Nahost-Konflikt im Blick: DAX-Handel endet in Rot -- US-Börsen wenig bewegt -- Alphabet verhandelt mit Marvell über KI-Chips -- Psychedelika-Titel, NEL Power, BYD, DroneShield, Siemens Energy im Fokus
Quantenaktien von Gewinnmitnahmen belastet. Novo Nordisk: Wettbewerb verschärft sich. Japan Petroleum-Aktie sackt nach Gewinnwarnung ab. TopBuild-Aktie springt hoch: Milliardenkauf durch BayWa-Konkurrent QXO. Strategy schichtet Milliarden zugunsten von Bitcoin um. UniCredit-Chef fordert Wandel bei Commerzbank. AST SpaceMobile-Aktie mit Kurssturz nach orbitaler Fehlplatzierung durch Bezos‘ Blue Origin.
Marktentwicklung
Der deutsche Leitindex erlitt zum Wochenstart Verluste.
Der DAX eröffnete die Sitzung bereits tiefer und verharrte anschließend in der Verlustzone. Er verließ den Handel mit einem Minus von 1,15 Prozent bei 24.417,80 Zählern.
Der TecDAX notierte ebenfalls deutlich schwächer, nachdem er bereits leichter in den Tag gestartet war. Er verabschiedete sich 1,34 Prozent niedriger bei 3.715,24 Punkten.
Die positive Stimmung vom Freitag ist zum Wochenstart verflogen. Nachdem Berichte über eine Öffnung der Straße von Hormus den DAX vor dem Wochenende noch deutlich angetrieben hatten, geriet der Index am Montag wieder unter Druck. Auslöser war die erneute Sperrung der wichtigen Handelsroute durch den Iran. Zusätzlich belastet ein Zwischenfall, bei dem US-Streitkräfte einen iranischen Frachter attackierten, nachdem dieser laut US-Angaben versucht hatte, die Seeblockade zu durchbrechen.
Parallel dazu blieben die diplomatischen Aussichten trüb: Kurz vor Ablauf der Waffenruhe sieht Teheran laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna "keine aussichtsreiche Perspektive für seriöse Verhandlungen" mit den USA.
Marktexperte Thomas Altmann von QC Partners fasste die Lage so zusammen: "Alles, was die Börsen am Freitag gefeiert haben, ist aktuell wieder hinfällig". Zudem betonte er: "Die Situation in der Straße von Hormus bleibt unübersichtlich. Zudem ist zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt nicht klar, wann die USA und der Iran wieder miteinander reden werden." Insgesamt dürfte die Phase erhöhter Unsicherheit anhalten und eine Entspannung an den Energiemärkten weiter auf sich warten lassen.
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Die europäischen Börsen präsentierten sich am Montag schwach.
Der EURO STOXX 50 bewegte sich im Verlauf klar in der Verlustzone, nachdem er anfänglich bereits kräftig verloren hat. Sein Schlussstand: 5.986,27 Punkte (-1,18 Prozent).
Nach der freundlichen Entwicklung zum Wochenschluss kehrte zum Wochenbeginn wieder Zurückhaltung an die Märkte zurück. Hatten zuletzt Meldungen über eine Öffnung der Straße von Hormus für eine "risk on"-Stimmung gesorgt, führte die erneute Sperrung nun zu "risk off".
Anleger beobachten, auf welchem Niveau wieder verstärkt Kaufinteresse aufkommt, nachdem sich Rücksetzer zuletzt häufig als Einstiegsgelegenheiten erwiesen hatten. Als wichtiger Indikator für die Lage im Nahen Osten gilt weiterhin der Ölpreis , der am Terminmarkt deutlich anzieht. Hintergrund ist die Entscheidung des Iran, die wichtige Schifffahrtsroute erneut zu schließen.
Zusätzlich bleibt offen, ob die geplanten Gespräche zwischen den USA und dem Iran in dieser Woche tatsächlich stattfinden werden.
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Anleger an der Wall Street hielten sich am Montag zurück.
Der Dow Jones gab am Montag überschaubare 0,01 Prozent auf 49.442,56 Zähler nach.
Auch der NASDAQ Composite schloss mit Verlusten, die sich aber ebenfalls in Grenzen hielten: Am Ende ging es 0,26 Prozent auf 24.404,39 Punkte nach unten.
Im Mittelpunkt der globalen Finanzmärkte stand weiterhin die angespannte Situation im Nahen Osten. Die noch vor dem Wochenende angekündigte Öffnung der Straße von Hormus bis zum Ende der Waffenruhe an diesem Mittwoch hielt lediglich einen Tag an. Zudem hat die iranische Führung laut Außenamtssprecher Ismail Baghai bislang keine Entscheidung über eine Fortsetzung der Gespräche mit den USA getroffen; eine weitere Verhandlungsrunde ist derzeit nicht vorgesehen. Die Ölpreise reagierten unmittelbar mit einem Anstieg, was Inflationssorgen verstärkt und zugleich die Angst vor steigenden Zinsen schürt. Entsprechend legten auch die Renditen von US-Staatsanleihen zu.
"Die Nahostkrise hat die Märkte wieder fest im Griff", heißt es in den "Mußler-Briefen" laut der Deutschen Presse-Agentur. Dabei sorgen nicht nur die oft widersprüchlichen und wenig verlässlichen Aussagen von US-Präsident Donald Trump für Unsicherheit, sondern auch die Signale aus dem Iran. Einen starken Einbruch an den Aktienmärkten erwartet Herausgeber und Redakteur Marcel Mußler derzeit zwar nicht, allerdings sieht er aktuell auch "noch keine neue attraktive Kaufgelegenheit".
Die Börsen in Asien verbuchten zum Wochenstart Gewinne.
In Tokio notierte der Nikkei 225 letztlich 0,60 Prozent höher bei 58.824,89 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland gewann der Shanghai Composite letztlich 0,76 Prozent auf 4.082,13 Indexpunkte.
In Hongkong verbuchte der Hang Seng ein Plus von 0,77 Prozent auf 26.361,07 Einheiten.
Zu Wochenbeginn sorgten vor allem kräftige Zugewinne im Technologiesektor für Unterstützung an den Aktienmärkten in Ostasien. Dabei mussten Investoren mehrere neue Entwicklungen verarbeiten: So wurde die wichtige Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus zunächst geöffnet, später jedoch erneut geschlossen. Der Iran begründete diesen Schritt mit der fortbestehenden US-Seeblockade.
Zudem berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf das U.S. Central Command, dass ein unter iranischer Flagge fahrendes Schiff von US-Streitkräften gestoppt, geentert und beschlagnahmt worden sei, als es sich auf dem Weg zum Hafen Bandar Abbas befand.
Infolge dieser Ereignisse zogen die Ölpreise wieder an, blieben jedoch unter der Marke von 100 US-Dollar je Barrel.
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