Dow Jones beendete die Sitzung mit einem Plus von 0,61 Prozent bei 51.778,04 Punkten. Er war bereits höher in den Handelstag gestartet und hatte sich auch im Anschluss durchgehend in der Gewinnzone gehalten.
Der technologielastige NASDAQ Composite schloss bei 26.418,30 Zählern um 1,69 Prozent stärker. Auch er hatte sich bereits zum Start freundlich gezeigt und seine Gewinne im Handelsverlauf dann noch ausgebaut.

Rückenwind lieferten vor allem gesunkene Anleiherenditen und weiter gefallene Ölpreise. Hintergrund war unter anderem die Aussicht auf eine schnellere Reparatur einer beschädigten Pipeline in Saudi-Arabien. Die fallenden Preise spiegeln laut Samer Hasn von XS.com den zunehmenden Optimismus wider, dass die Unterbrechung der Rohölexporte aus dem Nahen Osten eingedämmt werden könne.

Die US-Notenbank hatte zudem am Mittwoch die Leitzinsen wie erwartet um 25 Basispunkte angehoben – erstmals seit drei Jahren. Die Aussagen von Fed-Chef Kevin Warsh wurden an den Märkten als Hinweis auf weitere Zinserhöhungen in diesem Jahr gewertet. Einige Analysten sahen darin zudem eine Stärkung der Glaubwürdigkeit der Fed im Kampf gegen die weiterhin erhöhte Inflation. Der Zinsentscheid fiel einstimmig. Im Fokus steht nun die Frage, ob es bei der Zinserhöhung um einen einmaligen Schritt oder den Beginn eines neuen Straffungszyklus handelt. "Höhere Ölpreise infolge des andauernden Konflikts im Nahen Osten könnten die Inflation hoch halten, aber die Geldpolitik wirkt mit langen und variablen Verzögerungen, und zusätzliche Erhöhungen würden Verbraucher und Unternehmen, die bereits mit erhöhten Kreditkosten konfrontiert sind, weiter unter Druck setzen", sagte Steve Rick, Chefvolkswirt bei TruStage. Auch die Geschlossenheit der Fed wurde positiv bewertet. "Es war wichtig, eine geschlossene US-Notenbank zu sehen, die einen Schlussstrich unter alle potenziellen Marktbedenken hinsichtlich der Glaubwürdigkeit der Fed zieht", so Impax Asset Management.

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An den Börsen in Fernost ließ sich am Donnerstag keine einheitliche Richtung ausmachen.

In Tokio gewann der Nikkei 225 schließlich 0,33 Prozent auf 64.136,25 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland ging es für den Shanghai Composite wiederum 0,41 Prozent abwärts auf 3.875,60 Zähler.

Ein rotes Vorzeichen war auch in Hongkong zu sehen: Der Hang Seng verlor letztlich 0,44 Prozent auf 24.604,29 Einheiten.

Asiens Börsen zeigten sich am Donnerstag uneinheitlich: Auf der einen Seite kam Rückenwind vom gesunkenen Ölpreis, während schwache Konjunkturdaten aus China die hiesigen Märkte ausbremsten. Die Hongkonger Notenbank HKMA erhöhte am Donnerstag ihren Leitzins, nachdem die US-Notenbank am Vorabend die Zinsen um 25 Basispunkte angehoben hatte - eine Folge der festen Kopplung des Hongkong-Dollar an die US-Währung. Die Fed-Entscheidung selbst lag im Rahmen der Erwartungen, doch die Aussagen des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh sorgten für Nervosität: Er betonte die hartnäckig hohe Inflation, was als Hinweis auf weitere Zinsschritte gewertet wurde. Die US-Börsen gerieten daraufhin unter Druck, die Anleiherenditen blieben auf erhöhtem Niveau. Anleger richten den Blick nun auf die anstehenden Zinsentscheidungen der Bank of England und der Bank of Japan.

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