Nach NVIDIA-Rekordzahlen: Dow letztlich fester -- DAX schließt tiefer -- Airbus: Lieferverzögerungen beim A350? -- IBM, Quanten-Aktien, Micron, Eutelsat, Rheinmetall, Softbank, RWE, TKMS im Fokus
Bürgermeister blockiert Palantir-Deal von Londoner Polizei. Bund plant Einstieg bei KNDS. SpaceX mit Milliardenverlust. easyJet hofft auf Last-Minute-Urlauber. Bayer: FDA beschleunigt Prüfung von zusätzlicher Finerenon-Indikation. AT&S streicht erneut die Dividende. Telekom-Angestellte erneut zum Warnstreik aufgerufen. Samsung und Gewerkschaft wenden historischen Streik ab.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich im Donnerstagshandel volatil.
Der DAX gab zum Auftakt moderat ab, kämpfte sich im Verlauf aber ins Plus vor. Gegen Mittag fiel er jedoch erneut zurück ins Minus und baute seine Verluste noch aus. Im Späthandel wurden die Abschläge wieder etwas kleiner, sodass es letztlich noch 0,53 Prozent auf 24.606,77 Punkte abwärts ging.
Der TecDAX war etwas höher gestartet und legte im Verlauf weiter zu - die Gewinne wurden ausgebaut. Im Verlauf schrumpften sie jedoch wieder zusammen. Zum Handelsschluss ging es 0,19 Prozent auf 3.968,25 Zähler nach oben.
Mit Spannung war der Quartalsbericht des KI-Konzerns NVIDIA erwartet worden, der am späten Mittwochabend nach Börsenschluss in den USA veröffentlicht wurde. Vor Bekanntgabe der Zahlen waren der S&P 500 und der NASDAQ 100 wieder an ihre jüngsten Rekorde herangerückt. Der KI-Riese überzeugte offenbar zunächst vor allem die Analysten, von denen einige bereits ihre Kursziele anhoben. Die Aktien gaben allerdings nachbörslich etwas nach, nachdem sie seit Ende März um gut ein Drittel gestiegen waren. Die Erwartungen der sogenannten "Buy-Side" waren nämlich extrem hoch. Dazu zählen Marktakteure wie Asset-Manager, Pensionskassen, Hedgefonds und Vermögensverwalter. Nach Einschätzung des Jefferies-Analysten Blayne Curtis hat NVIDIA in jeglicher Hinsicht abgeliefert. Der Experte sieht bei den Anlegern aber weiter gewisse Bedenken, beispielsweise hinsichtlich des Geschäfts mit modularen Rechenzentrumsarchitekturen (XPU).
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An den europäischen Börsen zeigten sich am Donnerstag unentschlossen.
Der EURO STOXX 50 verlor zum Auftakt leicht, im Verlauf legte das Börsenbarometer zunächst zu, fiel dann jedoch an die Nulllinie zurück. Sein Schlussstand: 5.974,38 Punkte (-0,03 Prozent).
Die mit großer Spannung erwarteten Geschäftszahlen von NVIDIA sind zwar deutlich über den Erwartungen ausgefallen, dennoch gab die Aktie im nachbörslichen US-Handel etwas nach. Einige Marktteilnehmer hatten beim Ausblick offenbar mehr erwartet. Auch hatte die NVIDIA-Phantasie bereits im Vorfeld der Zahlen eine Rally bei Chip-Aktien ausgelöst, viel Positives war also bereits eingepreist. Nach dem deutlichen Rücksetzer am Vortag zieht der Ölpreis am Morgen wieder leicht an, auch mit den Renditen geht es wieder etwas nach oben. Keine wirkliche Überraschung enthielt das Protokoll der US-Notenbank. Die Geldpolitiker haben die Frage, ob die Zinsen gesenkt werden sollten, so gut wie ad acta gelegt.
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Der US-Leitindex zeigte sich am Donnerstag von seiner freundlichen Seite.
Der Dow Jones Industrial gab nach einem stabilen Start zunächst nach, bevor er ins Plus drehen konnte und 0,55 Prozent höher bei 50.285,66 Punkten in den Feierabend ging.
Der NASDAQ Composite wechselte nach einer negativen Eröffnung mehrfach das Vorzeichen und schloss letztlich mit einem geringfügigen Zuwachs von 0,09 Prozent bei 26.293,10 Zählern.
Im Mittelpunkt blieb weiterhin der Nahost-Konflikt. US-Außenminister Marco Rubio hat sich mit Blick auf die diplomatischen Bemühungen für ein Ende des Iran-Kriegs vorsichtig optimistisch geäußert. Er glaube, man habe Fortschritte erzielt, sagte er vor seinem Abflug zu einem Nato-Treffen in Schweden. "Es gibt einige gute Anzeichen", er wolle aber auch nicht "übermäßig optimistisch" sein, betonte Rubio. Rubio unterstrich zudem, dass US-Präsident Donald Trump einen Deal bevorzuge.
Bei den Einzelwerte standen die Aktien von NVIDIA im Fokus. Der Halbleiterkonzern hatte bereits am Vorabend nach US-Börsenschluss Quartalszahlen veröffentlicht, die über den Erwartungen lagen. Analysten bewerteten die Ergebnisse überwiegend positiv, vereinzelt wurden jedoch auch Zweifel an der langfristigen Nachhaltigkeit des starken Wachstums geäußert.
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Die Börsen in Fernost zeigten sich am Donnerstag uneinheitlich.
In Tokio gewann der Nikkei 225 kräftige 3,14 Prozent und ging bei 61.684,14 Punkten aus dem Handel.
Auf dem chinesischen Festland konnte der Shanghai Composite sich lange nicht für eine klare Richtung entscheiden, zuletzt notierte er aber schließlich deutliche 2,04 Prozent tiefer und ging bei 4.077,28 Punkten aus dem Handel.
In Hongkong gab der Hang Seng unterdessen 1,03 Prozent auf 25.386,52 Punkte nach.
Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs und überraschend starke Geschäftszahlen von NVIDIA brachten nur teilweise positive Impulse für die Märkte. Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump kommen die Verhandlungen mit dem Iran voran. Überdies haben drei Öltanker die Straße von Hormus passiert, was die Ölpreise am Mittwoch zurückkommen ließ. Das wiederum linderte Inflationsängste, worauf auch die zuletzt kräftig gestiegenen Anleiherenditen sanken.
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