NVIDIA-Zahlen im Blick: DAX schließt weit im Plus -- US-Börsen höher -- Ölpreise sinken -- EU: USA bekommen Zollvorteile -- BASF, CSG, Cerebras, Chip-Aktien, OHB, BYD, Siemens Energy, RENK im Fokus
Thales startet IT-Bündnis für Deutschland mit Google Cloud als Partner. Citigroup vergibt neues Top-Kursziel für Infineon. SEC-Pläne für Krypto-Aktien sorgen für Kursfantasie bei Hyperliquid Strategies-Aktie. Ottobock weist Vorwürfe von Leerverkäufer zurück. Gewerkschaftsverband kündigt Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz auf. Commerzbank warnt vor UniCredit-Risiken.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt legte zur Wochenmitte zu.
Der DAX begann den Tag im Minus, arbeitete sich im Verlauf jedoch ins Plus vor und baute seine Gewinne am Nachmittag noch deutlicher aus. Letztlich verabschiedete er sich 1,38 Prozent höher bei 24.737,24 Punkten in den Feierabend.
Der TecDAX fiel anfänglich ebenso und kletterte im weiteren Verlauf auf grünes Terrain, wo er den Tag auch beendete. Er gewann letztlich 1,38 Prozent auf 3.954,89 Zähler.
Der Schaukelkurs im DAX setzte sich fort: Nach seiner deutlichen Erholung bis Dienstagmittag ließ der deutsche Leitindex am Mittwoch bei schwachen Vorgaben aus Asien zunächst weiter Federn, bevor er sich wieder fing.
Während die Lage im Nahen Osten angespannt bleibt, warten die Anleger am Mittwoch gespannt auf die Zahlen des KI-Riesen NVIDIA, die am Abend nach US-Handelsschluss anstehen. "Wenn NVIDIA enttäuscht, könnte es ungemütlich werden", sagte Marktexperte Maximilian Wienke vom Broker Etoro. NVIDIA sei längst kein normales Unternehmen mehr, sondern der zentrale Taktgeber des globalen KI-Booms.
Stützend wirkten die unter Druck geratenen Ölpreise. Hintergrund war eine Meldung der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim, wonach innerhalb der vergangenen 24 Stunden insgesamt 26 Schiffe in Abstimmung mit den Revolutionsgarden die Straße von Hormus passiert haben.
Zusätzlich belastete eine Entscheidung Großbritanniens den Ölmarkt: Die britische Regierung lockerte bestimmte Sanktionen und gestattet auf unbestimmte Zeit den Import von Flugzeugtreibstoff und Diesel, die in Drittstaaten aus russischem Öl raffiniert wurden. Nach Regierungsangaben soll die Regelung fortlaufend überprüft werden.
Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
An den europäischen Börsen griffen die Anleger am Mittwoch zu.
So startete der EURO STOXX 50 kaum verändert und kletterte anschließend in die Gewinnzone. Sein Schlussstand: 5.973,56 Punkte (+2,09 Prozent).
Übergeordnet belastet die Stimmung unverändert die Inflation aufgrund der steigenden Energiepreise sowie das Zinsniveau.
Derweil steht nun der Zoll-Deal zwischen der EU und den USA. Damit könnte es zumindest von dieser Seite ruhiger werden, für Marktstratege Thomas Altmann von QC Partner ist die Zolldrohung von US-Präsident Donald Trump vom Tisch. "Die Märkte sind damit zumindest um einen Risikofaktor ärmer geworden". Diese Einigung werde sicherlich kein Kursfeuerwerk auslösen. Umgekehrt hätten neue Zölle aber für eine Verkaufswelle sorgen können. Stützend wirkten zudem die fallenden Ölpreise.
Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
An den US-Börsen ging es zur Wochenmitte nach oben.
Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Plus von 1,31 Prozent bei 50.009,78 Punkten.
Der NASDAQ Composite ging daneben 1,54 Prozent höher bei 26.270,36 Zählern in den Feierabend.
Mit großer Spannung wurde die Vorlage der Quartalszahlen und des Geschäftsausblicks von Chipkonzern NVIDIA erwartet, die US-nachbörslich veröffentlicht wird. Unterstützt wurde die vorsichtig positive Stimmung vor allem durch Aufschläge bei Halbleiterwerten.
"Wir gehen vorsichtig optimistisch in die Zahlen", erklärte Technologie-Experte William Beavington vom Investmenthaus Jefferies mit Blick auf NVIDIA laut der Deutschen Presse-Agentur. Im Fokus der Anleger dürfte insbesondere die Umsatzprognose für den Zeitraum von April bis Juni stehen. Analysten rechnen laut dem inoffiziellen Marktkonsens dabei mit Erlösen von rund 87 Milliarden US-Dollar.
Daneben stützten fallende Ölpreise nach einer Meldung der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim, wonach innerhalb der vergangenen 24 Stunden insgesamt 26 Schiffe in Abstimmung mit den Revolutionsgarden die Straße von Hormus passiert haben.
Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
Die Börsen in Fernost wiesen am Mittwoch unterschiedliche Vorzeichen aus.
In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem Verlust von 1,23 Prozent bei 59.804,41 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland verlor der Shanghai Composite unterdessen 0,18 Prozent auf 4.162,18 Zähler.
In Hongkong gab der Hang Seng 0,57 Prozent auf 25.651,12 Punkte ab.
Belastend wirkten schwache Vorgaben der Wall Street und die jüngst kräftig gestiegenen Marktzinsen. In den USA hatten vor allem Halbleiter- und andere Technologiewerte unter Druck gestanden. Hier nahmen Anleger vor den NVIDIA-Zahlen, die am Mittwoch nach US-Börsenschluss vorgelegt werden, weiter Gewinne mit. Dass US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben einen für Dienstag geplanten Angriff auf den Iran ausgesetzt hatte, stützte nicht, zumal Trump später sagte, die USA könnten immer noch angreifen, falls diplomatische Bemühungen scheitern sollten.
Top Themen

News-Ticker
Rohstoffpreise am Dienstagmittag
(13:17 Uhr)Goldpreis: Versuch einer Bodenbildung
(08:09 Uhr)Deshalb steigt der Euro
(21:01 Uhr)